Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz)

Kaiserslautern ist heute eine Industrie- und Universitätsstadt mit derzeit mehr als 100.000 Einwohnern - am Nordwestrand des Pfälzerwaldes im Süden von Rheinland-Pfalz gelegen.

Der erste urkundliche Beleg über die Existenz von Juden in Kaiserslautern stammt aus dem Jahre 1241; vermutlich ließen sich hier aber bereits in der zweiten Hälfte des 12.Jahrhunderts jüdische Händler nieder. Sie wohnten hauptsächlich in der „Judengasse“; auch eine Synagoge soll es bereits in dieser Zeit gegeben haben; bei Ausgrabungen (1996) wurden auch Reste einer mittelalterlichen Mikwe freigelegt.

Photo: Gerlach freigelegte mittelalterliche Mikwe (Aufn. aus: juden-und-christen.de)

Gegen Ende des 14.Jahrhunderts wurden die Juden aus der Stadt vertrieben; in dieser Zeit erhielt Kaiserslautern das Privileg, in seinen Mauern keine Juden mehr dulden zu müssen. Bis zu Beginn des 19.Jahrhunderts war die Stadt - bis auf sehr wenige Ausnahmen – „judenfrei“. Gegen Ende der napoleonischen Zeit zählte die Judenschaft Kaiserslauterns 13 Familien.

Über die wirtschaftliche Situation der jüdischen Bevölkerung Kaiserlauterns gab ein Schreiben des Bürgermeisteramtes aus dem Jahre 1850 wie folgt Auskunft:

... In der hiesigen Stadt wohnen 35 ansässige israelitische Familien ... Diese Juden besitzen theils ein mittelmäßiges, größtentheils aber ein geringes und nur einige Familien gar kein Vermögen. Vor 25 Jahren bestand der Erwerb der hiesigen Juden meistens in Schacherhandel. Seit neuer Zeit beschäftigen sich dieselben größtentheils mit dem Handel in Häusern, Kaufläden, und zwar mit Colonialwaaren, Eisen, Mehl, Sämereien, Baumwollwaaren und den Gewerben als Schumacher, Mezger, Viehhändler ...

(aus: Stadtarchiv Kaiserlautern 899/1)

1830 gründete sich formal eine jüdische Kultusgemeinde, nachdem kurz zuvor eine Rabbinatsstelle für den Bezirk Kaiserslautern eingerichtet worden war, die ihren Sitz zunächst in Münchweiler hatte.

Zu den in Kaiserslautern amtierenden Rabbinern gehörten: Moses Cohen (1834-1843), Ludwig Seligmann (1843-1879), Dr. Wilhelm Landsberg (1880-1912), Dr. Michael Max Mordechai Weyl (1913-1917) und Dr. Saly Baron (1919-1938).

Ausschreibung der Rabbinerstelle von Kaiserslautern aus dem Jahre 1879:

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20139/Kaiserslautern%20Israelit%2017121879.jpg

Den Kaiserslauterner Juden diente zunächst ein angemietetes Lokal als Betsaal; in der Salzstraße wurde eine Mikwe eingerichtet.

Genehmigung für die Kollekte zum Synagogenbau (1845)  http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20401/Kaiserslautern%20Synagoge%201845.jpg

1848 wurde dann in der Salzstraße das Synagogengebeäude erstellt und ein Jahr später eingeweiht.

             Alte Synagoge in der Salzstraße (hist. Aufn., Stadtarchiv)

* 1886 wurde das inzwischen verwaiste jüdische Gebetshaus verkauft und zu einem Wohnhaus umgebaut; Anfang der 1970er Jahre wurde es abgebrochen, um einem Neubau Platz zu machen.

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung von Kaiserslautern wuchs auch die jüdische Gemeinde an, sodass bald die Synagoge zu klein wurde. Anlässlich der Grundsteinlegung des Synagogenneubaus im Jahr 1883 sagte der Kaiserslauterer Bürgermeister Neumeyer unter dem Beifall der Anwesenden: „An diesem Steine mögen die Feinde zerschellen, und den Freunden sei er eine Stütze!“ Nach dreijähriger Bauzeit wurde im Jahre 1886 in der Frühlingsstraße, der heutigen Luisenstraße, ein neues Synagogengebäude eingeweiht; es war im byzantinisch-maurischen Stile errichtet worden.

