Varel/Friesland (Niedersachsen)

Landdrostei Aurich – Wikipedia Varel in FRI.svg Varel ist eine Stadt mit derzeit ca. 24.000 Einwohnern in Friesland am Jadebusen südlich von Wilhelmshaven gelegen (hist. Karte von 1905, aus: wikipedia.org, gemeinfrei  und  Hagar, 2009, aus: commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0).

Um 1680 wurde am Vareler Siel - in der Nachbarschaft des Fleckens Varel - eine dänische Seefestung angelegt; in der Christiansburg sollten auch Bewohner ansässig gemacht werden. Um Ansiedlungen zu fördern, versprach der dänische König Christian V. in einem Patent, „Schutz und Freyheit gegen dero Creditoren und alle andere, so einigen Anspruch an dieselbe haben möchten”. Auch künftigen jüdischen Bewohnern gegenüber zeigte er sich aufgeschlossen, wenn er „das freye Exercitium Religionis allen und jeden fremden Religions-Verwandten, auch den Juden, so sich darin [in der Christiansburg] zu wohnen begeben werden ...” Auf Grundlage dieser Zusage kamen jüdische Familien hierher; in Varel dagegen durften sie nicht bleiben. Als nach etwa 15 Jahren die Festung Christiansburg wieder aufgegeben wurde, zogen - neben anderen - auch einige jüdische Familien nach Varel.

Gottesdienste hielten die Vareler Juden zunächst in Privathäusern ab; mehrfache Gesuche um Einrichtung einer Synagoge wurden von der Landesherrschaft zunächst abgelehnt. Bereits seit 1760 besaß die Gemeinde Varel eigene Statuten, die in 13 Artikeln fixiert waren. Ab 1806 durfte die kleine Gemeinde ihre gottesdienstlichen Zusammenkünfte in einem Hause am Haferkamp durchführen; als 1843 das baufällige Gebäude abgerissen wurde, besaßen die Juden des Fleckens Varel keinen Betraum mehr. Von da an intensivierte die jüdische Gemeinde ihr Bemühen, ein eigenes Synagogengebäude zu errichten. Im Jahre 1848 konnte die Gemeinde - in Anwesenheit des Landrabbiners Wechsler - in der Osterstraße ihr neues Gotteshaus einweihen; es verfügte über ca. 60 Männerplätze, Frauen fanden auf der Empore Platz; angeschlossen war die jüdische Schule mit der Lehrerwohnung.

                  In einer Kurzmeldung im lokalen Presseorgan „Der Gemeinnützige“ wurde über die „Tempelweihe” berichtet:

Der hier neu erbaute Tempel ist am 28.Juli [1848] feierlich eingeweiht worden. Sowohl die vom Landesrabbiner gesprochene Rede, als auch die Ausführung der Gesangsstücke hat angesprochen. Bekanntlich ist mit dieser Synagoge eine Schule verbunden; .. steht solche unter Aufsicht des Staats und erfüllen die Kinder der Israeliten durch ihren alleinigen Besuch ihre staatliche Schulpflicht ? Früher besuchten diese Kinder die ordentlichen öffentlichen Schulen, was jetzt nicht mehr der Fall sein soll - das wäre ein Rückschritt zur Absonderung, welche gar übel sich verträgt mit der begehrten Emanzipation.

     

Synagoge und katholische Kirche (Lithographie R. Sagemüller)    -    Vareler Synagoge um 1860 (kolorierte Bleistiftzeichnung von G. F. Müller)

beide Abbildungen aus: commons.wikimedia.org, gemeinfrei

Anm.: Für die Finanzierung des Synagogenbaues waren Spenden gesammelt worden. In der Gemeinde selbst konnten von den zu erwartenden Gesamtkosten in Höhe von 2.500 Talern immerhin 700 Taler aufgebracht werden - eine ansehnlich Summe, wenn man die in Varel eher in armen Verhältnissen lebenden jüdischen Familien betrachtet. Unterstützung kam von den jüdischen Gemeinden in Hamburg, Altona und anderen Orten, aber auch von einigen christlichen Einwohnern der Stadt.

