Plauen/Vogtland (Sachsen)

Vogtlandkreis Karte Plauen ist mit derzeit ca. 66.000 Einwohnern die Kreisstadt des Vogtlandkreises - ca. 40 Kilometer südwestlich von Zwickau unweit der Grenze zu Tschechien gelegen (Karte aus: ortsdienst.de/sachsen/vogtlandkreis/).

Dass es in Plauen Juden gab, lässt sich urkundlich seit Beginn des 14.Jahrhunderts nachweisen; die Anwesenheit von Juden in der Stadt ist erstmals durch einen Ehekontrakt aus dem Jahr 1308 belegt. Nach 1340 existierte hier eine jüdische Gemeinde mit eigenem Friedhof, deren Angehörige vor allem in der „Jüdengasse“, der heutigen Nobelstraße, lebten. Über Verfolgungen in Plauen zur Zeit der Pestpogrome 1348/1349 liegen keine Angaben vor. Im Jahre 1361 erhielten die Plauener Juden einen kollektiven Schutzbrief von Kaiser Karl IV., König von Böhmen, der durch eine gemeinsame Steuer erkauft werden musste. Laut dieser Urkunde nahm Karl IV. die Juden zu Plauen in seinen und des Reiches Schutz und sicherte allen den „juden und cristen, dy in der stat zu Plawen gesessen und wonhaff sind oder werden“ die Rechte und Freiheiten zu, die andere Juden im Königreich Böhmen schon besaßen.

Um 1465 kam Plauen unter die Herrschaft der Wettiner (Kursachsen). Der "Judenzins" wurde nun im Laufe der Jahre immer mehr erhöht. Dies war vermutlich auch der Grund, dass die meisten jüdischen Familien das Amt Plauen verließen (Pogrome oder gewaltsame Vertreibungen sollen nicht zur Abwanderung geführt haben).

Während der folgenden Jahrzehnte hielten sich nur noch wenige jüdische Familien in Plauen auf; diese wurden 1543 durch den Kurfürsten Moritz von Sachsen endgültig vertrieben, der ein Niederlassungsverbot von Juden in seinem Herrschaftsgebiet erlassen hatte (Ausnahmen galten nur für Dresden und Leipzig).

Aus dem 15.Jahrhundert stammen Hinweise auf einen jüdischen Friedhof, der außerhalb der Stadtmauer vor dem Straßberger Tor lag; nach der Vertreibung der Juden aus der Stadt wurde der „Judengarten“ - im Erbbuch von 1520 als „Judenacker“ und im Totenbuch der Kirche 1731 als „Jüdenhof „ bezeichnet - vermutlich zerstört.

Ansicht von Plauen gegen Mitte 19.Jahrhundert (Abb. aus: wikipedia.org, gemeinfrei)

Erst 400 Jahre später gründete sich erneut eine jüdische Gemeinde in Plauen, was sicherlich auch am industriellen Aufschwung der Stadt lag. So ließen sich ab 1870 vermehrt jüdische Familien aus allen Teilen Deutschlands, aber auch aus Ost- und Südosteuropa, in Plauen nieder. Sie trugen mit ihrem wirtschaftlichen Engagement zum Aufblühen der sich entwickelnden Großstadt bei.

1884 wurde in Plauen die „Israelitische Vereinigung” gegründet, die alsbald in „Israelitische Gemeinde” umbenannt wurde; eines ihrer Gründungsziele war es, den jüdischen Kindern Religionsunterricht zu ermöglichen. Erster Vorsteher der neuen Gemeinde war Julius Mainzer.

Jüdische Gottesdienste fanden in n einem Saal der Gaststätte „Zur Pyramide” statt, an denen auch Juden der nahen Orte Hof, Greiz, Zwickau und Werdau teilnahmen. Danach verlegte man den Betraum in ein Gebäude der Blumenstraße. Als dieser den Ansprüchen der wachsenden Gemeinde nicht mehr genügte, wurde in einem ehemaligen Fabrikgebäude in der Schillerstraße ein größerer Synagogenraum eingerichtet. Orthodoxe Gottesdienste wurden in einem Betsaal in der Wettiner Straße, später in der Alaunstraße abgehalten. 1930 wurde das Israelitische Gemeindehaus mit Synagoge in der SenefelderStraße/Ecke Engelstraße eingeweiht; das Gebäude, ein vom Architekten Fritz Landauer entworfener kubischer Baukörper, war eines der letzten jüdischen Kultusbauten unmittelbar vor der NS-Herrschaft. Der bisherige Synagogenraum wurde seitdem von den chassidischen Juden genutzt.

