Siegburg (Nordrhein-Westfalen)

 Rhein-Sieg-Kreis KarteSiegburg - derzeit ca. 40.000 Einwohner zählend - ist die Kreisstadt und der Verwaltungssitz des Rhein-Sieg-Kreises - ca. 15 Kilometer nordöstlich von Bonn gelegen (Karte aus: ortsdienst.de/nordrhein-westfalen/rhein-sieg-kreis).

Bis ins 20.Jahrhundert war Siegburg Zentrum der „Synagogengemeinde des Siegkreises”.  Zu ihr zählten auch die Spezialsynagogengemeinden Mondorf, (Hennef-) Geistingen, zeitweilig auch die Gemeinden von Uckerath, Oberpleis, Oberdollendorf, Königswinter und Honnef.

Blick auf Siegburg – Stich M. Merian, um 1655 (Abb. aus: wikipedia.org, gemeinfrei)

Siegburg - bei Bonn gelegen - erhielt in der zweiten Hälfte des 12.Jahrhunderts Stadtrechte und war damit älteste Stadt im späteren Territorium Berg; bereits Ende des 11.Jahrhunderts sollen hier Juden unter dem Schutz der Abtei gelebt haben; doch die frühesten urkundlichen Belege stammen erst aus dem 13.Jahrhundert. So geht die Legende um „Johänneken“ - einen christlichen Troisdorfer Jungen - auf das Jahr 1287 zurück. Danach soll Johänneken auf seinem täglichen Schulweg von Troisdorf nach Siegburg ermordet worden sein; ohne jeden Beweis wurde die Bluttat den hiesigen Juden in die Schuhe geschoben. Als Vergeltung sollen im Frühherbst 1287 ca. 20 Juden Siegburgs umgebracht worden sein. Die Siegburger „Judengasse“ wurde erstmals wieder 1384 erwähnt; sie lag außerhalb der Stadtmauer, im Bereich der heutigen Ringstraße; auch die damalige Existenz einer Synagoge und einer Mikwe ist belegt.

Mitte des 15.Jahrhunderts ließ die Bergische Herrschaft die Angehörigen der jüdischen Gemeinde Siegburg, der größten im Herzogtum, vertreiben. Erst Anfang des 17.Jahrhunderts wurde die Ansiedlung von einzelnen Juden in der Stadt wieder zugelassen; in der Holzgasse im Zentrum der Stadt - hier wohnten die meisten Juden - besaß die Gemeinde ihr Gemeindehaus mit Lehrerwohnung. Im Hinterhaus waren 1841 Synagoge und Schule eingerichtet worden; um die Gebäude zu realisieren, hatten sich zwei Jahre zuvor Angehörige der Gemeinde zu einer Synagogenbaugesellschaft zusammengeschlossen, ein Darlehen aufgenommen und das Baugrundstück in der Holzgasse erworben.

Die Synagoge – offiziell im Oktober 1854 durch den Bonner Oberrabbiner Dr. Aaron Auerbach eingeweiht - war ein schmuckloser einfacher Ziegelsteinbau mit großen Glasfenstern in zweiter Reihe hinter den Wohn- und Geschäftshäusern der Holzgasse (am heutigen Brauhof); sie bot ca. 250 bis 300 Personen Platz, wobei die Männer im Erdgeschoss und die Frauen auf der Empore saßen.

                Innenansicht der Siegburger Synagoge (Aufn. um 1930)

                 Aus Anlass der 50jährigen Synagogenjubiläums berichtete die „Allgemeine Zeitung des Judentums” in ihrer Ausgabe am 27.11.1891:

„ ... Die hiesige Synagogengemeinde, deren Entstehung laut urkundlichen Nachweisen tief in das Mittelalter hineinreicht, feierte ... das Fest des 50jährigen Bestehens ihrer Synagoge. Aus Nah und Fern, insbesondere aus dem benachbarten Köln, waren zahlreiche Anverwandte und Freunde der Gemeinde, sowie frühere Angehörige herbeigeströmt, um an der Jubelfeier teilzunehmen. Den Mittelpunkt derselben bildete der am Freitag Abend in der festlich geschmückten Synagoge veranstaltete Festgottesdienst, zu welchem die Gemeinde den bewährten Rabbiner Dr. Frank aus Köln als Festredner berufen hatte. ... Alsdann brachte Herr Sanitätsrath Dr. Levison, zur Zeit stellvertretender Vorsteher, in kernigen, zu Herzen gehenden Worten das Hoch auf Se. Majestät den Kaiser aus, worauf die Versammlung die Nationalhymne anstimmte.”

