Eisenach (Thüringen)

Bildergebnis für eisenach karte postleitzahl Eisenach ist eine Stadt mit derzeit ca. 43.000 Einwohnern im Westen Thüringens (Karte aus: suche-postleitzahl.org).

In Eisenach waren vermutlich seit Ende des 12./Beginn des 13.Jahrhunderts jüdische Familien ansässig; so soll Landgraf Hermann I. (1190-1217) Juden zur Ansiedlung in der Stadt aufgefordert haben. Eine erste schriftliche Erwähnung von Juden in der um 1180 gegründeten Stadt datiert aber erst um das Jahr 1235. 1343 brannte ein Teil der Judengasse, der heutigen Karlstraße, ab; dort stand damals auch die Synagoge. Daraufhin sollen den obdachlosen Juden Quartiere und eine Synagoge in der Löbergasse zur Verfügung gestellt worden sein. Der damals benutzte Friedhof lag in Richtung Langensalza. Welche Bedeutung die Juden im spätmittelalterlichen Eisenach hatten, mag daran ersichtlich sein, dass die in der Stadt befindliche Eisenacher Münze auf den Geldstücken kein Fürstenbildnis bzw. dessen Wappen, sondern einen Judenhut abbildete!

Im Pestjahr 1349 hatte ein Pogrom die Zahl der hier lebenden Juden erheblich dezimiert; Anlass der Verfolgung war eine angebliche Brunnenvergiftung. Erst 1378 wird in Eisenach wieder ein Jude erwähnt; 1418 ist von zehn jüdischen Steuerzahlungen die Rede. Mitte des 15.Jahrhunderts wurden die Juden endgültig aus der Stadt vertrieben. 1510 wurde den Juden zwar der Handel, aber nicht eine Niederlassung in Eisenach erlaubt. In den folgenden drei Jahrhunderten schienen dann keine Juden in Eisenach dauerhaft gelebt haben; für einige Jahre (um 1625) ist ein einzelner, für den in Eisenach residierenden Herzog Johann Ernst tätiger Jude belegt. Danach lässt sich erst wieder 1752 eine jüdische Familie in der Stadt nachweisen. Nach 1800 konnten nur sehr wenige jüdische Familien - unter dem Schutz des Landesherrn - Eisenach als ihren festen Wohnort wählen; den Anfang machte der thüringische Hoffaktor Michael Rothschild, der sich 1804 in Eisenach niederlassen durfte.


Marktplatz von Eisenach mit Wartburg im Hintergrund - Stahlstich um 1850 (aus: wikipedia.org, gemeinfrei)

Doch erst um 1850 kam es zu einem nennenswerten Zuzug nach Eisenach; meist waren es „Landjuden“ aus den nahen südlichen Gebieten, besonders aus den Orten Geisa und Lengsfeld; sie begründeten 1862 (oder 1864) offiziell die „Israelitische Gemeinde Eisenach”; die formelle Verleihung ihrer Statuten geschah etwa ein Jahrzehnt später. Danach wuchs die jüdische Gemeinde infolge Zuzugs aus den umliegenden „Judendörfern“ (Lengsfeld, Gehaus, Herleshausen, Nesselröden, Geisa u.a. Orten) rasch an und erreichte bis 1910 etwa 420 Mitglieder; damit machte die jüdische Bevölkerung Eisenachs ca. 1% der Stadtbevölkerung aus. Anfänglich diente ein kleiner Raum in einem Hinterhaus am Jakobsplan als Gemeinderaum, später wurden die Gottesdienste im „Hotel zum Löwen” abgehalten. Die jüdische Gemeinde hatte 1883 ein Grundstück für die neue Synagoge in der Wörthstraße (der späteren Karl-Marx-Straße) gefunden. Bereits neun Monate nach der Grundsteinlegung (April 1884) konnte das neuerrichtete Gotteshaus am 8. Januar 1885 feierlich eingeweiht werden.

