Arnstadt (Thüringen)

Bildergebnis für arnstadt karte postleitzahl Arnstadt a.d. Gera ist eine Kreisstadt mit derzeit ca. 24.000 Einwohnern in der Mitte von Thüringen - etwa 20 Kilometer südlich der Landeshauptstadt Erfurt gelegen (Karte aus: suche-postleitzahl.org).

In der zweiten Hälfte des 13.Jahrhunderts sind in der Stadtgeschichte Arnstadts erstmals Juden erwähnt; danach soll es im Sommer 1264 zu einer Verfolgung gekommen sein, in deren Verlauf fünf Juden getötet wurden. Da sich in der Stadt eine „Judenschule“ bzw. Synagoge/Betraum befunden hat, die für das Jahr 1347 urkundlich belegt ist, muss damals eine Reihe von jüdischen Familien hier gelebt haben. Im Pestjahr 1349 sollen fast alle Arnstadter Juden erschlagen worden sein. Die Chronik des Pfarrers J.Chr. Olearius von 1701 berichtet: „ ... war ein groß Sterben in Arnstadt biß ins dritte Jar. Daher die Jüden, welche solches solten veruhrsachet haben, durch Säcklein mit Giffte, in denen Brunnen gefunden, fast alle A.C. 1349 erschlagen worden. ...”  Zu Beginn des 15.Jahrhunderts müssen danach, laut Arnstädter Urkundenbuch, erneut Juden hier gelebt haben, denn für diese Zeit sind sowohl eine Synagoge als auch ein jüdischer Friedhof dokumentiert. Doch bereits 1441 sollen Juden „auf hochgräflichen Befehl“ wieder aus der Stadt gejagt worden sein. Kurze Zeit später hielten sich erneut jüdische Bewohner in Arnstadt auf; denn aus dem Jahre 1451 ist überliefert, dass der Barfüßerprediger Johannes von Capistrano in der Stadt eine „Reformpredigt“ gehalten hat, die hier erneuert einen Pogrom auslöste. 1466 sollen vermutlich alle Juden aus Arnstadt vertrieben worden sein. In den folgenden Jahrhunderten wechselten dann befristete Duldungen und Vertreibungen einander ab.

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 Stadtansicht von Arnstadt - Stich von M.Merian, um 1650 (Abb. aus: wikipedia.org, gemeinfrei)

Vor 1800 waren nur sehr wenige „Schutzjuden“ in Arnstadt geduldet.

Aus einer Beschreibung der Arnstadter Judenschaft aus dem Jahre 1877:

... Als sie (die Juden) sich in dieser gewerbereichen Stadt wieder ansiedelten, so wurden sie von wilden Horden wegen Beschuldigung an der hier stark grassierenden Pest und Hungersnot im Jahre 1681 abermals vertrieben und ihre Wohnhäuser eingeäschert. Seit jener Schreckenszeit wurden, außer den Durchreisenden, keine Israeliten hier geduldet. Erst vor 3 Jahren, 1874, machte sich die erste Familie, namens Abraham Mendel, hier wieder ansässig und seit dieser Zeit wohnen wieder circa 40 Seelen hier, die nicht nur schöne Wohnhäuser sich erwarben, sondern auch einen freundlichen, großen Betsaal mit drei Torarollen besitzen. So gering auch noch die Zahl der israelitischen Mitglieder hier ist, so hat sich deren Wohltätigkeitssinn zur Unterstützung der Notleidenden Kinder unseres Volkes in der Türkei, wie Verzeichnis lautet, auf eine ruhmvolle Weise gezeigt. Wolle der Spender alles Guten sie dafür mit seinem himmlischen Segen erfreuen. ...“

Die offizielle Gründung der Arnstadter Kultusgemeinde erfolgte am 1.Januar 1888, nachdem die hier lebenden ca. 15 jüdischen Familien fünf Jahre zuvor bei der Landesregierung einen Antrag gestellt hatten, dem stattgegeben worden war.

Gottesdienste wurden zunächst in einem Raum des Hauses der Familie Julius Jonas in der Ritterstraße 7 abgehalten. Mit dem Anwachsen der Gemeinde wurde ein Synagogenneubau ins Auge gefasst, der auf einem Grundstück in der Krappgartenstraße gegenüber der Himmelfahrtskirche errichtet und Ende September 1913 durch den Meininger Rabbiner Fränkel eingeweiht werden konnte.