Seit etwa 1900 war das Synagogengebäude verpachtet; vermutlich wurde nur noch die obere Etage als Gebetsraum genutzt.

Der alte jüdische Friedhof befand sich auf dem Hullenhügel an der Heinrichstraße; er soll bereits zur Zeit der ersten Ansiedlungen von Juden angelegt worden sein. Dieser Friedhof ist heute einer der wenigen noch vorhandenen jüdischen Begräbnisplätze im Regierungsbezirk Köln; mit einer Fläche von ca. 14.000 m² gehört er zu den größten im Rheinland.

Juden in Siegburg:

        --- 1816 ...........................   82 Juden,

    --- 1825 ...........................  226   “  ,

    --- 1843 ...........................  185   “  ,

    --- 1857 ...........................  240   “  ,

    --- 1872 ...........................  300   “  ,

    --- 1890 ...........................  320   “  ,

    --- 1901 ...........................  341   “  ,

    --- 1905 ...........................  370   “  ,

    --- 1911 ...........................  306   “  ,

    --- 1928 ...........................  231   “  ,

    --- 1933 (Juni) ....................  219   “  ,

    --- 1937 ...........................  172   “  ,

    --- 1939 (Mai) .....................  126   “  ,

    --- 1941 (Mai) ................. ca.   80   “  ,

    --- 1942 (Aug.) ....................   keine.

Angaben aus: Elfi Pracht, Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Reg.bez. Köln, S. 551

und                Heinrich Linn, Juden an Rhein und Sieg, ..., S. 274

http://www.stadtarchiv-siegburg.de/mam/web/stadtarchiv/bilder/1854_22_oktober_4.jpeg Ansicht von Siegburg (hist. Aufn. um 1910, Stadtarchiv)

Anfang des 20.Jahrhunderts erreichte die jüdische Gemeinde in Siegburg mit fast 400 Mitgliedern ihren Höchststand. Sie waren mitprägend für das Leben in der Stadt; so gab es hier z.B. zahlreiche Viehhändler und Metzger, die ihre Wohn- und Geschäftshäuser in der Anker-, Holz- und Scheerengasse hatten.

Im Jahre 1933 wohnten in der Stadt Siegburg noch etwa 300 Personen jüdischen Glaubens.

Am 1.April 1933 wurde auch in Siegburg der reichsweit ausgerufene Boykott jüdischer Geschäfte durchgeführt; den Auftakt dazu soll ein minutenlanges Signal der städtischen Brandsirenen gegeben haben. Aus einem Polizeibericht:

„ ... Der Boykott der jüdischen Geschäfte ... im Stadtbezirk wurde wie folgt durchgeführt:  Punkt 10 Uhr vormittags erfolgte die öffentliche Ankündigung durch ein 5 Minuten dauerndes Signal der Brandsirenen. Gleichzeitig erfolgte die Aufstellung der SA- Posten vor den vorher genau bezeichneten jüdischen Geschäften und Warenhäusern. Auf Grund dieser Maßnahmen schloß der größte Teil der Betroffenen von sich aus die Geschäfte. Zwischenfälle sind nicht vorgekommen.  Die Organisation der Boykottbewegung liegt in den Händen des Kampfbundes für Handwerk und Gewerbe. ...”

(aus: Heinrich Linn, Der Untergang der jüdischen Gemeinde Siegburg, S. 25)

  Boykottiertes Kaufhaus „Rhela“, Bahnhofstraße (Aufn. aus: siegburg.de)

Ein Bericht im NS-Kampfblatt "Westdeutscher Beobachter" leitete Mitte Juli 1935 eine neue Kampagne unter der Überschrift "Schach dem Rhelajuden!" ein; so hieß es u.a.: "Die sattsam bekannten Rhelajuden haben mittlerweile in Siegburg soviel Staub aufgewirbelt, daß es zweckmäßig wäre, sie schüttelten ihn von ihren Plattfüßen und verschwänden auf Nimmerwiedersehen." Dann folgte im Text die unmissverständliche Warnung an alle Siegburger Bürger, das Geschäft zu betreten.