Zur Erledigung gemeindlicher religiöser Aufgaben war zeitweilig ein Lehrer angestellt; besonders in der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts war die Besetzung der Lehrerstelle einem häufigen Wechsel unterworfen.

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20191/Varel%20AZJ%2013111854.jpgAnzeige in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 13.Nov. 1854

Erst mit der Besetzung der Stelle durch den aus Wittmund kommenden Lehrer Meir Neumark kam es 1856 zu einer Konsolidierung; er übte dieses Amt bis 1885 aus. Sein Nachfolger, David Bernheim, war dann in Varel fast ein halbes Jahrhundert (von 1886 bis 1934) tätig.

Außerhalb Varels, beim Dorfe Hohenberge, befand sich auf einem Sandhügel der jüdische Begräbnisplatz, der vermutlich im ersten Viertel des 18.Jahrhunderts angelegt worden war. Bis gegen Ende des 18.Jahrhunderts war er der einzige jüdische Friedhof im gesamten Oldenburger Land. Für jeden Toten musste ein Reichstaler an das evangelische Konsistorium gezahlt werden; auch das Aufstellen eines Grabsteins war an bestimmte Auflagen gebunden.

Bis zur Anlegung weiterer jüdischer Friedhöfe im Oldenburger Land wurden in Hohenberge/Varel auch Juden aus umliegenden Orten der Region beerdigt, so aus Ovelgönne, der Stadt Oldenburg u. Westerstede.

Die Gemeinde Varel gehörte zum Landrabbinat Oldenburg.

Juden in Varel:

        --- um 1700 ........................  8 jüdische Familien (?),

    --- 1760 ........................... 15     “        “   ,

    --- 1793 ........................... 63 Juden,

    --- um 1815 ........................ 20 jüdische Familien (ca. 100 Pers.),

    --- 1828 ........................... 79 Juden,

    --- 1840 ....................... ca. 85   "  ,

    --- 1855 ........................... 95   “  ,

    --- 1875 ........................... 90   “  ,

    --- 1885 ........................... 92   “  ,

    --- 1895 ........................... 67   “  ,

    --- 1910 ........................... 68   “  ,

    --- 1924 ........................... 63   “  ,

    --- 1933 ........................... 44   “  ,

    --- 1938 (Jan.) .................... 28   “  ,

             (Dez.) .................... 17   “  ,

    --- 1940 (Jan.) .................... 10   “  ,

             (Dez.) .................... keine.

Angaben aus: Rudolf Brahms, Geschichte der Synagoge in Varel

und                Werner Vahlenkamp (Bearb.), Varel, in: Herbert Obenaus (Hrg.), Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen, Band 2, S. 1493

Die meisten Juden Varels lebten im 19.Jahrhundert in recht ärmlichen Verhältnissen; sie waren meist als Hausierer, Kesselflicker, Pfandleiher oder Trödler tätig; es gab auch einige jüdische Viehhändler. Nach 1850 wurden mehrere Einzelhandelsgeschäfte in der Stadt von jüdischen Kaufleuten eröffnet; zudem kam als Industriebetrieb die 1861 gegründete Lederfabrik Simson Schwabe & Söhne.  

                    http://www.nwzonline.de/rf/image_online/NWZ_CMS/NWZ/2011-2013/Produktion/2013/11/09/VAREL/3/Bilder/VAREL_3_70049e70-f609-495d-a498-2eacaabc8eca--587x337.jpg Textilhaus Schwabe in der Haverkampstraße (hist. Aufn., Heimatverein Varel)

        Kaufhaus Robert Schwabe Neue Straße/Obernstraße (Archiv)  http://www.nwzonline.de/rf/image_online/NWZ_CMS/NWZ/2011-2013/Produktion/2012/11/09/VAREL/3/Bilder/VAREL_3_d3c742d5-b0ab-4c11-b135-8cfaf1546c7d--498x337.jpg

