Schlüchtern (Hessen)

Main-Kinzig-Kreis Karte  Kurhessen Kr Schlüchtern.png Schlüchtern - heute eine Kleinstadt mit ca. 17.000 Einwohnern - liegt im Nordosten des hessischen Main-Kinzig-Kreises ca. 30 Kilometer südwestlich von Fulda entfernt (Karte aus: ortsdienst.de/hessen/main-kinzig-kreis  und  Ausschnitt aus hist. Karte).

Ansicht von Schlüchtern gegen Mitte des 17.Jahrhunderts (Abb. aus: wikipedia.org, gemeinfrei)

In der Region um Schlüchtern haben vermutlich bereits zu Beginn des 13.Jahrhunderts jüdische Familien gelebt; zu dieser Zeit gab es vor der Stadt eine jüdische Begräbnisstätte, auf der 1245 etwa 35 Fuldaer Juden beigesetzt worden waren; sie waren wegen der angeblichen Ermordung von Christenkindern zum Tode verurteilt.

Während der folgenden Jahrhunderte sollen nur vereinzelt jüdische Flüchtlinge, u.a. sephardische Juden in Schlüchtern gelebt haben. Ab Ende des 18.Jahrhunderts verzeichnete die Judenschaft Schlüchterns ein starkes Wachstum; um 1900/1910 erreichte sie ihren zahlenmäßigen Höchststand. Wie in Fulda war auch die jüdische Gemeinde in Schlüchtern streng religiös-orthodox ausgerichtet.

Eine erste, am Obertor gelegene Synagoge am Stadtrand Schlüchterns gab es bereits um 1670; dieser Synagogenbau im Fachwerkstil wurde bis 1895 benutzt (Ende der 1970er Jahre abgerissen).

 Ehem. alte Synagoge am Obertor (hist. Aufn., aus: P. Arnsberg)

Die wachsende Zahl der Gemeindeangehörigen machte einen Neubau notwendig. Das neue, im neoromanischen Stile gestaltete Synagogengebäude wurde 1898 an der Graben-/Weitzelstraße eingeweiht; vor dem Bau war an dieser Stelle der alte Stadtgraben zugeschüttet worden. Der Synagogenraum verfügte etwa über 300 Sitzplätze, etwa 170 Männer- und 130 Frauenplätze.

                  Grabenstraße mit Synagoge, hinten Bildmitte (hist. Postkarte)

 

 Synagogengebäude in Schlüchtern (Aufn. um 1965, aus: P. Arnsberg)            -  Innenraum der Synagoge                    

In der Zeitschrift „Der Israelit“ vom 1. Sept. 1898 wurde berichtet:

Schlüchtern, 28. August. Die Zahl der Mitglieder der hiesigen isr. Gemeinde hatte sich in den letzten zwei Jahrzehnten durch Zuzug aus den Landgemeinden so vergrößert, daß die Synagoge denselben nicht mehr genügend Platz bot. Da diese außerdem ringsum von einem Gebäudecomplex dicht umschlossen und die polizeiliche Schließung wegen Feuersgefahr zu befürchten war, entschloß sich die Gemeinde unter Aufbietung aller ihrer Kräfte ein neues Gotteshaus zu errichten. 
In einem der schönsten Stadttheile, umgeben von duftigen Gärten, wurde die neue Synagoge, prachtvoll von Außen und herrlich im Innern, im romanischen Style erbaut; gleichzeitig wurde der Bau eines neuen Schulhauses mit Lehrerwohnung und einer Mikwe in Angriff genommen. Die Einweihung der Synagoge fand vergangenen Freitag, am 26. d. unter großen Fest- und Feierlichkeiten statt. Ich war Zeuge einer wahrhaft freudig erhobenen Stimmung und Begeisterung, die nicht blos bei den Mitgliedern der hiesigen Gemeinde zum Ausbruche gelangte, die auch in einer selten großen Antheilnahme von isr. Gemeinden aus der Nähe und Ferne, deren Mitglieder zu Hunderten zu dieser Freude über (eine Erfüllung eines) Gottesgebotes herbeiströmten, sich dokumentirte. Was die Festesfreude noch besonders steigerte, war der Umstand, daß man bei dieser Gelegenheit die erfreuliche Wahrnehmung machen konnte, daß unter den Mitbürgern der hiesigen Stadt Frieden und Eintracht herrscht, und die „Schmach des Jahrhunderts“, der Antisemitismus, welcher den Glaubens- und Rassenhaß predigt, keinen Eingang gefunden. An den Einweihungsfeierlichkeiten beteiligten sich ...  Um den Raum Ihres geschätzten Blattes nicht zu sehr in Anspruch zu nehmen, versage ich mir auf die Einzelheiten der Feier einzugehen, bemerken will ich nur, daß der Festzug und der Weihegottesdienst bei allen Theilnehmern einen imposanten Eindruck hervorgerufen, dessen hehre Wirkung noch lange andauern wird.  ...  Die jüdische Gemeinde Schlüchtern hat mit dem Neubau einer Synagoge, mit der Errichtung eines neuen Schulgebäudes in einer neuen Mikwe Institutionen ins Leben gerufen, die der Erbauung des innern Menschen, der religiösen Erziehung der Jugend und der Förderung des echt jüdischen Familienlebens gewidmet sind. Möge der Geist, der aus ihnen spricht und resultirt, der Geist der Gottesfurcht und der Menschenliebe, der Geist der Thorakenntniß und ihre Betätigung für alle Zeilen ihren nachhaltigen Einfluß ausüben. ...