Etwa knapp 50 Juden Siegburgs emigrierten zwischen 1933 und 1938 bzw. verzogen in deutsche Großstädte.

Während der „Reichskristallnacht“ im November 1938 wurden sechs der insgesamt 13 noch bestehenden jüdischen Geschäfte von Zivil tragenden SA- bzw. SS-Männern demoliert; die Synagoge in der Holzgasse 26 wurde angezündet und brannte aus; die Feuerwehr schützte nur die benachbarten Gebäude vor den Flammen; Schule und Gemeindesaal wurden gleichfalls vernichtet.  (Anm.: Eine 1913 von Friedrich Wilhelm Heymann gestiftete Thorarolle konnte aus den Synagogentrümmern gerettet werden; sie befindet sich heute in der Synagoge in Haifa.)

Tags darauf wurden 45 jüdische Männer verhaftet, die in die Arbeitsanstalt Brauweiler bei Köln eingeliefert wurden.

Antijüdische Kundgebungen im Siegkreis

... Die berechtigte Wut der Bevölkerung steigerte sich immer mehr und führte zu spontanen Kundgebungen gegen das Judentum. Bei dieser Gelegenheit richtete sich die Volkswut begreiflicherweise auch gegen die jüdischen Geschäfte, die sich noch im Siegkreis, vor allem in Siegburg selbst, breitmachten und teilweise durch raffinierte Tarnung versuchten, die deutschen Volksgenossen in ihre Läden zu locken. In mehreren Fällen wurden jüdische Geschäfte in der Empörung zertrümmert.   In den Synagogen in Siegburg, Honnef und Ruppichteroth, die von der Bevölkerung schon lange als Schand flecken im Ortsbild empfunden wurden, brachen Brände aus. Auch in anderen Orten des Kreises schloß sich die Bevölkerung in großer Empörung zu Kundgebungen gegen die jüdischen Geschäfte und die jüdischen Bewohner zusammen. ...

(aus: „Westdeutscher Beobachter”, Ausgabe für den Siegkreis vom 11.11.1938)

Bis zum Kriegsbeginn verließen weitere 62 Siegburger Juden ihre Heimatstadt und suchten ihr Heil in der Emigration; die meisten gingen in die USA, nach Großbritannien oder nach Palästina.

Zwischen 1934 und 1937 existierte in einer stillgelegten Fabrik in der Siegfeldstraße ein von Selig Wolf, Lehrer an der jüdischen Elementarschule Siegburgs, gegründetes „Hachschara-Umschulungslager“, das junge auswanderungswillige Juden/Jüdinnen für landwirtschaftliche und handwerkliche Tätigkeiten in Palästina vorbereitete. Die jungen Leute wurden auf Bauernhöfen der nahen Umgebung untergebracht, um auch praktische Erfahrungen sammeln zu können. Insgesamt sollen diese Ausbildungsstätte etwa 200 Personen durchlaufen haben. In Palästina schloss sich dann der Großteil der Siegburger Absolventen dem religiösen Kibbuz Hafez Hajim an.

Im Mai/Juni 1941 wurden die in Siegburg noch verbliebenen Juden in „Judenhäusern“ einquartiert.

                  In seinem Bericht vom 4.6.1941 vermeldete der Bürgermeister von Siegburg:

„ ... In der Stadt Siegburg wohnen z.Zt. noch 82 Juden in 21 jüdischen Häusern ... Um diesen unhaltbaren Zustand zu beseitigen, beantrage ich, durch staatspolizeiliche Maßnahmen die Juden in fünf jüdische Häuser zusammenzulegen. Die arischen Mieter ... haben sich bereiterklärt, auszuziehen, zumal ihnen in den frei werdenden Judenhäusern bessere Wohnungen vermittelt werden können. ... Bei Durchführung dieser Maßnahme würden einmal für den allgemeinen Wohnungsmarkt 16 Judenhäuser frei werden, ...”