Die Juden im Amt Varel lebten mit der christlichen Bevölkerungsmehrheit nicht immer problemlos zusammen; zwar waren Aggressionen gegen die Juden eher die Ausnahme, doch wurden diese von der hiesigen christlichen Bevölkerung meist mit Argwohn und auch Ablehnung betrachtet. Dies führte auch dazu, dass sich jüdische Bewohner noch mehr vom allgemeinen gesellschaftlichen Leben abkapselten. Das Anwachsen des Antisemitismus nach der NS-Machtübernahme ließ die Zahl der jüdischen Gemeindemitglieder schnell schrumpfen; die Tendenz zur Aus- bzw. Abwanderung von Juden war bereits in Varel nach dem Ersten Weltkrieg deutlich sichtbar geworden.

Schon wenige Wochen nach der NS-Machtübernahme 1933 kam es in Varel zu gewalttätigen Übergriffen von SA-Angehörigen auf jüdische Geschäfte und deren Besitzer.

                   Aus einer Meldung des „Jeverschen Wochenblattes” vom 25.März 1933:

Op. Varel. Terrorakte. Immer wieder werden hier die großen Schaufensterscheiben von jüdischen Geschäften eingeschlagen. Dreimal wurden innerhalb kurzer Zeit die Scheiben im Kaufhaus Weiß zertrümmert, einmal bei der Firma Gustav Schwabe und in der Nacht auf Donnerstag die große Erkerscheibe des Fabrikanten Franz Schwabe. ... Bis jetzt gelang es nicht, der Täter habhaft zu werden.

                    Synagoge in Varel (Aufn. 1930er Jahre, Stadtarchiv Varel)

Im Sommer 1935 wurden an vier zentralen Stellen Varels Schilder mit der Aufschrift „Luftkurort Varel – Juden nicht erwünscht“ aufgestellt. Der dafür verantwortliche örtliche SA-Führer Elimar Suhren hatte sich damit mit seinem Antrag an die Bürgermeisterei durchgesetzt („Es ist ein unhaltbarer und für Varel als Luftkurort unwürdiger Zustand, daß sich hier zur Zeit so viele Juden .. aufhalten.“).

In der Nacht zum 10.November 1938 wurde die Vareler Synagoge in der Osterstraße von SA- und SS-Angehörigen niedergebrannt. Nachdem die Ruinenreste weitgehend abgeräumt waren, ging das ehemalige Synagogengrundstück in private Hände über; das brachliegende Areal diente danach zunächst als Unterkunft für militärische Dienststellen, danach für Flüchtlinge. Die wenigen noch vorhandenen jüdischen Geschäfte in Varel wurden in der Pogromnacht verwüstet und geplündert. Auch drangen SA-Leute in die Wohnungen ein, nahmen deren Bewohner fest und brachten sie ins Polizeigefängnis; bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung wurden Wertsachen konfisziert. Während die Frauen wieder auf freien Fuß gesetzt wurden, überstellte man die Männer nach Oldenburg, von wo sie wenig später - zusammen mit anderen Juden aus Wilhelmshaven, Ostfriesland und Oldenburg - ins KZ Sachsenhausen abtransportiert wurden.

Aus einem Bericht eines Betroffenen: ... Per Auto-Bussen brachte uns die Gestapo nach dem Kasernenplatz in Oldenburg. Dort waren so etwa 2.000 Juden zusammengetrieben aus Wilhelmshaven, Oldenburg und Ostfriesland und mußten dort stundenlang stehen. Es war ziemlich kalt dort am 10.November 1938. Ich traf da meinen Bruder Sally und Schwager Eduard Visser aus Varel. Dann endlich wurden wir durch die Stadt Oldenburg zum Bahnhof getrieben, ... wir wurden verladen wie Vieh. Der Zug ging die Nacht durch nach Berlin zum Bahnhof Sachsenhausen. Gegen vier Uhr morgens kam der Zug dort an. Auf diesem Bahnhof wurden wir von der SS aus dem Zuge geschlagen mit Knüppeln, und wer nicht schnell genug war, kriegte das meiste ab. ... Als wir da ankamen, durch das Tor auf dem großen Sammelplatz, hatten wir vier Tote bei uns. Dort mußten wir wieder 24 Stunden stehen. Leute fielen vor uns, neben uns und bei uns um vor Schwäche und Angst. ...” (aus: Enno Meyer (Hrg.), Die Synagogen des Oldenburger Landes, S. 185/186)