      

Synagoge in der Frühlingsstraße (heute Luisenstraße), rechts Computersimulation (cad.architektur.tu-darmstadt)

Über die festliche Einweihung berichtete die Zeitschrift „Der Israelit” am 8. März 1886 wie folgt:

Kaiserslautern, 26. Februar (1886). "Allgemeine festliche Stimmung!" Diese Physiognomie trägt seit heute Morgen allenthalben die alte Barbarossastadt: unsere israelitischen Mitbürger feiern nämlich heute Nachmittag das ernste und erhebende Fest der Einweihung ihrer prachtvollen neuen Synagoge; wirklich prachtvoll ist der "Neue Tempel", ein Monumentalbau, auf den Kaiserslautern stolz sein kann. ... Im Juni des Jahres 1883 wurde der Bau begonnen und obwohl die Fundamente unter ganz schwierigen Verhältnissen im sogenannten "alten Stadtwoog" (...) ausgeführt werden mussten, so waren sie doch schon im Herbst beendigt und fand Ende Oktober des gleichen Jahres die feierliche Grundsteinlegung statt. Bezüglich des angewendeten Stiles der neuen Synagoge ist zu bemerken, daß dieselbe den byzantinischen Gewölbebau zum Ausdruck bringt, in der Dekoration jedoch an die arabisch-maurischen Bauten anklingend erscheint, alles aber unserem Klima und unseren Verhältnissen angepasst wurde. ... Um es kurz zu fassen, wollen wir sagen: Der ganze Monumentalbau zeichnet sich durch eine künstlerisch sehr günstig bemessene Einfachheit aus, welche demselben den Eindruck des Erhabenen verleiht und infolge dessen der plastische, sowie malerische Schmuck - dem Charakter des ganzen Baues entsprechend - eine ruhige, würdige Pracht auf den Beschauer ausübt, ohne prunkhaft oder überladen zu wirken. Noch besonders erwähnenswert sind die prachtvollen Parochot-(Toravorhang) Stickereien aus dem rühmlichst bekannten Atelier von Heimerdinger in Karlsruhe. Der Außenbau mit den schönen Kuppeln ... ergeben eine sehr günstige und malerische Wirkung. ... Um auf das Fest selbst zu kommen, können wir mit Vergnügen konstatieren, dass eine große Anzahl von auswärtigen Gästen - empfangen von Verwandten und Freunden - bereits mit den Frühzügen eingetroffen ist. Die Stadt ist festlich beflaggt. Um 2 Uhr beginnt der Umzug von der alten in die neue Synagoge.
Am 26. Februar, Punkt 2 Uhr, Freitag nachmittags waren die Festteilnehmer in und vor der alten Synagoge versammelt, während die Gäste, welche daselbst keinen Platz zu erhalten befürchteten, in der nächsten Nähe des neuen Tempels Aufstellung nahmen, um sich sodann dem Zuge beim Eintritt desselben in das Gotteshaus anzuschließen. ... Die Straßen, welche der Festzug passierte, waren mit einer dichtgedrängten neugierigen Menge eingefasst. Beim Eintreffen am Portale des Tempels übergab Architekt Levy mit einer Ansprache an den königlichen Bezirksamtmann Schmitt demselben den Schlüssel zum Gotteshause und dieser denselben mit einigen Worten dem Bezirksrabbiner Dr. Landsberg, welcher das Tor der Synagoge erschloß. Die Räume derselben waren bald überfüllt und begannen die herrlichen Vorträge des Synagogenchores. Nach Einführung der Torarollen in ihre neue Lade folgte die geistreiche Predigt des Bezirksrabbiners und zum Schlusse die rituelle Einweihung des Tempels. Damit war die kirchliche Feier, der noch ein Abendgottesdienst für die Kultusangehörigen folgte, zu Ende.

                                                historische Ansichtskarte

Der Synagogenbau war vom Karlsruher Architekten Prof. Ludwig Levy konzipiert worden und verfügte über 400 Männer- und 200 Frauenplätze, letztere befanden sich - wie üblich - auf der Empore.

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20360/Kaiserslautern%20AZJ%2026091902.jpg  http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20139/Kaiserslautern%20BayrGZ%2011111927.jpg  http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20139/Kaiserslautern%20BayrGZ%2015011931.jpg Gemeindliche Stellenausschreibungen aus den Jahren 1902, 1927 und 1931

Seit 1855 besaß die Jüdische Gemeinde Kaiserslautern auch einen eigenen Friedhof, der „Am Kahlenberg“ gelegen war. Zuvor waren Verstorbene auf einem Beerdigungsareal bei Mehlingen zur letzten Ruhe gebettet worden.

