Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen)

Datei:Recklinghausen in RE.svg Die Kreisstadt Recklinghausen mit derzeit mehr als 115.000 Einwohnern liegt im Ruhrgebiet im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen (Karte TUBS, 2008, aus: commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0).

Die Marktsiedlung Recklinghausen bekam um 1230 vom Kölner Erzbischof die Stadtrechte verliehen. Die ersten Ansiedlungen von Juden werden Anfang des 14.Jahrhunderts urkundlich erwähnt; der erste namentliche bekannte Jude ist ein gewisser Gottschalk von Recklinghausen, der als Geldverleiher tätig war und bei den Pestpogromen ums Leben kam.


Recklinghausen im 17.Jahrhundert - Kupferstich (Abb. aus: wikipedia.org, gemeinfrei)

In den folgenden Jahrhunderten haben aber immer nur sehr wenige Familien in Recklinghausen gelebt; erst nach 1810/1820 zogen allmählich mehr Juden nach Recklinghausen. 1880 wurde auf dem Eckgrundstück Klosterstraße/Herzogswall ein Synagogenbau eingeweiht; zuvor wurden Gottesdienste regelmäßig in privaten, oft wechselnden Beträumen abgehalten.

        Die alte Synagoge in Recklinghausen (hist. Aufn., Stadtarchiv)

Im gleichen Jahrzehnt richtete die Gemeinde in einem Anbau an die Synagoge eine Religionsschule ein; 1907 wurde die staatlich anerkannte Israelitische Grundschule am Steintor eröffnet. - Wegen des enormen Wachstums der jüdischen Gemeinde Ende des 19.Jahrhunderts – innerhalb von 25 Jahren (1880–1905) vervierfachte sich die Zahl der Angehörigen - ließ der Gemeindevorstand 1880 einen größeren Synagogenbau erstellen. 1904 wurde die neue Synagoge an der Hedwigstraße, der heutigen Limperstraße/Ecke Westerholter Weg, in Anwesenheit vieler jüdischer und nichtjüdischer Ehrengäste eingeweiht. Der Synagogenbau im neoromanischen Stil verfügte - wie es eine religiös-orthodox eingestellte Gemeinde verlangte - über eine Frauenempore; etwa 120 Männer und fast ebenso viele Frauen fanden im Gebäude Platz. Auf den Einbau einer Orgel wurde bewusst verzichtet.

                   Über die Einweihung vom 26.August 1904 berichtete die „Recklinghäuser Zeitung”:

„ Unsere Synagogengemeinde hatte heute einen ganz besonderen Fest- und Freudentag. Er galt der Weihe des im letzten Jahr erbauten neuen Gotteshauses an der Hedwigstraße. Das nach dem Plane des Architekten Pohlig von dem Bauunternehmer Tillmann erbaute Haus ist ein würdiges Gotteshaus geworden, welches sich außen wie innen in wohlgefälligster Weise präsentiert. Im Innern hat der Kirchenmaler Schröder an seinem Teile in künstlerischer Weise mitgeholfen an der Herstellung eines dem Auge sehr gefälligen Eindrucks. Das Haus zeigt den romanischen Stil. Innen wölbt sich eine mächtige Halle mit einer dreiseitigen Gallerie in wohlgelungener Anordnung und Einzelausführung. Die Akkustik ist eine sehr vorzügliche. Besonders vorteilhaft präsentiert sich das Altargewölbe und der heilige Schrein, in dem die Thorarollen ihre Stätte haben. Alles in allem haben unsere Israeliten alle Veranlassung, sich ihres Gotteshauses zu freuen.”

neue Synagoge (hist. Postkarte, um 1920?, aus: juedische-friedhoefe.de)

Die Juden Recklinghausens verfügten über ein reges Gemeindeleben; nicht nur am Sabbat, sondern auch an Wochentagen wurden jeweils am Abend, an einigen Tagen auch in der Frühe, Gottesdienste abgehalten. Die Gemeinde besaß auch eine Mikwe. Von 1903 bis 1922 (und in den Jahren 1934 bis 1938) war Recklinghausen Sitz eines Bezirksrabbiners; der zuletzt amtierende war Selig Auerbach.