                   Aus der „Oldenburgischen Staatszeitung” vom 12./13.November 1938:

Zwei Schandflecke beseitigt

Erbitterte Volksmenge steckte Synagogen in Brand

... Von einer bis aufs tiefste über den jüdischen Meuchelmord erbitterten Volksmenge wurden in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Synagogen in Varel und Jever in Brand gesteckt. Beide Gebäude brannten völlig nieder. ... Verständlich ist, daß die Volkswut sich nach dem Abbrennen auch gegen die Juden in Varel und Jever richtete: So klirrten dann bald bei mehreren jüdischen Geschäften die Fensterscheiben. Die SA. sorgte aber sofort für Ordnung und bezog neben den zertrümmerten Fenstern Posten, um Plünderungen zu vermeiden. Die Waren wurden aufgenommen und mit Lastwagen in Sicherheit gebracht. ... Was geschehen ist, mußte geschehen, denn allzuviel war die Jahre zuvor hineingefressen an Grimm gegen die uns so wesensfremde Rasse der Juden. Wir wollen nun froh sein, daß kein Jude einem Volksgenossen noch schaden kann ...

Anfang Dezember 1940 meldete der Landrat des Kreises Friesland an den Finanzminister in Oldenburg, dass es in Varel keine jüdischen Geschäfte mehr gäbe und die Inhaber „verzogen“ wären. Die letzten jüdischen Bewohner - nämlich die Insassen des bis dato in Emden lebenden Insassen des jüdischen Alten- und Siechenheimes in der Schüttingstraße* - wurden Ende Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert.

* Das jüdische Altersheim war erst 1937 im Hause der jüdischen Familie Weinberg eingerichtet worden und bestand bis zur Deportation der letzten Bewohner.

                   Am 29.Juli 1942 meldete die Gestapo Wilhelmshaven an die Zentrale nach Berlin:

„ Am 23.7.42 wurden die Insassen des jüdischen Siechenheims in Varel nach Theresienstadt evakuiert. Damit ist der Bereich der Stapo Wilhelmshaven von kennzeichnungspflichtigen Juden gesäubert. Es sind nur noch einige Juden vorhanden, die in privilegierter Mischehe leben und zur Kennzeichnung nicht verpflichtet sind.”

1948 wurde ein Ermittlungsverfahren gegen die Hauptbeteiligten der Synagogenbrandstiftung bzw. der Verfolgung der Vareler Juden in Gang gesetzt. Vor dem Schwurgericht des Landgerichts Oldenburg wurden vier Angeklagte im Juli 1952 zu Haftstrafen verurteilt.

 

Nach Kriegsende kehrte als einzige die "in Mischehe" verheiratete Jüdin Johanne Titz nach Varel zurück. Nach einem mehrjährigen Restitutionsverfahren erhielt sie ihre Immobilie in der Schüttingstraße zurück und lebte in der Stadt bis zu ihrem Tode (1990).

Am Gebäude des ehemaligen Technikums in der Osterstraße - heute ist hier eine Grundschule untergebracht – befindet sich eine Tafel, die an die einstige Synagogengemeinde Varels und an den jüdischen Friedhof in Hohenberge erinnert.

Varel Synagogengedenkstein.jpg"Zum Gedenken an die Synagoge Varel. Das Gotteshaus der jüdischen Gemeinde unserer Stadt, errichtet im Jahre 1848, zerstört am 10. November 1938. Darüber wein ich, mein Auge, mein Auge fliesst in Tränen (Thr. 1,16)".   Vom Arbeitskreis "Juden in Varel" wurde 2014 neben dem Mahnmal zudem eine Informationstafel zur Geschichte der Synagoge aufgestellt (Aufn. aus: commons.wikimedia.org, CCO).