 

Jüdisches Gemeindehaus mit Synagoge (links: hist. Postkarte  -  rechts: virtuelle Rekonstruktion, TU Darmstadt)

Anmerkungen: Die von 1928 bis 1930 erbaute Synagoge in Plauen zählte zu den Hauptwerken des modernen Sakralbaus in der Weimarer Republik; sie war eine Schöpfung des Münchner Architekten Fritz Landauer. In Ausstattung, Licht- und Raumwirkung der Augsburger Synagoge verwandt, war die Plauener Synagoge in Formen, Materialien und Techniken eine der ersten Synagogen, die der Architektur des „Neuen Bauens“ entsprach. Landauer emigrierte 1934 mit seiner Familie nach London.

Bereits 1898/1899 hatte die Israelitische Gemeinde auf einem vom Rittergutsbesitzer Klopfer  angekauften Gelände am nördlichen Stadtrand (auf Kauschwitzer Flur Richtung Oberjößnitz) ihren Begräbnisplatz mit einem kleinen Taharahaus angelegt; seitdem wurden dort verstorbene Juden aus dem gesamten Vogtland bestattet. 

Der Plauener Gemeinde waren die jüdischen Einwohner von Falkenstein, Reichenbach, Bad Brambach, Oelsnitz und anderen Ortschaften angeschlossen.

Juden in Plauen:

        --- um 1880 .........................   15 jüdische Familien,

    --- 1890 ............................  104 Juden,

    --- 1895 ............................  146   “  ,

    --- 1907 ........................ ca.  600   “  ,

    --- um 1910/12 .................. ca.  750   “  ,*

    --- 1929 ............................  836   “  ,*

    --- 1933 ............................  652   “  ,*

    --- 1934 ............................  360   “  ,

    --- 1937 ............................  304   “  ,

    --- 1938 (Febr.) ....................  360   “  ,*   * Gemeindebezirk Plauen

             (Dez.) .....................   98   “  .

Angaben aus: Hannes Schmidt, Zur Geschichte der Israelitischen Religionsgemeinde Plauen i.V., Plauen 1988

 Klostermarkt in Plauen (hist. Aufn. um 1900, Stadtarchiv)

Um die Wende zum 20. Jahrhundert besaß Plauen ca. 200 jüdische Einwohner, die vorwiegend in der Textilbranche und im Handel arbeiteten. Es entstanden bekannte Unternehmen, wie das Kaufhaus Gottheil, die Spitzenfabrikation der Gebrüder Lay und eine Filiale der Kaufhausgruppe Tietz.

Bereits in den 1920er Jahren kam es in Plauen wiederholt zu antisemitisch motivierten Vorfällen, zu vereinzelten Geschäftsboykotten, Tätlichkeiten gegenüber jüdischen Gemeindemitgliedern und Friedhofsschändungen. Damit ging die Saat auf, die das rechtsnationale Wochenblatt „Völkische Nachrichten für Westsachsen” mit seiner systematisch betriebenen Hetze gegen die Plauener Juden gelegt hatte. Besonders ab Mitte der 1920er Jahre häuften sich die antijüdischen Aktionen. Mit aller Kraft versuchte der damalige Gemeindevorsteher Dr. Isidor Goldberg diese Angriffe publizistisch abzuwehren. Das neue Gemeindezentrum war nach Fertigstellung vorrangiges Ziel weiterer antisemitischer Übergriffe.

Nach der NS-Machtübernahme begann der offene Terror in Plauen, das sich zu einer Hochburg der NSDAP entwickelt hatte; der Spitzenfabrikant Martin Mutschmann führte die NSDAP in Plauen an und fungierte alsbald als Reichsstatthalter und Gauleiter in Sachsen. 

Am 8. März 1933 kam es zu ersten Verhaftungen von Juden; so wurde der Stadtverordnete und Vorsteher der israelitischen Religionsgemeinde Isidor Goldbergs „in Schutzhaft“ genommen; ebenfalls ging man gegen den jüdischen Landgerichtsdirektor Kurt Cohn vor. SA-Mitglieder begannen bereits zu diesem Zeitpunkt mit ihren „Aktionen“ wie Beschmieren von Schaufenstern mit antijüdischen Parolen und offenen Gewalttätigkeiten. Diese Vorgänge verstärkten den Druck auf die jüdische Gemeinde und ihre Mitglieder; Folge war das engere Zusammenrücken der Gemeindeangehörigen und deren zunehmende Abwanderung aus Plauen.