         

historisches Foto (Stadtarchiv, aus: wikipedia.org, CCO) und Modell der Eisenacher Synagoge (Bet Tfilla)

Die Zeitschrift „Der Israelit“ berichtete vom 26. Januar 1885 von der Synagogenweihe:

Aus Thüringen. Am 8. Januar d.J. wurde in Eisenach die neuerbaute Synagoge eingeweiht. Die Eisenacher Zeitung berichtet hierüber Folgendes: 
Wie dieser Tage angekündigt, hat heute Vormittag 11 1/2 Uhr die feierliche Einweihung der neuen Synagoge stattgefunden. Nachdem die Mitglieder der Gemeinde und viele Eingeladenen aus hiesiger Stadt und anderen Orten in der schön ausgestatteten und zu Ehren des Tages mit Grün hübsch geschmückten Synagoge Platz genommen - im Schiff die Männer, auf den Emporen die Frauen -, begann die Feierlichkeit außen mit Ueberreichung des Schlüssels durch Herrn Fischer als Stellvertreter des leider erkrankten Bauleiters Herrn Architekt Hermann Hahn unter entsprechenden Worten an Kultusvorsteher Backhauß, der mit Dank und der Bitte, daß dieses Gotteshaus dem Schutze der Stadt empfohlen sein möge, das Hauptportal erschloß. Unter dem Gesange des Psalms 'Gesegnet, die da kommen im Namen des Herrn' betrat der Festzug, dem Kinder mit geschmückten Stäben vorangingen, die Vorhalle und danach unter weiteren Gesängen das Innere des Tempels. Vier geschmückte Gesetzrollen wurden vorangetragen, worauf der Großherzogliche Landrabbiner Herr Dr. Salzer, die Herren Bezirksdirektor von Beust, Geheimer Regierungsrath Roese, Bürgermeister Peffer, die Herren vom Gemeinderath und Kirchengemeinde- vorstand und die israelitischen Kultusdeputierten folgten. Nachdem die Gesetzrollenträger am Altar Aufstellung genommen, wurde vom Vorbeter das Gebet 'Wie schön sind deine Zelte' vorgetragen, worauf unter Wechselgesängen feierlicher Umzug und Einstellung der Gesetzrollen in die heilige Lade erfolgte. Der hiermit verbundene, vor der heiligen Lade vom Landrabbiner vollzogene Weiheakt machte auf alle Anwesende einen sehr erhebenden Eindruck. ... Auf den Gesang 'Die Himmel erzählen Gottes Ehre' hielt der Landrabbiner ein sehr erhebendes Schlußgebet, in das er das Großherzogliche Haus, Kaiser und Reich, das Vaterland und dessen Regierung, unsere Stadt, deren Obrigkeit und Bewohner, die israelitische Gemeinde und deren Vorstand, den Bauleiter und dessen Mitarbeiter einschloß und besonders auch alle, ohne Unterschied des Bekenntnisses, die zu Gott bitten oder ih
m danken, der göttlichen Gnade empfahl. ...

Zu den gemeindlichen Einrichtungen gehörten eine Religionsschule und eine Mikwe; letztere wurde 1879 in der Clemensstraße eingerichtet.

Als erster Lehrer der jüdischen Gemeinde war Jacob Heidungsfeld angestellt, der als Lehrer und Kantor bis zu seinem Tod 1897 seinen Wirkungskreis in Eisenach hatte.

                           http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20264/Eisenach%20Israelit%2028121896.jpg

Ausschreibungen für die Stelle eines Religionslehrers/Kantors aus "Der Israelit“ vom 30.Aug. 1895 und vom 28.Dez. 1896

Bis in die 1860er Jahre wurden verstorbene Gemeindeangehörige auf dem jüdischen Friedhof in Herleshausen begraben; nachdem man auf dem neuangelegten kommunalen Friedhof ein kleines Areal erworben hatte, fanden fortan Beerdigungen in Eisenach statt. Seit ca. 1916 nutzte die Gemeinde ein anderes Begräbnisgelände innerhalb des kommunalen Friedhofs.