Eine erste jüdische Privatschule datiert aus dem Jahre 1885, als ca. 15 Kinder in einem angemieteten Raume Unterricht erhielten. Sieben Jahre später bezog die Schule einen Anbau an die Synagoge in der Klosterstraße. 1903 wurde die private in eine öffentliche Volksschule umgewandelt, und wenige Jahre später in einem neuerbauten Gebäude am Westerholter Weg, später Am Steintor, untergebracht. Allerdings besuchten nicht alle jüdischen Kinder diese Schule, sondern erhielten ihre Bildung auf christlichen Schulen. Mit der Einweihung des Jugend- und Gemeindehauses in unmittelbarer Nähe der Synagoge wurde im Oktober 1930 das religiös-kulturelle Zentrum in Recklinghausen komplettiert.

Eine jüdische Begräbnisstätte wurde in den 1820er Jahren an der Landstraße nach Börste angelegt; etwa zur gleichen Zeit gründete sich die Jüdische Gemeinde Recklinghausen. Die Anlage des neuen jüdischen Friedhofs am Nordcharweg – in unmittelbarer Nähe des Nordfriedhofs - war durch das enorme Wachstum der Gemeinde notwendig geworden; 1905 wurde das neue Begräbnisareal vom damaligen Rabbiner Dr. Marx seiner Bestimmung übergeben.

Verschiedene Vereine stärkten das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gemeindemitglieder. Nur der „Ostjüdische Verein“ stand am Rande. Jüdische Zuwanderer aus Osteuropa hatten nach Ende des Ersten Weltkrieges die Zahl der Juden Recklinghausen erheblich vergrößert. Aber auf Grund ihrer streng orthodoxen Grundhaltung standen sie im Gegensatz zu den hier schon länger lebenden Glaubensgenossen.

Juden in Recklinghausen:

     --- 1816 ...........................   2 jüdische Familien,

     --- 1840 ...........................   6   “       “ (37 Pers.),

     --- 1855 ...........................  16   “       “ (75 Pers.),

     --- 1875 ....................... ca.  80 Juden,

     --- 1885 ...........................  88   “  ,   

 --- 1895 ........................... 135   “  ,

     --- 1900 ........................... 220   “  ,

     --- 1910 ........................... 338   “  ,

     --- 1925 ........................... 451   “  ,

     --- 1930 ........................... 452   “  ,

     --- 1933 ....................... ca. 450   “  ,*

     --- 1935 ........................... 333   “  ,

     --- 1938 ........................... 243   “  ,

     --- 1941 (Dez.) ....................  91   “  ,       

     --- 1942 (Dez.) ....................   2   “  .

 * Zur Gemeinde gehörten auch die Juden in Marl-Hüls, Herten und Erkenschwick

Angaben aus: Werner Schneider, Jüdische Heimat im Vest - Gedenkbuch der Jüdischen Gemeinden ..., S. 85

Anfang des 20.Jahrhunderts war ein Großteil der Juden Recklinghausens als Einzelhändler tätig.

Bereits 1933 wanderten viele, vor allem junge Gemeindemitglieder, aus, weil sie in Deutschland keine wirtschaftliche Zukunft mehr sahen; dieser Trend verstärkte sich nach 1937/1938 zusehends. Mehr als 170 Personen sollen bis 1940/1941 von Recklinghausen aus direkt ins Ausland gegangen sein. Einer der beiden Gemeindevorsteher, Dr. Leschziner, war bereits 1936 nach Palästina ausgewandert.