Am 1.4.1933, dem Tag des reichsweiten Boykott jüdischer Geschäfte, ermordeten SA-Angehörige in Plauen einen jüdischen Handelsvertreter. Im Gefolge der der Boykottkampagne wurden die jüdischen Geschäftsinhaber Plauens gezwungen, eine Erklärung abzugeben, in der sie sich von den im Ausland verbreiteten "Greuelmärchen über die Verfolgung der deutschen Juden" distanzieren mussten; zudem wurden in den Folgejahren ihre Geschäfte/Unternehmen - nach der Erfassung des "jüdischen Eigentums" der „Arisierung“ zugeführt.

Im Vorfeld des Novemberpogroms wurden in Plauen in der Nacht vom 28./29.Oktober 1938 etwa 60 Plauener Juden mit polnischer Staatsangehörigkeit verhaftet; über Chemnitz wurden sie in einem Sondertransport nach Beuthen verbracht, wo sie - zusammen mit vielen anderen - über das Niemandsland an der deutsch-polnischen Grenze nach Polen abschoben wurden.

Die „Reichskristallnacht“ war auch in Plauen der vorläufige Höhepunkt antijüdischer NS-Politik: In den frühen Morgenstunden des 10.November 1938 wurde das neu erbaute Gemeindehaus mit Synagoge an der Senefelder Straße in Brand gesetzt; SA- bzw. SS-Angehörige demolierten Wohnungen und Geschäfte jüdischer Bewohner. Nur Stunden später wurden alle männlichen Juden über 14 Jahre festgenommen und ins hiesige Untersuchungsgefängnis gebracht, wo sie einige Tage zubringen mussten; von hier verfrachtete man einen Teil von ihnen ins KZ Buchenwald, die jüngeren unter ihnen wurden freigelassen.

                   Im „Vogtländischen Anzeiger” vom 10.11.1938 hieß es:

... Die Nachricht vom Ableben des Gesandtschaftsrates vom Rath hat auch in unserer Stadt tiefe Erregung ausgelöst. Die Folge davon war, daß in den frühen Morgenstunden an einigen jüdischen Ladengeschäften die Schaufenster eingeworfen und die Ladeneinrichtungen zum Teil zerstört wurden. Kurz nach 7 Uhr wurde die Feuerlöschpolizei zur Löschung eines Brandes, der in der Synagoge ausgebrochen war, gerufen. Im Laufe des Vormittags wurde auch eine Anzahl von Juden in Polizeigewahrsam genommen.

Flammen schlagen aus der Plauener Synagoge. Das 1930 erbaute Gebäude von Architekt Fritz Landauer wird am 10. November 1938 zerstört. Die Nazis hatten es angezündet. Brennendes Gemeindehaus (Foto Curt Röder, aus: "Freie Presse" 24.10.2018)

Nach Kriegsausbruch wurden die etwa 90 noch in Plauen lebenden Juden zwangsweise in „Judenhäuser“ eingewiesen; diese befanden sich in der Karlstraße 10 und 14, Karolastraße 80, Pestalozzistraße 67, Albertstraße 18 und Rädelstraße 24. Danach begannen die Deportationen, vor allem nach Theresienstadt; eine der letzten ging noch Mitte Februar 1945 ab. Von den Anfang der 1930er Jahre in Plauen ansässigen Juden sollen mehrere hundert (?) in den Vernichtungslagern ums Leben gekommen sein.

Nach Kriegsende kehrten nur neun jüdische Überlebende aus Theresienstadt ins völlig zerstörte Plauen zurück, u.a. auch David Stiefel, der maßgeblich an der Gründung einer neuen Gemeinde beteiligt und deren Vorsteher er bis zu seinem Tode (1957) war. Mit seinem Ableben erlosch auch die Israelitische Religionsgemeinde in Plauen. Der jüdische Friedhof ging an die Stadt Plauen über. Mit dem Tode des letzten in Plauen lebenden jüdischen Einwohners endete 1971 jedes jüdisches Leben in Plauen.

  (Aufn. N., 2012, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)    Zur Erinnerung an das ehemalige jüdische Gemeindezentrum von Plauen wurde 1988 eine großformatige Bronzetafel am Gemeindehaus der Siebenten-Tags-Adventisten an der Senefelder Straße/Ecke Engelstraße angebracht, die unter einer stilisierten Menora folgende Inschrift trägt:

Hier stand die Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinschaft zu Plauen

geweiht am 6.4.1930    -   zerstört in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 durch die Faschisten

  Grabstein, David Stiefel

Jüdischer Friedhof in Plauen-Kauschwitz - Grabstein David Stiefel (Aufn. N., 2008, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0 und plauen.de)

Auf dem jüdischen Friedhof am Tannenhof/Oberjößnitzer Weg (Stadtteil Kauschwitz) - hier sind ca. 130 Grabstätten vorhanden - ist seit 1986/1987 in der zu einer Mahn- und Gedenkstätte umfunktionierten Friedhofshalle das Schicksal der vogtländischen Juden dokumentiert. Mehrere Gedenktafeln erinnern an die Plauener Juden:

DEM GEDÄCHTNIS DER OPFER DES FASCHISMUS

1933 - 1945 wurden durch das Hitlerregime 500 Männer, Frauen und Kinder unserer Gemeinde ermordet.