                      Gräber auf dem alten Friedhof (Aufn. J. Hahn)

Im Jahre 1912 wurde Eisenach Sitz des Landesrabbiners des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach; ihm unterstanden die Gemeinden Apolda, Aschenhausen, Eisenach, Gehaus, Geisa, Jena, Ilmenau, Stadtlengsfeld, Vacha und Weimar. Bereits in den drei Jahrzehnten von 1846 bis 1876 war Eisenach Sitz des Rabbinats „Sachsen-Weimar-Eisenach“ gewesen, nachdem der Rabbiner Dr. Mendel Heß seinen Wohn- u. Dienstsitz von Stadtlengsfeld nach Eisenach verlegt hatte.

Juden in Eisenach:

         --- um 1760 ..........................    2 jüdische Familien,

    --- 1823 .............................    7 Juden,

    --- 1867 ......................... ca.   75   “  ,

    --- 1877 .............................  287   “   (in 62 Familien),

    --- 1904 .............................  430   “  ,

    --- 1910 .............................  421   “  ,

    --- 1928 ......................... ca.  400   “  ,

    --- 1933 (Juni) ......................  378   “  ,*   * Gemeinde ca. 500 Pers.

    --- 1939 (Mai) .......................  215   “  ,

    --- 1941 (Sept.) .....................  145   “  ,

    --- 1942 (Juni) ......................   72   “  ,

             (Okt.) .................. ca.   10   “  .

Angaben aus: Gerd Bergmann, Schicksal der Eisenacher Juden

Allgemein pflegte die jüdische Minderheit Eisenachs zur christlichen Mehrheit ein gutes Verhältnis, zumal die jüdischen Einwohner weitestgehend in das gesellschaftlich-soziale Leben integriert waren. Ihren Lebensunterhalt verdienten die Juden Eisenachs im Handel- und Dienstleistungssektor; von den 20 Geschäften lagen allein sieben in der Karlstraße.

Gewerbliche Zeitungsanzeigen (alle um 1900):

   

Antisemitische Tendenzen in Teilen der Eisenacher Bevölkerung waren bereits Jahrzehnte vor der NS-Zeit spürbar; gegen Ende des 19.Jahrhunderts konnte die „Antisemitische Partei“ bei den Reichstagswahlen im Eisenacher Raum relativ viele Stimmen gewinnen. Während der Zeit der Weimarer Republik kam es in der Stadt Eisenach vereinzelt zu antisemitischen Ausschreitungen, vermutlich begangen von einheimischen Gymnasiasten: Synagogenfenster wurden zerstört, Häuser beschmiert. Mit der NS-Machtübernahme begann auch in Eisenach der staatlich organisierte Antisemitismus; einer der Wortführer war der NSDAP-Kreisleiter Hermann Köhler. Die ‚Aktivisten’ beim Pogrom in Eisenach waren in Arbeitskleidung auftretende SA-Männer, die von Köhler und dem SA-Führer Ernst Frenzel ihre Aufträge erhalten hatten. SA-Männer drangen gewaltsam in jüdische Geschäfte und Wohnungen ein und zertrümmerten vielfach die Inneneinrichtung. Verhaftungen jüdischer Männer schlossen sich an; nach ihrer vorläufigen Internierung in der Turnhalle am Rathenauplatz (heutige Goethestraße) brachte man sie per Bus ins KZ Buchenwald. In der Nacht auf den 10.November 1938 wurde die Eisenacher Synagoge in Brand gesteckt, nur Mauerreste blieben übrig. Kurz zuvor hatten SA- und Hitlerjugend-Trupps das Innere der Synagoge verwüstet. Die Synagogenruine wurden anschließend gesprengt; das Grundstück kam in den Besitz der Stadt.