Ehe der Boykott am 1.April 1933 einsetzte, wurde in der Lokalpresse eine Liste mit 84 Geschäften jüdischer Inhaber veröffentlicht, die es galt zu meiden. Auch der größte Anbieter der Stadt, eine Filiale der Karstadt AG, wurde als „jüdisches“ Unternehmen genannt. Die propagandistisch mit viel Aufwand betriebene „Aktion“ zeigte dann in der Folgezeit auch den gewünschten Erfolg: Die Einkäufe in den jüdischen Geschäften waren stark rückläufig. Besonderen Anteil an der lokalen antijüdischen Hetzpropaganda hatte die „National-Zeitung“, die "arische" Käufer als "Judenknechte" und "Gesinnungsjuden" öffentlich brandmarkte.

            Geschäftsanzeige nach der „Arisierung“  (1935)

Wegen der politischen Verhältnisse waren in Recklinghausen relativ viele jüdische Familien bedürftig und mussten von der jüdischen Winterhilfe unterstützt werden.

Ende Oktober 1938 wurden im Rahmen der sog. „Polenaktion“ mehr als 20 in Recklinghausen lebende, aus Osteuropa stammende Juden abgeschoben.

Synagoge vor und nach dem Pogrom (Stadtarchiv, aus: recklinghaeuser-zeitung.de)

In der „Reichskristallnacht“ vom November 1938 setzten SA-Trupps die Synagoge in der Limperstraße in Brand; jüdische Geschäfte wurden geplündert, Wohnungen demoliert, deren Bewohner misshandelt und inhaftiert. Die ausgebrannte Synagoge wurde tags darauf vom Stadtrat als „abbruchreif“ eingestuft, ihr Turm zum Einsturz gebracht. Im Sommer 1939 übereigneten Vertreter der Kultusgemeinde mehrere gemeindeeigene Grundstücke, darunter auch das der Synagoge, der Kommune Recklinghausen.

                                                    „Verwertungsanzeige“ vom 1.3.1939 

Im Laufe des Jahres 1939 wurden die noch in Recklinghausen wohnenden Juden zwangsweise in „Judenhäuser“ einquartiert, so in das Haus Bismarckstraße 3, Paulusstraße 6, Kellerstraße 1 und 21 sowie Bochumer Str. 100 und 138. Im Januar und März 1942 wurden die verbliebenen Juden Recklinghausens ins Ghetto Riga deportiert; nur drei alte Menschen lebten noch wenige Monate im Altersheim, ehe auch sie „evakuiert“ wurden. Nach Kriegsende kehrten nur sehr wenige Juden nach Recklinghausen zurück.

Auf dem jüdischen Friedhof am Nordcharweg - hier findet man etwa 150 Grabsteine - befindet sich auch ein Denkmal, das namentlich an die mehr als 200 jüdischen NS-Opfer aus Recklinghausen erinnert. Auf der Vorderseite stehen die Worte: „UNSEREN ERMORDETEN BRÜDERN UND SCHWESTERN ZUM EWIGEN GEDENKEN  1933 – 1945“. Auf der Rückseite sind die Namen von 215 Opfern der Kultusgemeinde aus Datteln, Haltern, Herten, Marl, Oer-Erkenschwick und Recklinghausen aufgeführt.

            Jüdischer Friedhof Denkmal für die jüdischen Opfer (Aufn. aus: stimberg-zeitung.de)

Seit 2002 ist das Begräbnisgelände wieder im Eigentum der Kultusgemeinde Recklinghausen und wird von ihr belegt.

Jüdischer Friedhof Aufn. W. Strickling, 2018, aus: wikipedia-org, CC BY-SA 4.0

Anm.: Dieser israelitische Friedhof ist der einzige im Kreis Recklinghausen, auf dem bis heute Beerdigungen stattfinden.