In Schlüchtern bestand auch eine jüdische Elementarschule, die zu Beginn der NS-Zeit als private Schule weitergeführt wurde, allerdings nur noch von wenigen Kindern besucht wurde.

Stellenanzeigen aus den Jahren 1922 / 1924 / 1929:

 

Der alte jüdische Friedhof an der Breitenbacher Straße war mehrere hundert Jahre lang genutzt worden; eine genaue Datierung seiner Anlage ist auf Grund unleserlicher Inschriften auf den Steinen äußerst schwierig; doch sollen hier die Opfer des Fuldaer Pogroms von 1235 beerdigt worden sein. Mitte der 1920er Jahre wurde an der Fuldaer Straße der neue jüdische Friedhof angelegt.

Im 19.Jahrhundert war Schlüchtern Sitz eines Rabbinats. Zur jüdischen Gemeinde Schlüchtern gehörten auch die wenigen in Elm leben jüdischen Personen.  

Juden in Schlüchtern:

         --- 1707 ...........................   13 jüdische Familien,

    --- 1753 ...........................   90 Juden,

    --- 1776 ...........................  105   “  ,

    --- 1787 ...........................   33 jüdische Familien,

    --- 1811 ...........................   41     “       “    ,

    --- 1835 ...........................  298 Juden (ca. 14% d. Bevölk.),

    --- 1861 ...........................  274   “  ,

    --- 1880 ...........................  362   “   (ca. 14% d. Bevölk.),

    --- 1895 ...........................  375   “   (ca. 70 Familien),

    --- 1905 ...........................  382   “   (ca. 13% d. Bevölk.),

    --- 1925 ...........................  310   “  ,

    --- um 1930 ........................  320   “   (ca. 10% d. Bevölk.),

    --- 1933 (Jan.) ................ ca.  400   “  ,

             (Juni) ................ ca.  300   “  ,

    --- 1939 (Dez.) ....................   29   “  ,

    --- 1941 ...........................   26   “  ,

    --- 1942 (Dez.) ....................   keine.

Angaben aus: Paul Arnsberg, Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn, Bd. 2, S. 273

Anfang der 1880er Jahre konnten antisemitische Ausschreitungen in Schlüchtern und im Kreisgebiet nur durch das Einschreiten des Landrates verhindert werden; hiesige Judenhetze wurde von der im Reichstag vertretenden „Antisemitischen Volkspartei“ betrieben, die im hessischen Raume von deren Gründer, Otto Böckel, noch verstärkt wurde. Die Abwanderung der Juden aus hessischen Dörfern mag durch die „Böckel-Bewegung“ noch forciert worden sein.

Lehrstellenangebote jüdischer Gewerbetreibender aus Schlüchtern aus den Jahren 1900 - 1908:

  

 

Die jüdische Bevölkerung Schlüchterns war in recht unterschiedlichen wirtschaftlichen Bereichen tätig: Zu Beginn der 1930er Jahre gab es 15 Viehhändler, elf Textilgeschäfte und sechs Handwerkerbetriebe; außerdem existierte eine Weinhandlung mit Schnapsbrennerei, zwei Seifensiedereien und eine Maschinenfabrik.