 

Synagogenruine und deren Abriss (hist. Aufn., Stadtarchiv bzw. Center for Jewish history, NYC, gemeinfrei)

Etwa ein Drittel der Eisenacher Juden war nach 1933 meist in die USA oder nach Palästina emigriert; im Mai 1939 lebten noch 215 Juden in Eisenach. Gegen Ende des Jahres 1939 waren die noch verbliebenen jüdischen Bürger Eisenachs zwangsweise in sog. „Judenhäuser“ zusammengelegt worden; solche Unterkünfte befanden sich in Eisenach u.a. in der Georgenstraße 35/36, Gartenstraße 2a, Karthäuserstr. 48, an der Rennbahn 28, am Schlossberg 10, in der Stolzestraße 5/7. In einer Meldung des Eisenacher Kripochefs Meyer an die Gestapo Weimar von November 1941 hieß es:

„ .. Die Zusammenlegung der Juden ist in Eisenach weiter durchgeführt worden. Anordnungen für noch engere Zusammenlegung sind getroffen. Die Juden haben verschiedentlich durchblicken lassen, daß derartige Maßnahmen in anderen Städten nicht so streng durchgeführt würden wie in Eisenach. ...”

Im Mai 1942 begann die Deportation der Eisenacher Juden; zuvor wurden die noch in Eisenach lebenden jüdischen Bürger auf dem Gelände der Villa des jüdischen Kaufmanns Klebe an der Goethestraße 48 zusammengezogen, später von hier zum Eisenacher Bahnhof abtransportiert und dann ins „Generalgouvernement“ oder nach Theresienstadt deportiert.

„ ... Nach einem ihnen wenige Tage vorher bekanntgegebenen Bescheid wurden die unter 65 Jahre alten Juden ... auf dem Grundstück Goethestraße 48 zusammenberufen, um von da ihren Abtransport anzutreten. ... Den zu evakuierenden Juden wurde gestattet, je 50 kg Expreßgut nach Weimar zu schicken und Handgepäck mitzunehmen. Um 11.06 Uhr führte sie der Zug nach Weimar. Hier wurden sie für einen Tag in einer Halle untergebracht, um am nächsten Tag mit unbekanntem Ziel ostwärts weitertransportiert zu werden.” (aus: Chronik der Stadt Eisenach, Eintrag über den 9.Mai 1942)

                                    

Am Eisenacher Bahnhof am 9.Mai 1942 (aus: Stadtarchiv Eisenach bzw. db.yadvashem.org)

Nach dieser ersten Deportation waren noch 72 Juden in Eisenach verblieben; fast alle - meist alte Menschen - wurden im Herbst 1942 nach Theresienstadt „umgesiedelt“. Insgesamt fast 120 Angehörige der Eisenacher Gemeinde wurden Opfer der Shoa.

Auf dem (neuen) jüdischen Friedhof in Eisenach findet man ca. 80 Grabsteine, die in zehn Reihen auf dem Areal stehen.

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Gräber auf dem neuen jüdischen Friedhof (Aufn. Metilsteiner, 2012, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)

1947 wurde ein Mahnmal am Standort der einstigen Synagoge errichtet. Es besteht aus in den Boden eingelassenen weißen Platten und zeichnet den Grundriss des einstigen Gebäudes nach; an seiner Spitze ist ein Davidstern angebracht. Die dazugehörige Inschrift lautet:

An dieser Stelle verbrannten und verwüsteten am 9.November 1938

Bubenhände die Synagoge der jüdischen Religionsgemeinschaft zu Eisenach.

Der Sockel des Mahnmals war aus Steinen der früheren Synagoge erbaut. Ende der 1990er Jahre wurde die alte Gedenktafel durch neue ersetzt

Diese Gedenktafel ist Teil der Gedenkstätte auf dem Gelände der einstigen Eisenacher Synagoge. Archivfoto: Rossbach Eine daneben befindliche Metallstele trägt den Text:

           Ein Leben. Hauf und Hauf sterben sie. Stehn nie auf. Nie und Nie. Selma Meerbaum-Eisinger 7.Juli 1941

Im Gedenken an die 119 deportierten und ermordeten jüdischen Bürger Eisenachs.

In der Eingangshalle des Eisenacher Bahnhofs erinnert seit 1992 eine Gedenktafel an die von hier ausgehenden Deportationen der Eisenacher Juden:

Zum Gedenken

an den Leidensweg der jüdischen Bürgerinnen und Bürger der Stadt Eisenach

deren Deportation in die nationalsozialistischen Vernichtungslager hier ihren Anfang nahm

Die Stadt Eisenach

An die jüdischen Ärzte Paul Oppenheim und Siegfried Wolff erinnern zwei Straßen in Eisenach. Seit 2009 beteiligt sich Eisenach am sog. „Stolperstein“-Projekt; bislang wurden in den Gehwegen ca. 100 derartige Gedenktäfelchen verlegt (Stand 2018).