Auf dem Grundstück der zerstörten Synagoge verweist eine Kupfertafel - mit stilisierter Menora und Synagogengebäude - auf den einstigen Standort des jüdischen Gotteshauses; die Inschrift auf der Tafel lautet: "AUF DIESEM GRUNDSTÜCK STAND VON 1904 BIS 1938 DIE SYNAGOGE DER JÜDISCHEN GEMEINDE RECKLINGHAUSEN. SIE WURDE IN DER NACHT ZUM 10. NOVEMBER 1938 VON NATIONALSOZIALISTEN ZERSTÖRT. DIE STADT RECKLINGHAUSEN 1980

Zum Gedenken an die Recklinghäuser Opfer des Holocaust wurde im Nov. 1991 in unmittelbarer Nähe der ehemaligen jüdischen Gemeindeeinrichtungen ein öffentlich sichtbares Mahnmal eingeweiht. Das Skulpturen-Ensemble – vom Künstler Timm Ulrichs geschaffen - besteht aus zwei schwarzen Granithalbkugeln, die einander gegenüberstehen. Beide Kugelhälften – sie tragen die geografischen Daten von Recklinghausen und Jerusalem - sind durch einen Granitplattenweg einerseits voneinander getrennt, andererseits aber auch miteinander verbunden; umrahmt wird das Ensemble von einer gepflasterten Kreisfläche. Eine dort angebrachte Inschrift trägt die Worte: „WIR GEDENKEN DER JÜDISCHEN BÜRGER UNSERER STADT. SIE WURDEN UNTER DER HERRSCHAFT DER NATIONALSOZIALISTEN VERFOLGT UND VERTRIEBEN, IN VERNICHTUNGSLAGERN ERMORDET. IHR SCHICKSAL VERPFLICHTET UNS ZUR WACHSAMKEIT.

http://www.kunsthalle-recklinghausen.com/fileadmin/_processed_/csm_Ulrichs_Dimitry_1_klein_b3dce612bf.jpg Gedenk-Ensemble (Aufn. kunsthalle-recklinghausen.com)

Im Jahre 1953 schlossen sich die kleinen Gemeinden von Recklinghausen, Bochum und Herne zusammen und erlangten den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Gottesdienste fanden zunächst abwechselnd in Privatwohnungen statt, an hohen Feiertagen im städtischen Saalbau. 1955 wurde ein Erweiterungsbau durch den Kölner Rabbiner Zwi Asaria eingeweiht.

Bis Anfang der 1990er Jahre stagnierte die Zahl der zumeist älteren Gemeindeangehörigen bei ca. 80 Personen.

1995 begann die jüdische Gemeinde mit dem Bau einer neuen Synagoge mit Gemeindezentrum; zwei Jahre später erfolgte die Einweihung, die der Landesrabbiner Dr. Henry Brandt vornahm. Die Gemeinde war durch Zuwanderer aus den GUS-Staaten stark angewachsen; sie zählte 2005 etwa 650 Angehörige. Kurze Zeit danach stellte die Kommune der jüdischen Gemeinde das Gebäude der ehemaligen jüdischen Schule zur Verfügung, das in den Jahren zuvor als deutsch-türkisches Vereinshaus genutzt worden war.

Das „Rabbi-Selig-Auerbach-Haus“ am Steintor dient derzeit als Begegnungszentrum; seit 1997 erinnert eine Gedenktafel an den von 1934 – 1938 amtierenden Gemeinderabbiner. Nach kontroversen Diskussionen hat die Stadt 2014/2015 mit der Verlegung der ersten sog. „Stolpersteine“ begonnen; inzwischen findet man in den Gehwegen nahezu 20 solcher Gedenktäfelchen (Stand 2018).

 Stolpersteine“ für Fam. Markus*, Steinstraße (Aufn. Thomas Nowaczyk, 2015)
* Die Eheleute Robert und Selma Markus mussten 1941 mit ihren beiden Töchtern ihr Haus an der Steinstraße verlassen; Ende Januar 1942 wurde die Familie nach Riga deportiert; sie überlebte das dortige Lager Kaiserwald nicht.