2016 wurde - ebenfalls vom Arbeitskreis initiiert - eine Gedenktafel angebracht, die an die ermordeten Bewohner des jüdischen Altenheims an der Schüttingstraße 13 erinnert. Auf dieser Tafel sind alle Namen, Geburtsdaten und – soweit bekannt – Todesdaten der Bewohner genannt, die dort ihren letzten Wohnsitz hatten, bevor sie deportiert (am 22.Okt. 1941 nach Litzmannstadt/Lodz bzw. am 23.Juli 1942 nach Theresienstadt) und dort ermordet wurden. Im in der Schüttingstraße befindlichen Gebäude soll künftig ein „Erinnerungsort“ eingerichtet werden, der an die jüdische Geschichte Varels und an die NS-Verfolgungs- u. Vertreibungsgeschichte erinnert. Seit 2019 befindet sich eine Gedenktafel an der Langen Straße, die das Schicksal der jüdischen Familie Schwabe, die in Varel eine Leder- und Treibriemenfabrik betrieben hatte, dokumentiert.

Das während des Zweiten Weltkrieges geschändete und als Flak-Stellung benutzte Friedhofsgelände an der Neuwangerooger Straße (Ortsteil Hohenberge) wurde in den 1950/1960er Jahren - so weit es eben ging - saniert; wiederaufgefundene Grabsteine wurden aufgestellt. Heute befinden sich ca. 120 Steine auf dem ca. 1.800 m² großen Gelände; der älteste Grabstein datiert von 1763.

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20255/Varel%20Friedhof%20221a.jpg http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20269/Varel%20Friedhof%20067.jpg

Jüdischer Friedhof in Varel - Hohenberge (links: Aufn. Martin J. Schmid, 2010 und rechts: Hans-Peter Laqueur, 2006)

 

Weitere Informationen:

Johannes-Fritz Töllner/u.a., Die jüdischen Friedhöfe im Oldenburger Land. Bestandsaufnahme der erhaltenen Grabsteine, in: "Oldenburger Studien", Band 25, Oldenburg 1983, S. 211 - 311

Hartmut Peters (Hrg.), Verbannte Bürger, Die Juden aus Jever - Dokumente und Darstellungen zur Geschichte der Juden Jevers 1698 - 1984, in: "Schriftenreihe des Jeverländischen Altertums- und Heimatvereins e.V.", Heft No.19, ZEITDRUCK (Goldmann GmbH), Jever 1984

Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu den Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933 - 1945, Niedersachsen II (Reg.bezirke Hannover und Weser-Ems), Pahl-Rugenstein Verlag, Köln 1986, S. 145

Rudolf Brahms, Geschichte der Synagoge in Varel, in: Enno Meyer (Hrg.), Die Synagogen des Oldenburger Landes, Heinz Holzberg Verlag, Oldenburg 1988, S. 161 - 195

Werner Meiners, Nordwestdeutsche Juden zwischen Umbruch und Beharrung. Judenpolitik und jüdisches Leben im Oldenburger Land bis 1827, in: "Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen u. Bremen", Band 204, Hannover 2001

Herbert Obenaus (Hrg.), Landjuden in Nordwestdeutschland. Vorträge des Arbeitskreises Geschichte der Juden in der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, Hannover 2005

Werner Vahlenkamp (Bearb.), Varel, in: Herbert Obenaus (Hrg.), Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen, Wallstein-Verlag, Göttingen 2005, Band 2, S. 1493 – 1502

Rudolf Brahms, Geschichte einer ungeliebten Minderheit. Die Entwicklung der jüdischen Gemeinde in Varel von ihren Anfängen im 17.Jahrhundert bis zu ihrem Untergang in nationalsozialistischer Zeit, in: "Oldenburger Studien", Band 60, Isensee-Verlag, Oldenburg 2007

Holger Frerichs, Varel unter dem Hakenkreuz. Texte und Dokumente zur Geschichte Varels 1933 - 1945, Verlag Hermann Luers, Jever 2007

Holger Frerichs, Spurensuche: Das jüdische Altenheim in Varel 1937 – 1942. Die Familie Weinberg, die 40 Bewohner der Schüttingstraße 13 und die Deportationen 1941/1942, Jever 2012

