Kippenheim (Baden-Württemberg)

Bildergebnis für kippenheim baden-Württemberg Die heute zum Ortenau-Kreis gehörende Kommune Kippenheim mit derzeit ca. 5.100 Einwohnern liegt nur wenige Kilometer südwestlich von Lahr/Schwarzwald (Karte aus: suche-postleitzahl.org).

Der Ort Kippenheim unterstand bis 1809 den Markgrafen von Baden-Baden. Sie verfolgten zunächst eine restriktive Judenpolitik, sodass bis in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges jüdischen Familien jeglicher Zuzug nach Kippenheim verwehrt war. Erst ab Mitte des 17.Jahrhunderts durften sich die ersten jüdischen Bewohner in Kippenheim niederlassen. Allerdings war die Zahl der schutzberechtigten Juden vom Landesherrn begrenzt worden; so lebten in den 1680er Jahren nur vier Familien im Ort. Ihren Lebensunterhalt verdienten sie vorwiegend als Kleinkrämer und Händler; neben dem Viehhandel waren einige Kippenheimer Juden später im Stoff- und Gewürzhandel tätig.

Der älteste, um 1750 eingerichtete Betsaal befand sich an der höchsten Erhebung des „Judengässle“ - im Volksmund auch „Zionsberg“ genannt. Als das Bethaus einzustürzen drohte, wurde Ende des 18.Jahrhunderts dort eine zweite Synagoge gebaut. Die stark anwachsende Gemeinde ließ 1850/1851 in der Poststraße einen Neubau im neuromanischen Stile errichten. Bereits ein Jahrzehnt zuvor hatten Gemeindemitglieder eine Synagogenbaukasse ins Leben gerufen, um den Neubau zu finanzieren. Das nach Plänen des Freiburger Architekten Georg Jakob Schneider errichtete Gotteshaus wurde im Januar 1852 feierlich eingeweiht, die alte Synagoge nun geschlossen.

Planskizzen des Synagogen-Neubaues (Abb. aus: wikipedia.org)

*Anm.: Georg Jakob Schneider entwarf auch die Synagogen der jüdischen Gemeinden in Altdorf, Rust, Ihringen, Müllheim und Freiburg.

                    Synagoge in Kippenheim (hist. Aufn., um 1930)

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20220/Kippenheim%20Israelit%2017101877.jpg  http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20220/Kippenheim%20Israelit%2009011919.jpg

Stellenangebote der Kippenheimer Gemeinde in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17.Oktober 1877 und vom 9.Januar 1919

Bis in die 1870er Jahre besuchten die Kinder jüdischer Familien die eigene Elementarschule. Ab 1874 existierte dann auch in Kippenheim eine Simultanschule unter staatlicher Aufsicht, die von allen Kindern – unabhängig von ihrer Konfession - besucht wurde. Nach Auflösung der Konfessionsschule erhielten die jüdischen Kinder ihren Religionsunterricht im Haus des jüdischen Lehrers/Kantors Obere Hauptstraße 15.

Verstorbene Gemeindeangehörige wurden auf dem nahen Verbandsfriedhof in Schmieheim begraben, der heute zu den größten Art in Südwestdeutschland zählt. [vgl. Schmieheim (Baden-Württemberg)]

Seit 1790 gehörte Kippenheim zum Rabbinat Schmieheim, nach 1890 dann zum Rabbinat Offenburg.

Juden in Kippenheim:

        --- 1684 ............................   4 jüdische Familien,  

    --- um 1725 .........................   7   “        “     ,

    --- um 1770 .........................  10   “        “     ,

    --- 1793 ............................  11   “        “     ,

    --- 1801 ............................  70 Juden,

    --- 1825 ............................ 159   “  (ca. 8% d. Bevölk.),

    --- um 1850 .........................  35 jüdische Familien,

    --- 1864 ............................ 265 Juden,

    --- 1875 ............................ 305   “  (ca. 16% d. Bevölk.),

    --- 1900 ............................ 272   “  ,

    --- 1910 ............................ 187   “  (ca. 11% d. Bevölk.),

    --- 1925 ............................ 153   “  ,

    --- 1933 ............................ 144   “  (ca. 8% d. Bevölk.),

    --- 1939 ........................ ca.  45   “  ,

    --- 1941 ............................  keine.