Ab Juni 1941 verlegten die NS-Behörden ca. 50 Juden Siegburgs in das Lager Much. Nur jüdische Eltern mit schulpflichtigen Kindern blieben zunächst von der Umsiedlung verschont.

Abtransport Siegburger Juden ins Lager Much (Aufn. aus: siegburg.de)

Im sog. „Judenlager Much“ - einem ehemaligen Barackenlager des Reichsarbeitsdienstes (RAD), unmittelbar am Wahnbach gelegen - waren seit Juni 1941 alle noch im Kreisgebiet lebenden Juden zusammengefasst worden. In vier Transporten wurden sie von dort im Laufe des Jahres 1942 in Lager im besetzten Ostpolen deportiert. In Much selbst hatte es keine jüdische Gemeinde gegeben. Von den ca. 300 aus Siegburg stammenden bzw. längere Zeit hier ansässig gewesenen Siegburger Juden fiel insgesamt etwa ein Drittel der „Endlösung“ zum Opfer.

 

Nach Kriegsende kehrten nur wenige der emigrierten Juden nach Siegburg zurück. Da die wieder entstandene jüdische Gemeinde viel zu klein war, nahm man von einem Wiederaufbau der alten Synagoge Abstand; stattdessen wurde die ehemalige jüdische Schule instandgesetzt und als Betsaal hergerichtet. Die wenigen Gemeindemitglieder nahmen in der Folgezeit an den Gottesdiensten der Bonner jüdischen Gemeinde teil.   

 „Brunnen-Denkmal“ (Aufn. W, Leskovar, 2010)

In Siegburg steht seit 1985 (erneuert 1998) am einstigen Standort der Synagoge ein in Form eines Davidsterns gestalteter sechseckiger Brunnen, der an die jüdische Gemeinde Siegburgs erinnern soll. In einem kreisförmigen Textband inmitten der Pflasterung ist zu lesen:

Hier stand seit 1841 die Synagoge der jüdischen Gemeinde, der mehr als 300 Mitglieder angehörten.

Die Synagoge fiel am 10.11.1938 den Flammen der Pogromnacht - Reichskristallnacht - zum Opfer.

Durch die nationalsozialistische Gewaltherrschaft - 1933 - 1945 - wurde der größte Teil der Gemeindemitglieder ermordet.

Ihr Tod soll uns mahnend sein.

Auf dem großflächigen jüdischen Friedhof in der Heinrichstraße - einem der größten im Rheinland - findet man heute noch etwa 340 Grabsteine; der älteste stammt aus dem Jahre 1696.

http://www.llg-st-augustin.de/Archiv/2008/Berichte/Images/BesichtigungJF/IMG_1436.JPGhttp://www.siegburg.de/stadt/newsletter/archiv-alt/bilder/meldungen2008/08/friedhof08-web.jpg

Jüdischer Friedhof in Siegburg (links: Aufn. Dierk Vollmer, rechts: Aufn. aus: siegburg.de)

Seit den 1960er Jahren erinnert die Inschrift auf einem Gedenkstein an die jüdischen Opfer Siegburgs und der Nachbarorte.

http://www.stadtarchiv-siegburg.de/mam/web/stadtarchiv/bilder/1962_1.jpeg Dieses Denkmal (Abb. aus: stadtarchiv-siegburg.de) wurde auf Anregung eines in die USA emigrierten Siegburger Juden aufgestellt; es ist vor allem dem Andenken an den Kantor und Lehrer Salomon Seelig gewidmet:

Zum Gedenken an den verdienstvollen Seelsorger und Lehrer Salomon Seelig

und die zahlreichen Brueder und Schwestern der Juedischen Gemeinde Siegburg sowie der benachbarten Gemeinschaften

die dem Terror des nationalsozialistischen Regimes in den Jahren 1933 - 1945 zum Opfer fielen.

Den Überlebenden zur steten Erinnerung

der Nachwelt zur dauernden Mahnung

Ein weiterer, im Jahre 2009 gesetzter Gedenkstein ist hier der Siegburger Familie Rochmann gewidmet; Ignaz Rochmann war der erste in einem KZ ermordete Siegburger Jude.