Juden in Kaiserlautern:

        --- 1814 ......................  13 jüdische Familien,

    --- 1824 ......................  13     “     “      (57 Pers.),

    --- 1837 ......................  32     “     “     (175 Pers.),

    --- 1846/47 ................... 210 Juden,

    --- 1867 ...................... 519   “  ,

    --- 1875 ...................... 656   “  ,

    --- 1900 ...................... 741   “  ,

    --- 1905 ...................... 779   “  ,

    --- 1925 ...................... 744   “  ,

    --- 1933 ...................... 648   “    (ca. 1% d. Bevölk.),

    --- 1936 ...................... 477   “  ,

    --- 1937 ...................... 395   “  ,

    --- 1938 ...................... 295   “  ,

    --- 1940 ......................  49   “  ,

    --- 1942 (April) ..............  27   "  ,

    --- 1945 .................. ca.  25   “  .

Angaben aus: Karl Fücks/Michael Jäger, Synagogen der Pfälzer Juden, S. 114

Zu Beginn der 1930er Jahre stellten die Juden Kaiserslauterns etwa 1% der Gesamtbevölkerung. Auch in Kaiserslautern kam es am 1. April 1933 mit dem Boykott jüdischer Geschäfte, Ärzte und Rechtsanwälte zum ersten vorläufigen Höhepunkt der NS-Ausgrenzungspolitik. Eine von der NSDAP organisierte Marschkolonne zog an dem Tag durch die Stadt; vor jedem jüdischen Geschäft wurde ein Posten mit einem Plakat gestellt, der jeden als „Volksverräter“ titulierte, der ein solches betreten wollte.

Anm.: Der Verlag der faschistischen "NSZ-Rheinfront" hatte damals ein "Verzeichnis der nichtarischen Geschäfte in Kaiserslautern" veröffentlicht, das die Namen und Anschriften von 124 Geschäften, sechs Ärzten und acht Rechtanwälten enthielt.

1936 wurden die jüdischen Kinder aus ihren bisherigen Schulen verwiesen und in einer separaten Klasse in der Röhmschule zusammengefasst; dieses Klasse existierte bis November 1938.

Bereits Monate vor der Pogromnacht musste die Synagoge geräumt werden, weil das Bauwerk - auf Anweisung der NS-Oberbürgermeisters Richard Imbt - abgetragen werden sollte; denn der Synagogenbau stand einer geplanten „Stadtverschönerung“, dem Bau einer Paradestraße, im Wege.

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20376/Kaiserslautern%20JG%20Rheinpfalz%2001091938S2.jpg aus: „Jüd. Gemeindeblatt für das Gebiet d. Rheinpfalz" vom 1.9.1938

Am 27.August 1938 fand sich die Gemeinde zu einem Abschiedsgottesdienst letztmalig in der Synagoge zusammen; so heißt es in den Erinnerungen des ehem. Rabbiners Dr. Sally Baron: „In ungewöhnlicher Zahl war die Gemeinde versammelt, schmerzerfüllt, daß sie die ihr so liebe Synagoge hergeben mußte, daß dies der letzte Gottesdienst in ihr sein müsse, den sie unter Weinen mit dem Sprechen der drei jüdischen Bekenntnissätze beschloß, und gleichsam wie das letzte Aufflackern des Lebenslichtes eines Sterbenden leuchtete das Licht der Havdalahkerze ...“  

   Aus einem Zeitungsbericht vom 1.9.1938:

“Abbruch- Mit den Abbrucharbeiten der Synagoge ist am gestrigen Mittwoch begonnen worden. Zahlreiche Zuschauer wohnten dem Schauspiel bei. ... Dieser Stil fügte sich nicht in das Stadtbild ein, so daß der pompöse Bau immer als Fremdkörper empfunden wurde. Das Gebäude wurde vor kurzem von den Juden an die Stadt abgetreten. Da eine andersweitige Verwendung technisch nicht möglich war, blieb nur der Abriß.

Mitte September 1938 wurde das Gebäude gesprengt. Dieser Vorgang wurde in einem Film festgehalten und danach den Ratsmitgliedern vorgeführt, die – laut Ratsprotokoll – „ihre Befriedigung über die neue Art der Gemeinschaftsarbeit mit der Stadtverwaltung in anerkennenden Worten zum Ausdruck brachten“.