Angaben aus: Schicksal und Geschichte der jüdischen Gemeinden Ettenheim - Altdorf - Kippenheim - ..., S. 441

Im Laufe des 18.Jahrhunderts war die Zahl der jüdischen Gemeindemitglieder kontinuierlich angestiegen und erreichte um 1870/1880 mit mehr als 300 Personen den Höchststand; 15 % der Einwohnerschaft der Kleinstadt Kippenheim waren somit Juden. Trotz der in den folgenden Jahrzehnten deutlich gesunkenen Mitgliederzahl bildeten die Kippenheimer Juden immer noch eine der größten jüdischen Landgemeinden in Baden. Im Laufe der Zeit konnten sich die Juden Kippenheims in die christliche Gesellschaft weitgehend integrieren und nahmen am Vereinsleben des Ortes aktiv teil; dies mag auch Beleg dafür sein, dass der aufkommende Antisemitismus in den 1880/1890er Jahren keine Resonanz in Kippenheim erfuhr. Auch die Hetze der Rechten während der Jahre der Weimarer Republik war hier wenig erfolgreich. Die in Kippenheim ansässigen jüdischen Familien spielten im Wirtschaftsleben der Kleinstadt eine gewichtige Rolle - bis zur NS-Machtübernahme.

Anfang der 1930er-Jahre gab es in Kippenheim die folgenden im jüdischen Besitz stehenden  Gewerbebetriebe: Gasthaus "Badischer Hof" mit koscherer Metzgerei (Poststraße), Schuhgeschäft Alfred Auerbacher (Bahnhofstraße), Textilhandlung Berthold Auerbacher (Poststraße), die Viehhandlungen Hermann Auerbacher (Bahnhofstraße), Jakob Auerbacher (Poststraße), Josef Auerbacher (Bachgasse), Max Auerbacher (Obere Hauptstraße), David Wertheimer (Untere Hauptstraße) und Leopold Wertheimer (Bahnhofstraße); weiterhin die Gemischtwarenhandlungen Salomon Auerbacher (Bergstraße) u. Siegfried Auerbacher (Querstraße), die Bäckerei Salomon Bauer (Poststraße), die Wein- und Spirituosenhandlung Flora u. Nathan Durlacher (Obere Hauptstraße), die Tabakwarengroßhandlung Max Valfer (Poststraße), die Textilhandlung Oskar u. Hugo Wachenheimer (Untere Hauptstraße), die Lederhandlung Fritz Weil (Obere Hauptstraße), die Metzgereien Abraham Wertheimer (Friedhofstraße), Hermann Wertheimer (Poststraße) und Julius Wertheimer (Obere Hauptstraße), die Getreide-, Mehl- und Futtermittelhandlung Eugen Wertheimer (Bahnhofstraße), Eisenhandlung Hermann Wertheimer (Untere Hauptstraße) und die Textil- und Stoffhandlung Poldi Wertheimer (Obere Hauptstraße).

  eine Geschäftsanzeige von 1892

Im Jahre 1933 lebten noch knapp 150 jüdische Bewohner am Ort. Der Boykottaufruf am 1.4.1933 wurde in Kippenheim nur sehr zögerlich befolgt. Doch in den folgenden Jahren setzte der nur aus NSDAP-Mitgliedern bestehende Gemeinderat konsequent antijüdische Anordnungen durch. Die Lage der jüdischen Händler und Gewerbetreibenden verschlechterte sich ab 1935 deutlich; 1936 gaben alle jüdischen Viehhändler Kippenheims ihren Handel auf. Im Jahre 1937 emigrierten 26 Kippenheimer Juden; noch vor dem Novemberpogrom von 1938 verließen weitere 19 Personen ihre Heimatgemeinde; die meisten fanden in den USA Asyl.