Ludwig Spangenthal Stolperstein in Eisenach.jpg Elfriede Spangenthal Stolperstein in Eisenach.jpg Ernst Jochen Spangenthal Stolperstein in Eisenach.jpg Hans-Günther Spangenthal Stolperstein in Eisenach.jpg

verlegt für Angehörige der Familie Spangenthal in der Bahnhofstraße (Aufn. S. Ludwig, 2015, aus: wikipedia.org, CCO)

File:Stolperstein Georgenstraße 35, Eisenach-Hermann Sachs-CTH.JPG File:Stolperstein Georgenstraße 35, Eisenach-Beate Sachs-CTH.JPG File:Stolperstein Georgenstraße 25, Eisenach-Gerhard Stern-CTH.JPG File:Stolperstein Georgenstraße 25, Eisenach-Jenny Stern-CTH.JPG

Vier weitere "Stolpersteine" - verlegt in der Georgenstraße (Abb. aus: wikipedia.org, CCO)

Weitere Informationen:

Germania Judaica, Band II/1, Tübingen 1968, S. 197 – 199 und Band III/1, Tübingen 1987, S. 293/294

Fred Heilbrunn, Geschichte der Eisenacher Juden, in: Nachrichtenblatt der Jüdischen Gemeinden in der DDR, Hefte 9/1970, 12/1970 und Heft 3/1971, Dresden 1970/1971

Harold Hammer-Schenk, Synagogen in Deutschland. Geschichte einer Baugattung im 19. u. 20.Jahrhundert, Hans Christians Verlag, Hamburg 1981, Teil 2, Abb. 284

Herbert Eilers, Die jüdische Gemeinde in Eisenach, in: ‘Wartburgland’ 16/1985, S. 26 - 33

Die Juden in Eisenach - Auf den Spuren einer leidvollen Geschichte, in: Christlicher Hauskalender 1987, Evangelische Verlagsanstalt Berlin

Herbert Eilers, Der jüdische Teil des Eisenacher Friedhofs, in: Wartburgland’ 18/1987, S. 9 - 12

Die Novemberpogrome - Gegen das Vergessen. Eisenach - Gotha - Schmalkalden, Spuren jüdischen Lebens, Hrg. Landesjugendpfarramt der Evang-Lutherischen Kirche Thüringens, Eisenach 1988

Helmut Eschwege, Geschichte der Juden im Territorium der ehemaligen DDR, Dresden 1990, Band II, S. 830 f.

Zeugnisse jüdischer Kultur - Erinnerungsstätten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen, Tourist Verlag GmbH, Berlin 1992, S. 263 - 265

Hermann Kühn, Die Stellung der Juden in Eisenach im Wechsel der Jahrhunderte, in: Heimatblätter des Eisenacher Landes 1992, Eisenach 1993, S. 94 ff.

Ulrike Schramm, Die Judenfrage im Landtag von Sachsen-Weimar-Eisenach. Ein Beitrag zur Geschichte der Emanzipation im sächsischen Großherzogtum in der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts, Magisterarbeit an der FSU Jena, Jena 1993

M.Brocke/E.Ruthenberg/K.U.Schulenburg, Stein und Name. Die jüdischen Friedhöfe in Ostdeutschland (Neue Bundesländer/DDR und Berlin), in: Veröffentlichungen aus dem Institut Kirche und Judentum, Hrg. Peter v.d.Osten-Sacken, Band 22, Berlin 1994, S. 320/321

Gerd Bergmann, Die Pogromnacht am 9.November 1938 in Eisenach, in: Heimatblätter. Zur Geschichte, Kultur und Natur, Folge 55/1995

Helma Bräutigam, Zur Emigration der Eisenacher Juden in der NS-Zeit, in: Zeitschrift für Geschichte, Erziehung, Politik, Band 6/1995, Berlin 1995

Gerd Bergmann, Schicksal der Eisenacher Juden, in: Thomas Bahr (Hrg.), Beiträge zur Geschichte jüdischen Lebens in Thüringen, Zeitschrift des Vereins für Thüringische Geschichte, 29.Beiheft, Jena 1996, S. 163 - 168

Monika Kahl, Denkmale jüdischer Kultur in Thüringen - Kultusgeschichtliche Reihe, Band 2, Hrg. Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege, Leipzig 1997, S. 59 f.