(es folgt eine hebräische Inschrift)

Höret doch ihr Völker alle und sehet meinen Schmerz !

Israelitische Religionsgemeinde Plauen

Trauerhalle am jüdischen Friedhof* (Aufn. G. Bülow, 2016, aus: wikipedia.org, CCO)

* Die Trauerhalle entging der Zerstörung nur aus dem Grunde, dass sie damals gewerblichen Zwecken diente.

 Im Mai 2000 wurde auf Initiative überlebender Plauener Juden eine Gedenkstele vor der jüdischen Feierhalle eingeweiht (Aufn. Georg Bülow, 2016); der granitene Stein trägt die Inschrift:

Solches wird aufgeschrieben für das kommende Geschlecht

In Ehrfurcht und Schmerz beugen wir unsere Häupter zum Andenken

an die Mitglieder der jüdischen Gemeinde Plauen,

die unter der Naziherrschaft 1933 bis 1945 ermordet wurden.

An der evangelisch-methodistischen Erlöserkirche erinnert seit 1993 ein Denkmal – gestaltet von den Künstlern Petra Pfeuffer und Dietmar Ohme - an die in „Judenhäusern“ zusammengepferchten jüdischen Familien.

Mehrere Straßen tragen heute in Plauen die Namen ehemaliger jüdischer Einwohner: so u.a. die Dr.-Ewald-Simon-Straße, Isidor-Goldberg-Straße, Emanuel-Heimann-Straße und Gebrüder-Lay-Straße.- Zur Erinnerung an den im KZ Auschwitz-Birkenau ermordeten letzten Vorsteher der israelitischen Religionsgemeinde, Isidor Goldberg, wurde 1996 eine Gedenktafel an seinem letzten Wohnsitz in der Krausenstraße angebracht.

Die ersten drei sog. „Stolpersteine“ wurden in Plauen im Jahre 2009 verlegt; weitere folgten, so dass derzeit ca. 20 dieser Steine im Gehwegpflaster zu finden sind (Stand 2018).

  Plauen, Stolperstein Familie Goldberg - Neundorfer Straße 16.jpg Plauen, Stolperstein Eva Herzfeld - Gustav-Adolf-Straße 37.jpg Plauen, Stolperstein Irma Herzfeld - Gustav-Adolf-Straße 37.jpg Plauen, Stolperstein Martin Herzfeld - Gustav-Adolf-Straße 37.jpg

 „Stolpersteine“ in der Neundorfer Straße und Gustav-Adolf-Straße (Aufn. N., 2015, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)

 

Im ca. 25 Kilometer südlich von Plauen liegenden Adorf erinnern seit 2018 vier sog. „Stolpersteine“ an die Angehörigen der jüdischen Familie Wachtel, die im Ort von 1911 bis 1938 ein Konfektions- u. Schuhgeschäft betrieben hatte.

Weitere Informationen:

Walter Warg, Die Juden Plauens und des Vogtlandes im Mittelalter, in: Bunte Bilder aus der Vergangenheit des Vogtlandes und seiner Kreisstadt Plauen, Plauen 1911, S. 114 - 117

Isidor Goldberg, Die Geschichte der Israelitischen Religionsgemeinde zu Plauen, in: Blätter der Erinnerung an die Weihe der Synagoge Plauen vom 6.4.1930, hrg. von der Israelitischen Religionsgemeinde, Plauen 1930

Germania Judaica, Band II/2, Tübingen 1968, S. 656/657 und Band III/2, Tübingen 1995, S. 1112 - 1114

Helmut Eschwege, Die Synagoge in der deutschen Geschichte - Eine Dokumentation, VEB Verlag der Kunst, Dresden 1980, S. 148

Verschiedene Ausgaben von “Nachrichtenblatt des Verbandes der Jüdischen Gemeinden in der Deutschen Demokratischen Republik” stellen die Geschichte der jüdischen Gemeinde Plauens dar (Verfasser Hannes Schmidt): Ausgaben von Dezember 1983, S. 10 f., März 1984, S. 3 f., Juni 1984, S. 3 f., September 1984, S. 7 f. und Dezember 1984, S. 10 f.