Eine HJ-Abteilung der nahen Gebietsführerschule Lahr war dafür verantwortlich, dass während des Novemberpogroms die Inneneinrichtung der Synagoge völlig zerstört wurde; den Befehl zur Zerstörung hatte der Lahrer Kreisleiter Burk gegeben. Jugendliche waren am Morgen des 10.November 1938 vor der Kippenheimer Synagoge aufmarschiert, in der sich gerade die jüdischen Männer zum Gottesdienst zusammengefunden hatten. Unter Spottrufen wurden die Juden auf die Straße gezerrt und zum Rathaus getrieben. Zusammen mit denen aus dem nahen Altdorf wurden die Männer einem Gestapo-Kommando übergeben, das sie ins KZ Dachau verbrachte.

                                    zerstörter Synagogeninnenraum Nov. 1938 (Stadtarchiv)

Anm.: Während der Kriegsjahre diente das Synagogengebäude als Kriegsgefangenenunterkunft; ab den 1950er Jahren war es Lagerraum für landwirtschaftliche Produkte.

In den Wochen nach der „Reichskristallnacht“ wurden die restlichen jüdischen Unternehmen „arisiert“ bzw. liquidiert. Um ihren Lebensunterhalt einigermaßen zu sichern, hatten einige Kippenheimer Juden bei Bauern Anstellung gefunden; doch der Bürgermeister veranlasste, diese Arbeitsverhältnisse auszusetzen und die Juden für Arbeiten der Gemeinde einzusetzen.

Der NSDAP-Kreisleiter unterstützte diese Forderung in einem Schreiben an das Arbeitsamt Lahr:

„ ... Diejenigen Bauern, die heute noch Juden zur Arbeit in ihrem Hause aufnehmen, sind diejenigen, die diese Juden von früher sehr gut kennen, mit ihnen Geschäfte gemacht haben und womöglich noch Schulden bei den Juden haben, denn ein anständiger deutscher Bauer, der nur einen Dunst von Nationalsozialismus in sich aufgenommen hat, wird niemals einen Juden in sein Haus aufnehmen. Es fehlt nur noch, daß die Juden auch dort noch übernachten ...“

Mit der Deportation von ca. 30 Kippenheimer Juden nach Gurs endete jegliches jüdisches Leben in Kippenheim.

  Deportation aus Kippenheim, Oktober 1940 (Archiv)

Von den 144 im Januar 1933 in Kippenheim lebenden Juden überlebten 113 Juden die NS-Zeit; 31 fielen dem NS-Terror zum Opfer.

Bei dem 1948 durchgeführten Kippenheimer Synagogenbrandprozess wurde der ehemalige NSDAP-Kreisleiter Burk zu einer kurzen Haftstrafe verurteilt.

In den Jahrzehnten nach dem Kriege änderte sich durch zahlreiche Umbauten das Aussehen des ehemaligen Synagogengebäudes völlig. Anfang der 1980er Jahre wurde es als „Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung“ eingestuft und in das Restaurierungsprogramm des Landes Baden-Württemberg aufgenommen; die umfangreiche Außensanierung war Ende der 1980er Jahre abgeschlossen; dabei wurde auch die Fassade wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt, indem man die beiden Türme und den Giebel mit seiner Rosette wieder erschuf. Im Zuge der baulichen Maßnahmen wurde im unterkellerten Bereich ein Ritualbad entdeckt.

Das Synagogengebäude ist seit September 2003 der Öffentlichkeit zugänglich, nachdem ein Jahr zuvor mit der kostenintensiven Innensanierung begonnen worden war. In der Vorhalle ist eine kleine Gedenkstätte für die ehemalige jüdische Gemeinde von Kippenheim eingerichtet worden. Träger der Einrichtung ist der „Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim e.V.” Auf den beiden Emporen ist die neu eingerichtete Dauerausstellung zur „Geschichte und Kultur der Ortenauer Landjuden“ untergebracht.

Bereits 1998 war im Foyer der Synagoge eine Gedenktafel für die Kippenheimer Opfer des Holocaust angebracht worden.