 

Seit 1855 bildeten die wenigen in Waltrop lebenden Juden eine Untergemeinde der Synagogengemeinde Recklinghausen. In den ersten Jahrzehnten des 19.Jahrhunderts hatte sich eine aus nur wenigen Familien bestehende jüdische Gemeinschaft herausgebildet. 1816 waren drei Familien hierher gelangt; um 1840 zählte die Gemeinschaft knapp 30 Personen, die ihren Lebensunterhalt als „Handelsmänner“ bestritten, Jahrzehnte später dann als Geschäftsleute das Wirtschaftsleben im Ort maßgeblich mitbestimmten. Im 19.Jahrhundert gab es in Waltrop einen jüdischen Betraum in einem Privathause; Pläne zur Errichtung eines Synagogengebäudes wurden aber nie realisiert. Zu Gottesdiensten suchte man später die Synagoge in Datteln auf. Seit ca. 1825 stand den Juden in Waltrop ein kleines Friedhofsgelände an der Hilberstraße zur Verfügung, das bis 1906 genutzt wurde; danach beerdigte man die Toten auf einem Gräberfeld des neu angelegten Kommunalfriedhofs.

Zu Beginn der 1930er Jahre setzte sich die israelitische Gemeinde aus ca. 20 - 30 Angehörigen zusammen; als Inhaber von Textil- oder Lebensmittelgeschäften waren die jüdischen Familien Rosenthal, Baum, Stern und Spanier fest integriert im Waltroper Alltag. Die letzte Familie soll Waltrop im November 1938 verlassen haben. Mehrere aus Waltrop stammende Juden wurden Opfer der „Endlösung“.

Während der NS-Zeit wurde der jüdische Friedhof vollständig beseitigt; Grabsteine wurden zum Wegebau zweckentfremdet. 1982 wurde auf dem einstigen Friedhofsgelände ein Gedenkstein aufgestellt.

Gedenkstein auf dem jüdischen Friedhof Waltrop (Aufn. Dagmar Hojtzyk, 2011 )

Weitere Informationen:

Wilhelm Mummenhoff, Zur Geschichte der Juden in Recklinghausen während der kurkölnischen Zeit, in: Vestische Zeitschrift 37/1930, S. 269 f.

Adolf Dorider, Zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Recklinghausen, in: Vestisches Jahrbuch 50/1948, S. 133 - 139

Selig S. Auerbach, Das Bezirksrabbinat Recklinghausen, in: Hans Ch. Meyer, Aus Geschichte und Leben der Juden in Westfalen. Eine Sammelschrift, ner-tamid-verlag, Frankfurt/M. 1962, S. 125 – 142

Heinz Reuter, Die Juden im Vest Recklinghausen. Ihre gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse, unter besonderer Berücksichtigung der Synagogengemeinde Recklinghausen, in: Vestische Zeitschrift, Band 77/78 (1978/79), S. 19 - 156

Werner Schneider, Jüdische Heimat im Vest - Gedenkbuch der Jüdischen Gemeinden im Kreis Recklinghausen, Verlag Rudolf Winkelmann, Recklinghausen 1983, S. 73 ff.

Heinz Rippert, Zur Geschichte der Juden in Waltrop, in: Vestischer Kalender 55/1984

Werner Schneider, Jüdische Friedhöfe in Recklinghausen (Zwei Dokumentationen), Recklinghausen 1985

Werner Schneider, Jüdische Einwohner Recklinghausens (1816 – 1946), in: Werner Burghardt (Hrg.), 750 Jahre Stadt Recklinghausen, Recklinghausen 1986, S. 225 – 251

Helmut Geck, Die evangelische Kirche und die Juden im Vest Recklinghausen zur Zeit des Nationalsozialismus, in: Vestische Zeitschrift. Zeitschrift der Vereine für Orts- u. Heimatkunde im Vest Recklinghausen 1986/87 und 1987/88

Georg Möllers/Horst D. Mannel, Zwischen Integration und Verfolgung. Die Juden in Recklinghausen - Eine Sammlung ausgewählter Dokumente (Dokumentenmappe), Recklinghausen 1988

Pogrom in Recklinghausen - Recklinghäuser Bürger erinnern sich an den 9./10.Nov. 1938, erstellt vom Jugendvolkshochschulkurs “Projekt Reichskristallnacht in Recklinghausen”, Recklinghausen 1988

Johanna Eichmann, Juden und Christen im Vest Recklinghausen, in: G.Möllers/H.Voigt (Hrg.), 1200 Jahre Christliche Gemeinde in Recklinghausen, Recklinghausen 1990, S. 96 ff.