                      Sprengung der Synagoge im Sept. 1938 (Stadtarchiv)

Der jüdischen Gemeinde wurde von der Stadtverwaltung ein Betraum im alten Zuchthaus zur Verfügung gestellt; dieser wurde in der „Reichskristallnacht“ durch Brandstiftung völlig vernichtet. Am 10.November 1938 wurden die ca. zehn jüdischen Geschäfte in Kaiserslautern zerstört; auch ein Großteil der insgesamt noch ca. 150 von Juden genutzten Wohnungen wurde erheblich verwüstet. Etwa 60 jüdische Männer zwischen 16 und 60 Jahren wurden - über die Zwischenstation Ludwigshafen - ins KZ Dachau verschleppt.

Aus den Erinnerungen des ehem. Rabbiners Dr. Sally Baron: „ ... Am Abend dieses schrecklichen Tages, an dem in Kaiserslautern alle männlichen jüdischen Personen zwischen 16 und 65 Jahren in das Konzentrationslager zu Dachau überführt wurden, kamen um 7 Uhr Abgesandte der Partei in alle jüdischen Häuser und erklärten, daß die gesamte Bevölkerung der Stadt bis Mitternacht die Pfalz zu verlassen habe. Mit Handgepäck und Rucksäcken mußten sie unter dem Gejohle des Pöbels, der auf den Straßen Spalier stand und sie verspottete, zur Bahn ziehen, denn Fuhrwerke zu benutzen war ihnen verboten, und auch sonst wagte niemand von der Bevölkerung ihnen irgendwie behilflich zu sein. ...” (aus: W.Müller/R.Paul, Es geschah vor aller Augen und in der Öffentlichkeit)

Die Stadtverwaltung begann darauf, die verlassenen Wohnungen zu räumen. Die meisten Juden kehrten bald wieder nach Kaiserslautern zurück; doch mussten sie „Judenhäuser“ beziehen, die in der Gaustraße, Steinstraße und Klosterallee standen.

Ende Oktober 1940 wurden ca. 45 Juden aus Kaiserslautern im Rahmen der sog. „Aktion Bürckel“ ins französische Internierungslager Gurs deportiert. Sie durften nur das Allernötigste mitnehmen: einen Koffer, eine Wolldecke, etwas Verpflegung, Ess- und Trinkgeschirr und bis zu 100 RM Bargeld. Von den deportierten Kaiserslauterer Juden sind insgesamt mindestens 17 aufgrund der verheerenden Lebensbedingungen im Lager Gurs oder anderen Lagern in Frankreich, in die sie von dort verschleppt wurden, gestorben.

Nur wenige - meist „in Mischehe“ verheiratete Juden - konnten vorerst in Kaiserslautern bleiben.

Ca. 145 gebürtige bzw. länger in der Stadt wohnhaft gewesene Juden wurden Opfer der NS-Verfolgungen.

20 Jahre nach Kriegsende weihte die kleine jüdische Gemeinschaft von Kaiserslautern ihr neues Gemeindezentrum in der Basteigasse ein.

Auf dem jüdischen Friedhof erinnern heute einige Grabsteine an das Schicksal der Juden Kaiserslauterns, die von Gurs ins Vernichtungslager Auschwitz- Birkenau deportiert wurden. Vier Jahrzehnte nach dem Novemberpogrom 1938 wurde das ehemalige Synagogengelände in der Fischerstraße offiziell in „Synagogenplatz” umbenannt; ein dort errichteter Gedenkstein erinnert seitdem an die ehemals große jüdische Gemeinde Kaiserslauterns. Seit 2003 ist ein aus zwei rekonstruierten Pfeilern des Synagogengebäudes geschaffenes Mahnmal dem Gedenken an die jüdischen Opfer der NS-Diktatur gewidmet; namentlich sind hier auch die aus Kaiserslautern deportierten und ermordeten jüdischen Bewohner aufgeführt.

   

 Synagogenmahnmal (Aufn. Michael Ohmsen, 2012 und Bernhard Gerlach)

In der Synagoge der jüdischen Gemeinde in der Basteigasse wird seit 2012 mittels einer Gedenktafel an die Holocaust-Opfer Kaiserslautern erinnert.

Auf Grund einer Initiative seitens des Instituts der Franziskanerinnen wurde 2013 damit begonnen, in den Straßen Kaiserslauterns sog. „Stolpersteine“ zu verlegen; inzwischen sind es bereits ca. 70 Steine (Stand: 2016).