       Synagoge nach Außenrestaurierung (Aufn. Krüger, 2004)

 Blick durch die Rosette auf die Dächer Kippenheim (Aufn. aus: sdr.de)

Im September 2014 fanden nun erstmals wieder jüdische Gottesdienste in den historischen Mauern der Kippenheimer Synagoge statt. Eingeladen hatten die Egalitäre Jüdische Gemeinde Gescher aus Freiburg und der Förderverein Ehemalige Synagoge; gefeiert wurde der höchste jüdische Feiertag: Jom Kippur – der Tag der Versöhnung. Künftig sollen an hohen Feiertagen weitere Gottesdienste hier abgehalten werden.

Bei Renovierungsarbeiten zu Anfang der 1990er Jahre entdeckte der Kippenheimer Metzgermeister Hans Höfer zahlreiche Dokumente, die vom früheren jüdischen Besitzer des Hauses stammen und einen Einblick in das Leben und Wirken einer jüdischen Geschäftsfamilie gestatten. Nach restauratorischen Maßnahmen steht der umfangreiche „Höfer“-Fund nun der Forschung zur Verfügung.

  Ein vom Evang. Jugendkreis Kippenheim geschaffener Memorialstein, der an die Deportationen von 1940 nach Gurs erinnert, wurde im Herbst 2007 vor dem Gebäude der ehemaligen Synagoge aufgestellt; eine Doublette dieses Steines fand ihren Platz auf dem Gelände der zentralen Gedenkstätte für die deportierten badischen Juden in Neckarzimmern (Abb. aus: mahnmal-neckarzimmern.de).

Seit 2005/2006 erinnern an mehreren Standorten in Kippenheim sog. "Stolpersteine" an Wohnstätten deportierter/ermordeter jüdischer Bewohner.

 

Stolpersteine für die beiden Ehepaare Auerbacher, Bergstraße (Aufn. L., 2014, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)

In der Nähe von Kippenheim befindet sich der große jüdische Verbandsfriedhof Schmieheim, der sich in einem guten Zustande befindet; seine Pflege liegt in den Händen der Kommune Kippenheim-Schmieheim.

 Juedischer Friedhof Schmieheim 2 nebel.jpg

jüdischer Friedhof Schmieheim-Kippenheim (beide Aufn. F., 2005, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)

[vgl. Schmieheim (Baden-Württemberg)]

  Selma Stern-Täubler (geb. 1890) wuchs in Kippenheim auf; sie besuchte als erstes Mädchen das Großherzogliche Badische Gymnasium in Baden-Baden. Nach ihrem Abitur studierte sie Geschichte, promovierte 1913 in München und war eine der ersten deutschen Historikerinnen. Seit 1920 war sie an der Akademie für die Wissenschaft des Judentums in Berlin tätig. 1941 emigrierte sie – via Schweden - in die USA und war dort als Archivarin der amerikanischen Jüdischen Archive tätig. Im Jahr 1960 übersiedelte sie nach Basel/Schweiz und lebte dort bis zu ihrem Tod im Jahr 1981. Zu ihren Werken zur jüdischen Geschichte zählen „Jud Süß“ (erschienen 1929), „The Court Jew - Der Hofjude im Zeitalter des Absolutismus“ (erschienen 1950/2001) und „Der preußische Staat und die Juden“. 

  Inge Auerbacher, geb. 1934 in Kippenheim, verarbeiteteihre Erfahrungen als Überlebende der Shoa in mehreren Büchern, die in verschiedene Sprachen übersetzt wurden. Als Siebenjährige wurde sie mit ihren Eltern nach Theresienstadt deportiert; sie überlebte und emigrierte 1946 in die USA. Sie studierte Chemie und arbeitete fast vier Jahrzehnte lang als Chemikerin in Forschung und Praxis. Ihre Heimatstadt Kippenheim lobt seit 2001 den Inge-Auerbacher-Preis aus, der an Studenten und Institutionen vergeben wird, die sich für Toleranz und Menschenrechte einsetzen. Anlässlich ihres Besuches in Kippenheim 2010 wurde an ihrem Geburtshaus in der Poststraße eine Gedenktafel angebracht.