Hans Begerow (Red.), Keiner kehrte je nach Varel zurück, in: „NWZ - Nordwest-Zeitung“ vom 21.7.2012 (betr. Jüdisches Altenheim)

Holger Frerichs (Red.), Varel: Die Synagoge und ihre Zerstörung 1938, in: Hrg. Gröschler-Haus - Zentrum für Jüdische Geschichte und Zeitgeschichte der Region Friesland/Wilhelmshaven, online abrufbar unter: groeschlerhaus.eu

Holger Frerichs (Red.), Varel: Der jüdische Friedhof, online abrufbar unter: groeschlerhaus.eu/erinnerungsorte/varel/varel-juedischer-friedhof/

Hans Begerow (Red.), Ausgrenzung der Juden hautnah miterlebt, in: „NWZ - Nordwest-Zeitung“ vom 9.11.2013

Arbeitskreis Juden in Varel (Bearb.), Jüdisches Leben in Varel – ein historischer Stadtrundgang, Faltblatt, Varel 2016 (online abrufbar unter: varel.de/dokumente/Flyer_Juedisches_Leben_in_Varel.pdf)

Holger Frerichs (Red.), Einzige Überlebende erhielt Haus erst 1954 zurück, in: „NWZ – Nordwest-Zeitung“ vom 21.10.2016

Traute Börjes-Meinardus (Red.), Krieg zerstörte Lebenstraum, in: NWZ – Nordwest-Zeitung“ vom 8.12.2016

Hans Begerow (Red.), Deportationen waren kein Geheimnis, in: "NWZ - Nordwest-Zeitung" vom 19.7.2017 (Anm. Artikel enthält auch die Namen der Deportierten aus dem Hause in der Schüttingstraße)

Holger Frerichs, Geschichte der jüdischen Familie Schwabe-Barlewin aus Varel, in: "Schriften zur Geschichte des Nationalsozialismus und der Juden im Landkreis Friesland", Jever 2018

Holger Frerichs (Red.), Reise nach Auschwitz ohne Wiederkehr: Auch Familie Visser aus Varel ermordet, in: "Wilhelmshavener Zeitung – Heimat am Meer“, No. 3/2018

Holger Frerichs, Geschichte der jüdischen Familie Schwabe-Barlewin aus Varel, Verlag Hermann Lüers, Jever 2018

Weinberg-Arbeitskreis (Hrg.), Erinnerung an jüdisches Leben in Varel, online abrufbar unter: friesland.heldenderheimat.de (2018)

Holger Frerichs (Red.), Ein Foto kehrt zurück nach Varel, in: "NWZ - Nordwest-Zeitung" vom 15.8.2018 (betr. Wohn- u. Geschäftshaus Drostenstraße)

Holger Frerichs (Red.), VAREL – Novemberpogrome 1938 in Niedersachsen, Hrg. Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten, online abrufbar unter: pogrome1938-niedersachsen.de/varel

Holger Frerichs (Bearb.), Varel: Die Boykottaktion der Nazis gegen jüdische Geschäfte am 1.April 1933, hrg. vom Gröschler-Haus – Zentrum für Jüdische Geschichte und Zeitgeschichte der Region Friesland/Wilhelmshaven, online abrufbar unter: groeschlerhaus.eu/forschung/varel-und-umgebung/varel-die-boykottaktion-der-nazis-gegen-juedische-geschaefte-am-1-april-1933/

Holger Frerichs (Bearb.), Varel: Das jüdische Altenheim 1941/42: Abtransport zur Ermordung, hrg. vom Gröschlerhaus (online abrufbar unter: groeschlerhaus.eu/erinnerungsorte/varel/juedisches-altenheim-varel/)

Florian Mielke (Red.), Erinnerungskultur. Gedenktafel gegen das Vergessen, in: „NWZ – Nordwest-Zeitung“ vom 7.11.2019

Traute Börjes-Meinardus (Red.), Juden in Varel – Geschichte am Original-Schauplatz erleben, in: „NWZ - Nordwest-Zeitung“ vom 27.11.2019