Während des Boykotts am 1.April 1933 wurden vorübergehend jüdische Kaufleute inhaftiert, weil sie an ihren Geschäften angebrachte Boykottplakate entfernen wollten. In den ersten Monaten der NS-Herrschaft verließen fast 100 Juden die Stadt, Ende 1939 lebten nur noch 29 Juden in Schlüchtern; die meisten von ihnen zogen in deutsche Großstädte, vor allem nach Frankfurt/M.; wenige emigrierten, vor allem in die USA.

Um den jüdischen Kindern Schulunterricht zu teil werden zu lassen, richtete man Ende 1935 in Schlüchtern eine private jüdische Volksschule ein.

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20107/Schluechtern%20Israelit%2029081935.jpg  http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20211/Schluechtern%20Israelit%2001101937.jpg

Anzeigen aus der Zeitschrift „Der Israelit“ vom 28.Aug. 1935 und vom 1.Okt.1937

Während des Novemberpogroms von 1938 kam es in Schlüchtern zu schweren Ausschreitungen; das Innere der Synagoge wurde verwüstet, die dort befindlichen Kultgegenstände verbrannt, der alte jüdische Friedhof geschändet und einige Männer ins KZ Buchenwald verschleppt. Nur dank des Eingreifens des Schlüchterner Feuerwehrhauptmanns wurde das Synagogengebäude nicht in Brand gesetzt. Während der Kriegsjahre diente das Gebäude als Lagerhalle.

Anfang 1942 hielten sich noch 26 Personen mosaischen Glaubens in Schlüchtern auf; kurz danach wurden sie deportiert.

Nach Angaben der Gedenkstätte Yad Vashem/Jerusalem und des „Gedenkbuches – Opfer der Verfolgung der Juden ...“ fielen dem Holocaust nachweislich 108 aus Schlüchtern stammende bzw. längere Zeit hier ansässig gewesene Juden zum Opfer (namentliche Nennung der betroffenen Personen siehe: alemannia-judaica.de/schluechtern_synagoge.htm).

* Möglicherweise sind bei den Namensnennungen auch Juden aus Schluchtern/Kreis Heilbronn (Baden-Württemberg) aufgeführt.

 

Unmittelbar nach Kriegsende wurde das Synagogengebäude auf Befehl der US-Militärregierung wieder als Gotteshaus eingerichtet; doch bereits 1950 war hier eine Hemdenfabrik untergebracht. Nachdem das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt worden war, folgte die Nutzung durch die Stadt, die hier u.a. die Stadtbücherei unterbrachte. Nach grundlegender Sanierung wurde 1995 das Gebäude der Öffentlichkeit als Kulturhaus übergeben. Im Foyer des Gebäudes erinnert eine Gedenktafel an die jüdischen NS-Opfer der Stadt Schlüchtern.

An einem Gebäude an der Ecke Graben-/Weitzelstraße erinnert bereits seit längerem eine Gedenktafel an die einstige Synagoge; sie trägt die folgenden Worte:

Dieses Gebäude wurde im Jahre 1898 als Synagogeder Jüdischen Gemeinde Schlüchtern gebaut und bis 1938 als Gotteshaus benutzt.

Im Jahre 1932 lebten 358 Mitglieder der Jüdischen Gemeinde im Kreis Schlüchtern.

Sie wurden entweder zur Auswanderung gezwungen oder sind umgekommen.

Das seit 2013 leerstehende Gebäude in der Grabenstraße (Aufn. R. Dietrich, 2013, aus: wikipedia.org, CCO) und das benachbarte ehemalige Rabbinerhaus wurden 2020 von der Stadt angekauft; geplant ist, das Synagogengebäude als Stadtarchiv und Ausstellungsraum zu nutzen. Ein noch zu gründender „Förderverein Synagoge Schlüchtern“ will sich dieser Aufgabe annehmen.

Das Gebäude der alten, aus der zweiten Hälfte des 17.Jahrhunderts stammenden Landsynagoge wurde in den 1970er Jahren abgerissen.

Teilansicht des alten jüdischen Friedhofs (Aufn. J. Hahn, 2007) http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20107/Schluechtern%20Friedhof%20a024.jpg

Auf dem noch erhaltenen Teil des alten jüdischen Friedhofs wurden 1949 fünf Gedenkstelen errichtet, auf denen mehr als 120 Namen jüdischer NS-Opfer aus dem Kreis Schlüchtern verzeichnet sind.