  Der in Kippenheim gebürtige Stefan (Stef) Wertheimer (geb. 1926) - Angehöriger einer seit der zweiten Hälfte des 18.Jahrhunderts in Kippenheim ansässigen jüdischen Großfamilie - emigrierte im Alter von zehn Jahren mit seiner Familie nach Palästina. Er gehört zu den wichtigsten Wirtschaftspionieren und bedeutendsten Industriellen des Staates Israel. Der zum Milliardär aufgestiegene Stef Wertheimer hatte in den 1980er Jahren eine beträchtliche Summe für den Rückkauf und die Sanierung des Kippenheimer Synagogengebäudes bereitgestellt. Für seine vielfältigen Verdienste erhielt er 2008 die Buber-Rosenzweig-Medaille.

Weitere Informationen:

F.Hundsnurscher/G.Taddey, Die jüdischen Gemeinden in Baden - Denkmale, Geschichte, Schicksale, Hrg. Archivdirektion Stuttgart, Kohlhammer Verlag, Stuttgart 1968, S. 153- 156

Joachim Hahn, Synagogen in Baden-Württemberg, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1987, S. 77 f.

Joachim Hahn, Erinnerungen und Zeugnisse jüdischer Geschichte in Baden-Württemberg, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1988, S. 406 - 408

Historischer Verein für Mittelbaden e.V. (Hrg.), Schicksal und Geschichte der jüdischen Gemeinden Ettenheim - Altdorf - Kippenheim - Schmieheim - Rust - Orschweier, Ettenheim 1988, S. 322 ff.

Dieter Weis, Synagogen im ehemaligen Amtsbezirk Ettenheim: Ettenheim, Altdorf, Kippenheim, Schmieheim und Rust, in: Schicksal und Geschichte der jüdischen Gemeinden 1938 - 1988, Ettenheim 1988, S. 68 - 157

Jürgen Stude, Geschichte der jüdischen Gemeinde Kippenheim, in: Schicksal und Geschichte der jüdischen Gemeinden Ettenheim, Altdorf, Kippenheim, Schmieheim, Rust, Orschweier, Hrg. Historischer Verein Mittelbaden, Ettenheim 1988

Inge Auerbacher, Ich bin ein Stern. Autobiographie einer jüdischen Frau aus Kippenheim, o.O. 1990

Jürgen Stude, Ein Gang durch das jüdische Kippenheim, Lahr 1993

Franz-Josef Ziwes (Hrg.), Badische Synagogen aus der Zeit von Großherzog Friedrich I. in zeitgenössischen Photographien, G. Braun Buchverlag, Karlsruhe 1997, S. 48/49

Robert Krais/Martin Gross, ‘Wer die Erinnerung verlieret, hat keine Orientierung’., in: Kippenheimer Ortschronik 1997, S. 82 - 89 (Bericht zu Fotos vom Abtransport der Juden aus Kippenheim)

Gedenkstätten in Baden-Württemberg, Hrg. Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, 1998, S. 36

Uwe Schellinger, Einladung zu einem Rundgang - jüdisches Kippenheim, Haigerloch 1999

www.ehemalige-synagoge-kippenheim.de

Klaus Kreppel, Die Galiläer aus Kippenheim, in: Die Ortenau. Veröffentlichungen des Historischen Vereins für Mittelbaden 81/2001, S. 487 - 510

Ulrich Baumann, Zerstörte Nachbarschaften. Christen und Juden in badischen Landgemeinden 1862 - 1940, in: Studien zur jüdischen Geschichte Band 7, Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2001

Konrad Pflug/Uwe Schellinger (Hrg.), Gedächtnis aus Stein - Die Synagoge Kippenheim 1852 – 2002, im Auftrag des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim e.V., Ubstadt - Weiher 2002

Uwe Schellinger, Wein, Wohltätigkeit und sozialer Aufstieg: Die Geschichte der jüdischen Familie Durlacher aus Kippenheim, in: Die Ortenau. Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden 85/2005, S. 375 – 400

Marina Sassenberg, Selma Stern – erste Frau in der Wissenschaft des Judentums, in: „Jüdische Miniaturen“ 30/2005