Reinhold Brunner, Die Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der jüdischen Menschen Eisenachs 1938 bis 1942, in: Schriften des Eisenacher Geschichtsvereins, o.J. (1998 ?)

Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus - Eine Dokumentation II, Hrg. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1999, S. 810 f.

Ulrike Schramm-Häder, Jeder erfreuet sich der Gleichheit vor dem Gesetze, nur nicht der Jude. Die Emanzipation der Juden in Sachsen-Weimar-Eisenach (1823 - 1850), in: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen, Kleine Reihe, Band 5, Verlag Urban & Fischer, München/Jena 2001 (basierend auf der Magisterarbeit von 1993)

Aliza Cohen-Mushlin/Harmen Thies, Synagogenarchitektur in Deutschland vom Barock zum ‘Neuen Bauen’, Dokumentation zur Ausstellung, Selbstverlag TU Braunschweig, Fachgebiet Baugeschichte, 2002, S. 87/88

Gabriele Olbrisch, Landrabbinate in Thüringen 1811 - 1871. Jüdische Schul- und Kulturreform unter staatlicher Regie, Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen - Kleine Reihe, Band 9, Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2003, S. 57

Reinhold Brunner, Von der Judengasse zur Karlstraße: Jüdisches Leben in Eisenach, Weimar 2003

Israel Schwierz, Zeugnisse jüdischer Vergangenheit in Thüringen. Eine Dokumentation, hrg. von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Sömmerda 2007, S. 94 – 98

Reinhold Brunner, Juden in der Kommunalpolitik: Das Beispiel der Stadt Eisenach, in: Zwischen Mitgestaltung und Ausgrenzung – Schriften zur Geschichte des Parlamentarismus in Thüringen, Band 26/2007, S. 59 - 89

Reinhold Brunner, Jüdische Ärzte am Fuß der Wartburg: Schicksale unter dem Hakenkreuz, in: Ärzteblatt Thüringen, Band 19/2008, S, 110 – 112

Monika Gibas, „Ich kam als wohlhabender Mensch nach Erfurt und ging als ausgeplünderter Mensch davon“ – Schicksale 1933 – 1945, hrg. von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Erfurt 2008, S. 93 – 104 (Fam. Kirchheimer aus Eisenach)

Carsten Liesenberg/Harry Stein (Bearb.), Deportation und Vernichtung der Thüringer Juden 1942 – Quellen zur Geschichte Thüringens, Hrg. Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Erfurt 2012

Reinhold Brunner (Bearb.), Stolpersteine in Eisenach - Erinnerungen an das jüdische Leben und Sterben in der Wartburgstadt, hrg. vom Eisenacher Geschichtsverein/Stadt Eisenach, Eisenach 2012 (Anm.: mit Kurzbiographien der betroffenen Personen)

Eisenach, aus: alemannia-judaica.de (mit zahlreichen Zeitungsberichten u. Dokumenten)

Norman Meißner (Red.), In Eisenach gibt es mittlerweile 90 Stolpersteine, in: „Thüringische Landeszeitung - Eisenacher Presse“ vom 20.3.2014

Norman Meißner (Red.), Stolpersteine erinnern in Eisenach in Deportierte, in: „Thüringische Landeszeitung - Eisenacher Presse“ vom 5.5.2016

Auflistung der in Eisenach verlegten Stolpersteine, online abrufbar unter: wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_Eisenach

N.N. (Red.), Eisenach: Stolpersteine erinnern an jüdische Mitbürger, in: „Thüringer Allgemeine“ vom 10.10.2018