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20Hessen01/Schluechtern%20Friedhof%20a051.jpg Gedenkstelen mit Namen (Aufn. H. Hausmann, 2005, aus: alemannia-judaica.de)

Anm.: Inzwischen hat man eine neue hochaufragende Gedenkstele mit den Namen aller aus dem Kreis Schlüchtern stqammenden jüdischen NS-Opfer aufgerichtet.

Der ca. 1.700 m² große neue jüdische Friedhof von Schlüchtern befindet sich an der Fuldaer Straße in unmittelbarer Nähe zum neuen städtischen Friedhof.

Im Heimatmuseum (Bergwinkelmuseum), dem ehem. Lauter’schen Schlösschen, befindet sich eine Judaica-Abteilung als Bestandteil der ständigen Ausstellung.

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20247/Schluechtern%20Museum%20010.jpg http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20418/Mordechai%20Loeb%20020.jpg U.a. ist hier die Darstellung eines Schlüchterner „Handelsjuden“ namens Mordechai Löb zu sehen, der den Beinamen „das Preusje von Schlüchtern“ trug und damals mit seinem Karren in der weiteren Region unterwegs war.

2019 wurden in Schlüchtern die ersten sechs so. „Stolpersteine“ verlegt; in der Krämerstraße erinnern nun diese Steine an Angehörige der ermordeten Familie Goldschmidt. Ein Jahr später kamen weitere Steine hinzu.

 

Im Ortsteil Vollmerz bestand vor der NS-Zeit auch eine jüdische Gemeinde, die Mitte des 19.Jahrhunderts mehr als 100 Angehörige umfasste; nach 1880/1890 ging die Zahl der Gemeindeangehörigen stark zurück.

[vgl. Vollmerz (Hessen)]

 

Im nahen Dorfe Ulmbach - heute ein Ortsteil von Steinau an der Straße - sind nach 1750 erstmals jüdische Familien nachweisbar; die Gemeinde bestand stets nur aus wenigen Angehörigen, die zumeist in ärmlichen Verhältnissen lebten. In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts erreichte die Zahl der Gemeindemitglieder maximal ca. 60 Personen; diese machte ca. 5% der Dorfbevölkerung aus. Synagoge mit angeschlossener Mikwe und eine Religionsschule gehörten zu den gemeindlichen Einrichtungen. Gemeinsam mit den jüdischen Familien aus Hintersteinau hatte man einen Religionslehrer angestellt.

                 Anzeige aus: "Der Israelit" vom 14.5.1900 http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20156/Ulmbach%20Israelit%2014051900.jpg

Verstorbene Juden aus Ulmbach wurden auf dem Friedhof in Eckardroth begraben.

Juden in Ulmbach:

--- 1861 ........................  36 Juden,

--- 1871 ........................  43   “  ,

--- 1885 ........................  61   “  (ca. 5% d. Bevölk.),

--- 1895 ........................  57   “  ,

--- 1905 ........................  56   “  ,

--- 1924 ........................  35   “  ,

--- 1933 ........................  36   “  ,

--- 1936 ........................   4   “  .

Angaben aus: Paul Arnsberg, Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn, Bd. 2, S. 313

Um 1930 waren in Ulmbach neun jüdische Familien ansässig; drei Jahre später löste sich die Gemeinde auf Grund von Abwanderung völlig auf; 1936 wurde das Synagogengebäude verkauft und alsbald zu Wohnzwecken umgebaut.

Nach Angaben der Gedenkstätte Yad Vashem/Jerusalem und des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden ..." wurden zehn gebürtige bzw. länger in Ulmbach ansässig gewesene jüdische Bewohner Opfer der Shoa (namentliche Nennung der betroffenen Personen siehe: alemannia-judaica.de/ulmbach_synagoge.htm).

 

Weitere Informationen:

Paul Arnsberg, Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn, Societäts-Verlag, FrankfurtM. 1971, Bd. 2, S. 273 - 279 und S. 313

Paul Arnsberg, Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Bilder - Dokumente, Eduard Roether Verlag, Darmstadt 1973, S. 184

Karl Hahn, Die alte Schlüchterner Synagoge, in: "Bergwinkel-Bote 1982"

Heimat- und Geschichtsverein “Bergwinkel e.V.” Schlüchtern (Hrg.), Unsere Heimat. "Mitteilungen des Heimat- und Geschichtsvereins - Jahrbuch 1988", Beiträge zur Geschichte der Schlüchterner Juden, Schlüchtern 1988

Thea Altaras, Synagogen in Hessen - Was geschah seit 1945 ? Verlag K.R.Langewiesche Nachfolger Hans Köster, Königstein/T. 1988, S. 158/159 und S. 217

Wilhelm Praesent, Die Alte Synagoge. in: "Mitteilungen des Heimat- und Geschichtsvereins Bergwinkel e.V.", No. 4 - Beiträge zur Geschichte der Schlüchterner Juden,. Schlüchtern 1988, S. 72 ff.