Gardy-Käthe Ruder, Holocaust im Gedächtnis einer Puppe. Unterwegs auf Lebensspuren von und mit Inge Auerbacher, Deutscher Wissenschaftsverlag, Baden-Baden 2005

Uwe Schellinger, Eine Gedenkstätte für die Ortenau: Die Ehemalige Synagoge Kippenheim, in: Orte des Gedenkens und Erinnerns in Baden-Württemberg, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, 2007, S. 202 – 207

Uwe Schellinger, „Der Kippenheimer Höfer-Fund“. Quellen zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Ortenauer Landjudentums im 19. Jahrhundert, in: Die Ortenau. Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden 87/2007, S. 463 - 480

Joachim Hahn/Jürgen Krüger, “Hier ist nichts anderes als Gottes Haus ...” Synagogen in Baden-Württemberg, Teilband 2: Orte und Einrichtungen, Konrad Theiss Verlag GmbH, Stuttgart 2007, S. 244 – 247

Uwe Schellinger, Religionsgeschichte als Familiengeschichte: Die Chewra Kadischa in Kippenheim, in: Die Ortenau. Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden 88/2008, S. 133 – 146

Lina-Mareike Dedert, Badisches Landjudentum am Beispiel der Familie Weill zur Mitte des 19.Jahrhunderts, Magisterarbeit im Historischen Seminar der Universität Freiburg, Freiburg 2008

Lina-Mareike Dedert, Waren für die Weills: eine Untersuchung der Lieferantenstruktur der Eisenwarenhandlung Weill aus Kippenheim anhand des "Höfer-Fundes", in: Die Ortenau. Zeitschrift des Historischen Vereins für Mittelbaden 88/2008, S. 315 - 332

Inge Auerbacher, Ich bin ein Stern. Eine autobiographische Erzählung, übersetzt aus dem Amerikanischen, 2010

Kurt Salomon Maier, „Unerwünscht. Kindheits- und Jugenderinnerungen eines jüdischen Kippenheimers“, hrg. von der Evangelischen Landeskirche in Baden – Arbeitsstelle Frieden, Verlag regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2011

Kippenheim (Ortenaukreis), in: alemannia-judaica.de (mit zahlreichen Text- und Bilddokumenten zur jüdischen Ortshistorie)

Jürgen Stude, Dies ist nichts als das Haus Gottes" - Führer durch die ehemalige Synagoge Kippenheim, hrg. vom Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim e.V., Verlag regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2012

Christiane Twiehaus, Synagogen im Großherzogtum Baden (1806-1918). Eine Untersuchung zu ihrer Rezeption in den öffentlichen Medien, in: Schriften der Hochschule für jüdische Studien Heidelberg, Heidelberg 2012, S. 61 - 67

Homepage des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim e.V., unter: ehemalige-synagoge-kippenheim.de (mit aktuellen Themen/Veranstaltungen)

Kippenheim mit Ortsteil Schmieheim (Hrg.), Projekt "Stolpersteine" nun auch in Kippenheim, online abrufbar unter: kippenheim.de/kultur-bildung/Stolpersteine.php

Auflistung der in Kippenheim verlegten Stolpersteine, online abrufbar unter: wikipedia.org/wiki/Stolpersteine_in_Kippenheim

www.swr.de/swr2/stolpersteine/orte/akustische-stolpersteine-kippenheim

Gedenktafeln für jüdische Persönlichkeiten – Erinnerungsprojekt von Gardy-Käthe Ruder, online abrufbar unter: kippenheim.de

Karl Kopp, Das Kippenheimer Lied. Eine badische Volksschule und ihre israeltitischen Kinder, hrg. vom Förderverein ehemalige Synagoge Kippenheim, seitenweise-Verlag Bühl 2017

Julia Göpfert (Red.), Im Kampf gegen das Vergessen, in: "Lahrer Zeitung" vom 4.4.2018

D.Petri/B. Rottenecker/J.Stude (Red.), Jüdisches Leben in der Ortenau, hrg. vom Förderverein Synagoge Kippenheim, 2018