Duttlenheim (Elsass)

Duttlenheim (auch Düttlenheim) liegt südwestlich von Straßburg und ist heute eine Ortschaft mit derzeit ca. 2.800 Einwohnern.

Die jüdische Gemeinde in Duttlenheim besaß seit den 1780er Jahren eine Synagoge; diese wurde 1860 von einem Neubau abgelöst.

                 Synagogenfront und -innenraum (hist. Aufn.)

Die jüdische Gemeinde, die in der Mitte des 19.Jahrhunderts ihren personellen Zenit mit ca. 170 Angehörigen besaß und fast 12% der Einwohnerschaft ausmachte, verfügte im 19.Jahrhundert zeitweilig auch über eine eigene Elementarschule.

Ihre Verstorbenen begrub die Gemeinde auf dem großen jüdischen Friedhof in Rosenweiler (Rosenwiller), der von zahlreichen anderen Gemeinden des Unterelsass genutzt wurde. Die jüdische Gemeinde Duttlenheim gehörte zum Rabbinat Straßburg.

Juden in Duttlenheim:

         --- 1784 .......................  17 jüdische Familien,

    --- 1807 ....................... 112 Juden,

    --- 1849 ....................... 170   “  (knapp 12% d. Bevölk.),

    --- 1861 ....................... 157   “  ,

    --- 1870 ....................... 145   “  ,

    --- 1910 .......................  88   “  ,

    --- 1936 .......................  65   “  .

Angaben aus: Michel Rothé/Max Warschawski, Les synagogues d’Alsace et lieur histoire, S. 39

Während des Zweiten Weltkrieges wurden die in Duttlenheim noch verbliebenen Juden nach Südfrankreich vertrieben.

Das Synagogengebäude wurde noch in den 1940er Jahren abgebrochen. Nur einige steinerne Relikte erinnern heute noch an die alte Synagoge.

Nach Kriegsende hat sich hier keine Gemeinde wieder gebildet.

Weitere Informationen:

Michel Rothé/Max Warschawski, Les synagogues d’Alsace et lieur histoire, Jerusalem 1992

The Encyclopedia of Jewish Life before and during the Holocaust (Vol. 1), New York University Press, Washington Square, New York 2001, S. 348

Die jüdische Gemeinde von Duttlenheim im Jahre 1851 (Personenregister), veröffentlicht 2008 in: emigrationalgerie.centerblog.net

Duttlenheim, in: alemannia-judaica.de