Willi Hagemann, Höhere Mädchenbildung und jüdische Schülerinnen in Recklinghausen von 1866 bis 1938/39, in: Vestische Zeitschrift 90/91, S. 231 - 244

Benno Reicher, Jüdische Geschichte und Kultur in NRW - ein Handbuch, in: Kulturhandbücher NRW, Band 4, S. 235 - 239, Hrg. Sekretariat für gemeinsame Kulturarbeit in NRW, 1993

Werner Burghardt (Hrg.), Arbeitsbuch zur Geschichte des Nationalsozialismus in Recklinghausen, Recklinghausen 1995

Günter Birkmann/Hartmut Stratmann, Bedenke vor wem du stehst - 300 Synagogen und ihre Geschichte in Westfalen und Lippe, Klartext Verlag, Essen 1998, S. 233 - 235

Michael Brocke (Hrg.), Feuer an dein Heiligtum gelegt - Zerstörte Synagogen 1938 Nordrhein-Westfalen, Ludwig Steinheim-Institut, Kamp Verlag, Bochum 1999, S. 444 - 446

Georg Möllers/Horst D. Mannel (Hrg.), Pogrom in Recklinghausen. Recklinghäuser Bürger erinnern sich an den 9./10.November 1938. Aus Anlaß der 40-Jahr-Feier der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Recklinghausen 2001

Elfi Pracht-Jörns, Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen. Regierungsbezirk Münster, J.P.Bachem Verlag, Köln 2002, S. 306 – 316

175 Jahre Jüdische Kultusgemeinde Recklinghausen - Festschrift 2004

G. Möllers/N. Hüttenmeister (Bearb.), Recklinghausen, in: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Münster, Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen XLV, Ardey-Verlag, München 2008, S. 574 - 595

Reinhard Jäkel (Bearb.), Waltrop, in: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Münster, Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen XLV, Ardey-Verlag, München 2008, S. 717 – 725

Johanna Eichmann (geb. Ruth), „Du nix Jude, du blond, du deutsch“. Erinnerungen 1926 – 1952, Klartext-Verlag, Essen 2012

Wolf Stegemann, Erinnerungen Erich Jacobs’, jüdischer Lehrer in Recklinghausen: November-Pogrom 1938 – Aus dem Bett geholt und blutend ins Gefängnis gebracht, in: Dorsten unterm Hakenkreuz, Internetpräsentation: dorsten-uterm-hakenkreuz.de (2012)

Klaus Mohr, Sowas passiert in Deutschland nicht. Jüdische Menschen in Marl, Klartext-Verlag, Essen 2012

Georg Möllers/Jürgen Pohl, Abgemeldet nach „unbekannt“ 1942. Die Deportation der Juden aus dem Vest Recklinghausen nach Riga, hrg. von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Recklinghausen, Klartext-Verlag, Essen 2013

Recklinghausen: gegen das Vergessen – Verlegung von Stolpersteinen, in: pressemeldung-nrw.de/recklinghausen vom 2.3.2015 und vom 13.12.2016

Stolpersteine und Gedenktafeln im Kreis Recklinghausen, online abrufbar unter: regiofreizeit.de/freizeit-kultur/kultur-geschichte/stolpersteine-und-gedenktafeln/

Stadt Recklinghausen (Red.), Verlegung vier weiterer Stolpersteine, in: focus-online.de vom 10.9.2018