2003 wurde in Siegburg mit der Verlegung von sog. „Stolpersteinen“ begonnen; inzwischen erinnern mehr als 90 solcher Steine (Stand: 2020) an ehemalige jüdische Bewohner, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurden bzw. gewaltsam ums Leben kamen.

http://www.stadtarchiv-siegburg.de/mam/web/stadtarchiv/bilder/2003_5.jpeg

verlegt für Fam. Hirschfeld und Fam. Wallerstein, Holzgasse (Aufn. Stadtarchiv Siegburg bzw. geocaching.com)

Eine aus dem 15.Jahrhundert stammende Mikwe in einem Siegburger Privathaus in der Holzgasse gehört zu den wenigen Ritualbädern aus dieser Zeit, die in Deutschland noch erhalten sind. Das größtenteils verschüttetes Frauenbad wurde 1993 entdeckt und steht seitdem unter Denkmalschutz.

Die dem Kreisarchiv Siegburg angegliederte Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg” in Windeck/Rosbach erinnert an die jahrhundertelange Ansässigkeit jüdischer Bewohner in der Region. 1994 wurde diese Gedenkstätte eröffnet, die sich im ehemaligen Hause der jüdischen Familie Seligmann befindet; zwölf ihrer Familienmitglieder wurden Opfer des Holocaust, die übrigen und ihre Nachkommen leben heute auf der ganzen Welt verteilt.

 

Weitere Informationen:

Rudolf Heinekamp, Siegburgs Vergangenheit und Gegenwart, Siegburg 1897

Johann Schmitz, Alte Friedhöfe in Siegburg, in: "Heimatblätter des Siegkreises", 1/1925, S. 70 f.

Wilhelm Levison, Die Siegburger Familie Levison und verwandte Familien, Bonn 1952

Ernst Lyon, Biographische Fragmente aus einer kleinen Judengemeinde, in: "Heimatblätter des Siegkreises - Zeitschrift des Geschichts- und Altertumsvereins für Siegburg und den Siegkreis e.V.", Sonderheft (Heft 86) Dezember 1964, S. 48 - 63

Wilhelm Bers, Die Siegburger Juden, in: "Heimatblätter des Siegkreises, Zeitschrift des Geschichts- und Altertumsvereins für Siegburg und den Siegkreis e.V.", Sonderheft Dezember 1964, S. 64 - 74

Hans Dieter Sassenberg, Die Juden in Siegburg. Eine heimatgeschichtliche Untersuchung. Examensarbeit Pädagogische Bonn, 1965

Germania Judaica, Band II/2, Tübingen 1968, S. 762/763 und Band III/2, Tübingen 1995, S. 1368 - 1371

Otto Treptow, Untersuchungen zur Topographie der Stadt Siegburg, in: Die Stadt in der europäischen Geschichte - Festschrift für Edith Ennen, Bonn 1972, S. 701 ff. (u.a. Bericht über die Mikwe in Siegburg)

Karl Schröder, Die Juden in den Gemeinden Eitorf und Ruppichteroth, in: "Veröffentlichungen des Geschichts- und Altertumsvereins für Siegburg u. den Rhein-Siegkreis e.V.", Heft 11/1974, Siegburg 1974 , S. 17 f. und S. 63 ff.

Karl Schröder, Die Juden im Wirtschaftsleben des Siegkreises, in: Heinrich Linn/u.a., Juden an Rhein und Sieg - Ausstellung des Archivs des Rhein-Sieg-Kreises, Siegburg 1983, S. 170 ff.

Bruno Reifenrath (Bearb.), Die “Evakuierung” der Juden des Siegkreises unter besonderer Berücksichtigung ihrer Internierung im RAD-Lager Much, in: Heinrich Linn, Juden an Rhein und Sieg, Siegburg 1983, S. 238 ff.

Heinrich Linn, Juden an Rhein und Sieg. Ausstellung des Archivs des Rhein-Sieg-Kreises Mai/Sept. 1983, Verlag Franz Schmitt, 2.Aufl. Siegburg 1984, S. 271 ff.