 

Stolpersteine“ für Fam. Herze (Rudolf-Breitscheid-Str.) und den Arzt Dr. Julius Wertheimer (Aufn. aus: VIEW und swr.de)

Stolperstein für Sara Schwarzschild Stolperstein für Richard Schwarzschild Stolperstein für Luise Schwarzschild verlegt für Fam. Schwarzwild, Steinstraße (aus: wikipedia.org, 2013)

1995 kam es zu einem überraschenden Fund: Bei Tiefbauarbeiten am Altenhof wurde zufällig eine Mikwe aus dem 14. Jahrhundert entdeckt.

Auf Grund der Zuwanderung aus den ehemaligen GUS-Staaten bestand die jüdische Gemeinde in Kaiserslautern um die Jahrtausendwende aus ca. 300 Angehörigen; 2013 waren es mehr als doppelt so viele. Gegenwärtig bestehen Planungen, am ehemaligen Standort der alten Synagoge ein neues Gemeindezentrum zu errichten.

Weitere Informationen:

Julius Küchler, Die Judengasse in Kaiserslautern, in: Pfälzische Geschichtsblätter 3/1907, No. 1

Daniel Häberle, Ältere Nachrichten über die Judengemeinde in Kaiserslautern, in: Pfälzische Geschichtsblätter 3/1907, No. 1, S. 4 f.

Baron Sally, Die jüdische Kultusgemeinde Kaiserslautern, in: Bayrische Israelitische Gemeindezeitung, Jahrgang 1936, S. 310 ff.

Heinz Friedel, Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Kaiserslautern. Ein Beitrag zur Ortsgeschichte, Maschinenmanuskript, Kaiserslautern 1957

Luois Meyer, Die alte Synagoge in der Salzgasse, in: ‘Die Rheinpfalz’ (Ausgabe Kaiserslautern), No. 92 vom 22.4.1959

Heinz Friedel, Die Judengasse und ihre ehemaligen Bewohner, in: ‘Pfälzer Sunndag’ - Beilage zur Pfälzischen Volkszeitung, No. 15/1959

Erich Lüth, Die Reichskristallnacht (in Kaiserslautern), in: Die Reichskristallnacht. Der Antisemitismus in der deutschen Geschichte, Bonn 1960, S. 9 - 18

Heinz Friedel, Kaiserslautern und seine mittelalterliche Judengemeinde, in: ‘Pfälzer Heimat’ 16/1965, S. 41 ff.

Heinz Friedel, 110 Jahre jüdischer Friedhof Kaiserslautern, in: ‘Die Rheinpfalz’ vom 23.Nov. 1965

Heinz Friedel, Die Juden in Kaiserslautern. Die Zuwanderung von Juden nach Kaiserslautern zu Beginn des 19.Jahrhunderts, in: Pfälzische Heimat 19/1968, S. 55 f.

Karl-Heinz Debus, Die jüdische Bevölkerung im Bezirk Kaiserslautern nach der Französischen Revolution, in: Jahrbuch zur Geschichte von Stadt u. Landkreis Kaiserslautern, Band 16/17 (1978/79), S. 165 - 170

Bernhard H. Gerlach, Die Kristallnacht in Kaiserslautern. Ausstellungskatalog Theodor-Zink-Museum Kaiserslautern, Kaiserslautern 1979

Harold Hammer-Schenk, Synagogen in Deutschland. Geschichte einer Baugattung im 19. u. 20.Jahrhundert, Hans Christians Verlag, Hamburg 1981, Teil 1, S. 355 und Teil 2, Abb. 256

Bernhard H. Gerlach, Die Lage der jüdischen Bevölkerung im Raum Kaiserslautern zwischen 1816 und 1840, in: Jahrbuch zur Geschichte von Stadt u. Landkreis Kaiserslautern, Band 18/19 (1980/81), S. 269 - 288

Heinz Friedel, Die Machtergreifung 1933 in Kaiserslautern - Das Werden des Nationalsozialismus in der Westpfalz, Verlag F. Arbogast, Otterbach-Kaiserslautern 1983

Anette Bütterich/u.a., Die Judenverfolgung in Kaiserslautern während des Nationalsozialismus, dargestellt am Beispiel der Familie Wertheimer. Faschismus in Kaiserslautern - Schüler erforschen den Alltag im Nationalsozialismus. Ausstellungskatalog der VHS Kaiserslautern, Kaiserslautern 1983

Bernhard H. Gerlach, Juden in Kaiserslautern und ihre Beteiligung an der Revolution 1848/49, in: Jahrbuch zur Geschichte von Stadt und Landkreis Kaiserslautern, Band 22/23 (1984/85), S. 299 - 312

Heinz Friedel, Otterberger Sandstein für Bau der Synagoge. Vor 100 Jahren errichtete die jüdische Gemeinde ihr Gotteshaus, in: Die Rheinpfalz vom 13.März 1986

Dunkles Kapitel der Stadtgeschichte. Sprengung der Kaiserslauterer Synagoge im Film festgehalten, in: Die Rheinpfalz (Ausgabe Kaiserslautern) vom 13. Mai 1986

Hermann Arnold, Juden in der Pfalz - Vom Leben pfälzischer Juden, Pfälzische Verlagsanstalt, Landau 1986, S. 18 f.