Wilhelm Praesent, Die Neue Synagoge, in: "Mitteilungen des Heimat- und Geschichtsvereins Bergwinkel e.V.", No. 4 - Beiträge zur Geschichte der Schlüchterner Juden, Schlüchtern 1988, S. 75 f.

Renate Knigge-Tesche, Erinnern und Gedenken in Hessen, Hrg. Hessische Landeszentrale für politische Bildung, S. 34/35

Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933 - 1945, Hessen I: Regierungsbezirk Darmstadt, VAS-Verlag, Frankfurt/M. 1995, S. 222 f.

Beiträge zur Geschichte jüdischer Sterbfritzer, in: "Mitteilungen des Heimat- und Geschichtsvereins Bergwinkel e.V.", Heft 14/1998, Schlüchtern 1998, S. 25 – 30

Monica Kingreen, "Wir sind Aussätzige geworden und Schlüchtern hat sich darin hervorgetan". Die antijüdischen Exzesse des November 1938 in Augenzeugenberichten und Dokumenten. Keiner der Täter wurde jemals gerichtlich belangt, in: "Frankfurter Rundschau - Lokalteil Main-Kinzig-Kreis" vom 2.12.1999

Christine Wittrock, Das Unrecht geht einher mit sicherem Schritt, Notizen über den Nationalsozialismus in Langenselbold und Schlüchtern, Cocon-Verlag, Hanau 2000

Schlüchtern, in: alemannia-judaica.de (mit zahlreichen Text- u. Bilddokumenten zur jüdischen Ortshistorie)

Ulmbach, in: alemannia-judaica.de (mit diversen, meist personenbezogenen Text- u. Bilddokumenten zur jüdischen Ortshistorie)

Monica Kingreen (Red.), Das Recht auf Totenruhe war plötzlich nichts mehr wert. Das Schicksal des jüdischen Friedhofes in Schlüchtern – aus Grabsteinen wurde eine Fabrikmauer, in: „Frankfurter Rundschau - Lokalteil Main-Kinzig-Kreis" vom 14.9. 2000

M.Brumlik/R.Heuberger/C.Kugelmann (Hrg.), Reisen durch das jüdische Deutschland, DuMont Literatur- u. Kunstverlag, Köln 2006, S. 185

Michael Wildt, Volksgemeinschaft als Selbstermächtigung. Gewalt gegen Juden in der deutschen Provinz 1919 bis 1939, Hamburg 2007, S. 160 - 167

Steffen Reith (Red.) Stadt verzichtet auf den Kauf der Synagoge, in: "Fuldaer Zeitung“ vom 6.9.2011

Benedikt Mario Röder, Jüdisc hes Leben in Ulmbach. Erinnerung an eine fast vergessene bzw. verdrängte Geschichte, in: „Bergwinkel-Bote“, Heimatkalender 69/2017, S. 63 – 70  und  Heimatkalender 70/2018, S. 51 - 62

N.N. (Red.), Stadt Schlüchtern will ehemalige Synagoge kaufen, in: „Fuldaer Zeitung“ vom 17.5.2019

Hanswerner Kruse (Red.), Künstler Gunter Demnig verlegt die ersten sechs Stolpersteine in Schlüchtern, in: „Fuldaer Zeitung“ vom 7.7.2019

Alexander Gies (Red.), Es ist beschlossen: Schlüchtern kauft Synagoge, in: "Fuldaer Zeitung“ vom 26.8.2020

Hanswerner Kruse (Red.), Eine Verneigung vor den Verfolgten – Weitere Stolpersteine in Schlüchtern verlegt, in: „Fuldaer Zeitung“ vom 22.10.2020

Alexander Gies (Red.), Schlüchtern: Förderverein für Synagoge nimmt Gestalt an, in: „Main-Post“ vom 1.1.2021