Heinrich Linn, Der Untergang der jüdischen Gemeinde Siegburg, in: Die Vierziger Jahre - Der Siegburger Raum zwischen Kriegsanfang und Währungsreform, Begleitbuch zur Ausstellung des Stadtmuseums Siegburg (1988), S. 24 - 33

Heinrich Linn, Jüdische Abwehr - “Kibbuz Hadschara” in Siegburg, in: Wegweiser durch das jüdische Rheinland, Berlin 1992

Jüdisches Kultbad in einem Keller der Holzgasse entdeckt, in: "Rhein-Sieg-Rundschau" vom 29.4.1993

Jüdisches Kultbad ein bedeutendes Zeugnis, in: "Rhein-Sieg-Rundschau" vom 12.5.1993

Jüdisches Ritualbad ist jetzt Denkmal, in: "Rhein-Sieg-Rundschau" vom 1.9.1993

Michael Gechter/Christian Schwabroh, Die Siegburger Mikwe des 15.Jahrhunderts, in: "Archäologie im Rheinland 1993", Köln 1994, S. 153 – 155

Elfi Pracht, Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln, J. P.Bachem Verlag, Köln 1997, S. 550 - 561

Michael Brocke (Hrg.), Feuer an dein Heiligtum gelegt - Zerstörte Synagogen 1938 Nordrhein-Westfalen, Ludwig Steinheim-Institut, Kamp Verlag, Bochum 1999, S. 493/494

Andrea Korte-Böger, Steine und Erde - Der jüdische Friedhof in Siegburg, in: "Zeugnisse jüdischer Kultur im Rhein-Sieg-Kreis", Band 1, Rheinlandia-Verlag, Siegburg 2004 (mehrere Aufsätze)

Elfi Pracht-Jörns, Von der Zierde der Stadt zum Schandfleck, in: Unwiederbringlich vorbei. Geschichte und Kultur der Juden an Sieg und Ruhr, Siegburg 2005

Stadtverwaltung Siegburg (Hrg.), Vor 70 Jahren: Pogromnacht und Judenverfolgung in Siegburg, in: „siegburg-aktuell“ vom 8.11.2008

Andrea Korte-Böger, Wider das Vergessen, in: "Siegburger Blätter – Geschichte und Geschichten aus Siegburg", No. 20/Nov. 2008 (mit Auflistung der in Siegburg verlegten „Stolpersteine“)

Bernhard Böger/Andrea Korte/Böger, Die Siegburger Synagoge im Stadtbild, in: "Heimatblätter des Rhein-Sieg-Kreises", No. 76/2008, S. 96 - 109

Anette Hirzel, Spurensuche jüdischen Lebens am Beispiel der Siegburger Familie Rochmann, in: "Gedenkschriften – Schriftenreihe des Fördervereins Gedenkstätte Landjuden an der Sieg e.V.", Siegburg 2009

Jan Tiemann, „Unbekannt verzogen - Deportation und Emigration der Juden aus Siegburg 1933-1942“, hrg. vom Geschichts- und Altertumsverein für Siegburg und den Rhein-Sieg-Kreis e.V., Band 30, Rheinlandia-Verlag, 2009

Claudia Maria Arndt/Volker Fuchs, „… Spuren hinterlassen hat, die nicht vergehen werden“. Zeugnisse jüdischen Lebens im Rhein-Sieg-Kreis, in: „Gedenkschriften des Fördervereins der Gedenkstätte Landjuden an der Sieg e.V.", Heft 2/2010, S. 19/20

Juden in Siegburg (namentliche Auflistung), in: loerken.de/tdfns2/listen/juden siegburg1.htm

Auflistung der Stolpersteine in Siegburg, in: wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_Siegburg

Andrea Korte-Böger, Die Siegburger Synagoge im Stadtbild, in: "siegburg-aktuell" vom 2.12.2012

Johannes Schmitz (Red.), Stolpersteine in Siegburg. Gedenken an jüdische Familie, in: „Rhein-Sieg-Anzeiger“ vom 13.2.2014

Nadine Quadt (Red.), Zeichen gegen das Vergessen. Gunter Demnig verlegt in Siegburg acht neue Stolpersteine, in: „General-Anzeiger“ vom 5.12.2018

N.N. (Red.), Spurensuche führt nach Siegburg – Stolperstein für Großvater Aron Dunajewsky verlegt, in: „Extrablatt – Rheinische Anzeigenblätter. Siegburg“ vom 5.8.2019