Gerhard Westerburger, Juden in Kaiserslautern - Bürger seit 700 Jahren, in: Kaiserslautern illustriert 3/1987, No. 8

W.Müller/R.Paul, Es geschah vor aller Augen und in der Öffentlichkeit, in: Kaiserlauterer Rundschau, No. 261/1988

Heinz Friedel, Die neuzeitliche Judengemeinde von Kaiserslautern, in: R. J. Bender (Hrg.), Pfälzische Juden und ihre Kultuseinrichtungen, Südwestdeutsche Schriften 5, Mannheim 1988, S. 61 – 90

Roland Paul, Kaiserslauterer Synagoge und ihr Schicksal vor 50 Jahren, in: Heimatjahrbuch, Kaiserslautern 1988, S. 156 - 161

Roland Paul, “Eines der beschämendsten Ereignisse der Stadtgeschichte”, in: Die Rheinpfalz vom 17.9.1988

Karl Fücks/Michael Jäger, Synagogen der Pfälzer Juden. Vom Untergang ihrer Gotteshäuser und Gemeinden, Hrg. Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz, Neustadt/Weinstraße 1988, S. 109 - 119

Alfred Hans Kuby (Hrg.), Juden in der Provinz - Beiträge zur Geschichte der Juden in der Pfalz zwischen Emanzipation und Vernichtung, Verlag Pfälzische Post, Neustadt a.d.Weinstraße 1989

Roland Paul, Aus ghettoartigen Häusern ins Internierungslager, in: ‘Die Rheinpfalz’ vom 22.Okt. 1990

Hannes Ziegler, Verfemt - Verjagt - Vernichtet . Die Verfolgung der pfälzischen Juden 1933 - 1945, in: G. Nestler/H. Ziegler (Hrg.), Die Pfalz unterm Hakenkreuz, Pfälzische Verlagsanstalt, 1993, S. 325 ff.

Gerd Rauland, Posten vor jedem jüdischen Geschäft. Reichsweite Aktion fordert in Kaiserslautern etwa 120 Opfer, in: ‘Die Rheinpfalz’ vom 1.April 1993

Synagogen in Deutschland - Eine virtuelle Rekonstruktion. Ausstellung der TU Darmstadt, Fachgebiet CAD in der Architektur, Bonn Mai/Okt. 2000

Jüdisches Kultbad (Mikwe) Kaisersl<autern, online abrufbar unter: christen-und-juden.de

Stefan Fischbach/Ingrid Westerhoff (Bearb.), “ ... und dies ist die Pforte des Himmels “. Synagogen. Rheinland-Pfalz Saarland, Hrg. Landesamt für Denkmalpflege, Mainz 2005, S. 197 - 202

Otmar Weber, Die Synagogen in der Pfalz von 1800 bis heute. Unter besonderer Berücksichtigung der Synagogen in der Südwestpfalz, Hrg. Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Pfalz (Landau), Dahn 2005, S. 91 - 93

Manfred Erlich, 150 Jahre Jüdischer Friedhof Kaiserslautern – Festschrift der Stadt Kaiserslautern anlässlich des 150jährigen Bestehens des jüdischen Friedhofs in Kaiserslautern, Kulturreferat der Stadt Kaiserslautern, 2008

Martin Dolch, Das alte Judenviertel in Kaiserslautern, in: Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz, Bd. 108 (2010), S. 57 - 69

Bernhard Gerlach (Bearb.), Neues Synagogendenkmal in Kaiserslautern, online abrufbar unter: christen-und-juden.de

Kaiserslautern, in: alemannia-judaica.de (mit zahlreichen Dokumenten zur jüdischen Gemeindehistorie)

Liste der Stolpersteine in Kaiserslautern, online abrufbar unter: wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_Kaiserslautern

www.swr.de/swr2/stolpersteine/orte/akustische-stolpersteine-kaiserslautern