  

Synagoge in Arnstadt (links: hist. Postkarte  -  rechts Skizze aus: Hammer-Schenk, Synagogen in Deutschland)

In der „Allgemeinen Zeitung des Judentums“ vom 22. Oktober 1913 wurde über die Einweihung berichtet:

"Arnstadt, 15. Oktober. Am 26. v.M. fand hier die Einweihung der neuen Synagoge statt. Zur Einweihungsfeier versammelte sich nachmittags um 5 Uhr die Synagogengemeinde mit einer kleinen Zahl geladener Gäste, darunter die Herren Geheimer Oberregierungsrat Dr. Langbein als Vertreter Seiner Durchlaucht des regierenden Fürsten, Geheimer Regierungsrat Kammerherr von Bloedau als Vertreter des Fürstlichen Staatsministeriums, … Leiter der städtischen Schulen, Architekt Schwarz, der Schöpfer des Entwurfes, und die Handwerker des Baues vor der Tür des neuen Gotteshauses. … Fräulein Käthe Rosenbaum … übergab dann auf seidenem Kissen Herrn Geheimen Regierungsrat Dr. Bielfeld den Schlüssel und bat ihn, das neue Gotteshaus der israelitischen Gemeinde in den Schutz der Stadt zu übernehmen. Der Oberbürgermeister erklärte darauf, daß er dies gern tue und nur wünschen wolle, daß von der Synagoge für die Stadt und ihre Gemeinde reicher Segen ausgehen möge. Dann reichte er den Schlüssel dem Vorstand der Synagogengemeinde, Herrn Kaufmann Max Ledermann. … Nachdem sodann Herr Geheimer Regierungsrat Kammerherr von Blödau die Wünsche der Staatsregierung übermittelt hatte, ergriff Herr Kaufmann Ledermann das Wort, um zunächst Sr. Durchlaucht dem Fürsten, der Staatsregierung und der Stadt warm zu danken für die Entsendung von Vertretern, die er namens der Synagogengemeinde herzlich willkommen hieß. Das Erscheinen der Herren bekunde aufs neue, daß Staat und Gemeinde ihren Angehörigen, gleichviel welcher Konfession, gleiches Recht zukommen lassen. Die hiesige Geistlichkeit habe dagegen mit Bedauern es abgelehnt, an der Einweihungsfeier teilzunehmen, was gleichfalls die israelitische Gemeinde lebhaft bedauere. Nach diesen Worten schloß Herr Ledermann die Synagogentür auf, und es erfolgte unter Orgelklang der Einzug der Festgemeinde, der die Thorarollen vorangetragen wurden. Darauf wurden die Förmlichkeiten des Anzündens der ewigen Lampe und des Einhebens der Thorarollen vollzogen. Als dann der Psalm 100 verklungen war, bestieg als erster Prediger Herr Landrabbiner Fränkel die Kanzel, um die Festpredigt zu halten ... Nach dieser eindrucksvollen Predigt sprach Herr Landrabbiner Fränkel das Weihegebet und erflehte Gottes Segen für die neue Synagoge und ihre Förderer. Nachdem alsdann der Psalm 150 gesungen war, sprach Herr Kantor Heilbrunnein Gebet, das eine Fürbitte für Kaiser und Landesherrn, Fürstenhaus, Vaterland, Staat, Stadt und Gemeinde in sich schloß. Die neugebaute Synagoge hat nun in Gegenwart der Staats- und städtischen Behörden ihre Weihe empfangen. Gerade die Teilnahme der Behörden an dem Festakt beweist klar, daß die israelitische Gemeinde sich eines guten Ansehens bei ihnen erfreut. Möge dies schöne Verhältnis auch fernerhin bestehen, und die vielen Segenswünsche, die zur Einweihungsfeier des Gotteshauses zum Ausdruck gebracht wurden, in Erfüllung gehen!"        

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Stellenangebote aus der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14.7.1892 und aus „Allgemeine Zeitung des Judentums“ vom 28.7.1893

Die Zeitschrift „Der Israelit“ vom 20.Aug. 1910 berichtete über das Schächtverbot in Arnstadt: „ … Es dürfte ... unbekannt sein, daß in dem idyllisch gelegenen Städtchen Arnstadt – Sch.-Sondershausen - die Schechitah verboten ist. … Alle Bemühungen selbst hervorragender Rabbinen und sonstiger Männer von Ruf, ja selbst Audienzen beim Fürsten von Schwarzburg Sondershausen vermöchten nicht, die in das religiöse Leben der Arnstädter Gemeinde tief einschneidende Maßregel des dortigen Magistrates rückgängig zu machen. Die ja schon stark vorhandene Lauigkeit in allen religiösen Dingen bei einem großen Theile der Gemeindemitglieder, genährt durch den geringen Einfluß einzelner Kultusbeamten, fand durch das Schächtverbot neue Nahrung und so kam es, daß in dem sonst gut religiösen Arnstadt heute nur noch wenige Familien vorhanden sind, deren Haushalt streng koscher ist. ...“

Der erste jüdische mittelalterliche Friedhof Arnstadts, der „Judenkirchhof“, lag vor dem Erfurter Tor in Richtung Holzhausen; Spuren sind heute davon nicht mehr vorhanden. Im 19.Jahrhundert begruben die Arnstädter Juden ihre Verstorbenen auf dem jüdischen Friedhof im nahen Plaue. Erst in der Zeit des Ersten Weltkrieges wurde eine jüdische Begräbnisstätte im nordwestlichen Teil des kommunalen Friedhofs von Arnstadt eingerichtet.

Juden in Arnstadt:

         --- um 1430 ...................... ca.  50 Juden,

     --- 1850 ............................. eine jüdische Familie,

     --- 1877 .............................  40 Juden,

     --- 1883 .............................  65   “   (in 18 Familien),

     --- 1905 ............................. 104   “  ,

     --- 1910 ............................. 218   “  ,

     --- 1913 ............................. 137   “  ,

     --- 1921 ............................. 145   “  ,

     --- 1933 ............................. 121   “  ,*      * andere Angabe: 87 Pers.