Harold Hammer-Schenk, Synagogen in Deutschland. Geschichte einer Baugattung im 19. u. 20.Jahrhundert, Hans Christians Verlag, Hamburg 1981, Teil 1, S. 532 f.

Hannes Schmidt, Zur Geschichte der Israelitischen Religionsgemeinde Plauen i. Vogtl., in: Schriftenreihe des Vogtlandmuseums 57, Plauen 1988

Helmut Eschwege, Geschichte der Juden im Territorium der ehemaligen DDR, Band II, Dresden 1990, S. 697 - 707

Zeugnisse jüdischer Kultur - Erinnerungsstätten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen, Tourist Verlag GmbH, Berlin 1992, S. 250 - 252

Juden in Sachsen - Ihr Leben und Leiden, Hrg. Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dresden e.V.,

Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig, 1994, S. 34/35

Waltraut Schmidt, Ansiedlung von Juden im mittelalterlichen Plauen, in: Mitteilungen des Vereins für Vogtländische Geschichte, Volks- und Landeskunde 3 (1994), S. 4 - 10

M.Brocke/E.Ruthenberg/K.U.Schulenburg, Stein und Name. Die jüdischen Friedhöfe in Ostdeutschland (Neue Bundesländer/DDR und Berlin), in: Veröffentlichungen aus dem Institut Kirche und Judentum, Hrg. Peter v.d.Osten-Sacken, Band 22, Berlin 1994, S. 551 – 555

Gerd Naumann, Plauen 1933 - 1945, Vogtländischer Heimatverlag Neupert, Plauen 1995

Vergeßt uns nicht ! Nezapomente ! - Denkmäler und Grabstätten für Opfer des Faschismus im Dreiländereck Sachsen, Böhmen und Bayern, Auersbach (Vogtland), 1996, S. 23

Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus - Eine Dokumentation II, Hrg. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1999, S. 731 f.

Dokumentation zur jüdischen Geschichte in Plauen. Projekt der ABS Dienstleistungs-GmbH Plauen unter Mitwirkung des Vereins für vogtländische Geschichte, Volks- und Landeskunde, Plauen 2000

Synagogen in Deutschland - Eine virtuelle Rekonstruktion, Hrg. Kunst- und Ausstellungshalle der BR Deutschland GmbH, Bonn 2000, S. 44 - 47

Sabine Klotz, Fritz Landauer (1883–1968). Leben und Werk eines jüdischen Architekten, in: Schriften des Architekturmuseums Schwaben, Band 4, Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2001

Aliza Cohen-Mushlin/Harmen Thies, Synagogenarchitektur in Deutschland vom Barock zum ‘Neuen Bauen’. Dokumentation zur Ausstellung, Selbstverlag TU Braunschweig, Fachgebiet Baugeschichte, 2002, S. 102 - 104

Waltraud Schmidt, Der jüdische Friedhof in Plauen. Geschichte, Gräber, Schicksale, Hrg. Verein für vogtländische Geschichte, Volks- und Landeskunde, 2003

Werner Pöllmann, Verstreut unter allen Völkern. Rekonstruktion der Lebenswege der Familie Brandt und anderer Juden im vogtländisch-egerländischen Grenzgebiet zwischen 1790 und 1950, hrg. vom Heimatverein Markneukirchen, Markneukirchen 2012

Stolpersteine in Plauen, online abrufbar unter: wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_Plauen (mit Kurzbiografien)

Adolph-Diesterweg-Gymnasium Plauen - Klasse 9c (Hrg.), Vor unserer Haustür ... "Stolpersteine" in Plauen - Eine biografische Spurensuche und Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus, Faltblatt zum Projekt "Vergessene Namen - verwehte Spuren", Plauen 2013

Stadtarchiv Plauen (Bearb.), Jüdische Geschichte – Judenzins und Judengässchen – Die Zeit bis 1867, online abrufbar unter: plauen.de (2016) 

Stadt Plauen (Bearb.), Antisemitismus, Enteignung, Deportation und Ermordung im Nationalsozialismus, online abrufbar unter: plauen.de (2016)

Ronny Hager (Red.), Adorfer Juden erhalten heute Stolpersteine, in: „Freie Presse“ vom 14.3.2018

H.Brenner/W.Heidrich/K.-D.Müller/D.Wendler (Hrg.), NS-Terror und Verfolgung in Sachsen – Von den frühen Konzentrationslagern bis zu den Todesmärschen, hrg. von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Dresden 2018, S. 151 ff.

Peter Albrecht (Red.), Vor 80 Jahren stand die Plauener Synagoge in Flammen, in: „Freie Presse“ vom 24.10.2018