     --- 1939 .............................  56   “  .

 Angaben aus: Wolfgang Tittelbach-Helmrich, Arnstadts jüdische Mitbürger

Obwohl sich die Juden stets loyal gegenüber Staat und Obrigkeit verhielten, mussten sie sich immer wieder gegen Angriffe wehren. In diesem Kontext ist auch die Erklärung des Arnstädter Rabbiners Dr. Caro zu verstehen, die am 3.2.1881 im „Privilegierten Arnstädtischen Nachrichts- und Intelligenzblatt” erschien; darin hieß es u.a.:

„... Unser allverehrter und gnädiger Kronprinz hat die Judenhetze als eine Schmach für die deutsche Nation bezeichnet. Betheilige an dieser Schmach, wer will: wir Juden ... pfeifen auf den ganzen Antisemitensport.* Man sollte aber endlich aufhören, den Ärger über mißlungene Wahlmanöver Unschuldige fühlen zu lassen. Auf weitere Entgegnungen lasse ich mich nicht ein. ... Ich, der jüdische Rabbiner, rathe dem christlichen Antisemitenhelden fleißig das neue Testament zu lesen und begegnet er dort den Ausspruch des von Juden stammenden Heilands Jesus Christus: ‘Richtet nicht, auf das Ihr nicht gerichtet werdet’, so klopfe er an seine Brust und spreche:’ Wir sind Sünder allzumal !’“

* Hier sind die sog. „Stöcker-Bewegung“ und der „Antisemitische Volksverein“ gemeint.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten die Arnstädter Juden ausnahmslos vom Handel, vor allem mit Textilien und Vieh.

Am 1.April 1933 fanden im Zuge des Boykotts auch in Arnstadt antijüdische Aktionen statt; doch schon Mitte März waren hier NSDAP-Aktivisten vor jüdischen Geschäften aufgetaucht, um sie als „jüdisch“ zu brandmarken und Käufer vom Betreten abzuhalten. „Im Interesse der öffentlichen Ruhe und Ordnung“ veranlasste dann die Polizei die vorübergehende Schließung eines Kaufhauses in der Erfurter Straße.

Anm.: Das politische Geschehen im „braunen“ Arnstadt - der NSDAP-Anteil bei der Reichstagswahl 1932 betrug 50% (!) - wurde nach der NS-Machtübernahme maßgeblich vom NSDAP-Kreisleiter Wilhelm Mütze bestimmt.

                                                Anzeige im „Arnstädter Anzeiger” vom 31.3.1933

Während die hiesigen Einzelhandelsgeschäfte von den Boykottmaßnahmen unmittelbar betroffen waren, spürten die jüdischen Viehhändler zunächst keine Auswirkungen; denn die Bauern des Umlandes machten weiterhin Geschäfte mit ihnen.

Am frühen Morgen des 10.November 1938 brannten SA-Angehörige die Synagoge in der Krappgartenstraße nieder und verwüsteten anschließend Häuser und Wohnungen der Arnstädter Juden. Etwa 30 Männer wurden festgenommen - um sie „vor der empörten Bevölkerung zu schützen“ - und im Keller des Rathauses festgehalten, wo sie misshandelt wurden. Einige von ihnen wurden anschließend ins KZ Buchenwald verfrachtet. Die Kosten für die Beseitigung der Trümmer der Synagoge und die Einebnung des Geländes musste die jüdische Gemeinde tragen. In den folgenden Monaten folgte die „Arisierung“ bzw. Liquidierung der letzten jüdischen Geschäfte in Arnstadt. Bis ins Jahr 1940 konnten etwa 60 Arnstädter Juden emigrieren, zumeist nach Übersee. Im Frühjahr 1940 wurden die verbliebenen Juden zwangsweise in einigen „Judenhäusern“ konzentriert und von dort aus deportiert. Nur zwölf Arnstädter Juden überlebten die Deportation bzw. den Aufenthalt in den Lagern.

Anlässlich des 50.Jahrestages des Novemberpogroms von 1938 ließ die Stadtverwaltung neben der Himmelfahrtskirche einen Gedenkstein zur Erinnerung an die Arnstädter Synagoge aufstellen. Auf dem Granitsockel ist eine Tafel angebracht, die unter der stilisierten Abbildung eines siebenarmigen Leuchters die folgende Beschriftung trägt:

Unweit dieser Stelle befand sich die Synagoge der jüdischen Gemeinde Arnstadt, die am 27.09.1913 geweiht wurde.

In der Pogromnacht am 9.November 1938 wurde sie durch die Faschisten zerstört.

Vergeßt es nie !

Seit 2013 erinnert eine im Rathaus angebrachte Gedenktafel an die jüdischen Bürger Arnstadts, die Opfer der NS-Gewaltherrschaft wurden.

Auf dem jüdischen Friedhof sind ca. 20 Grabsteine zu finden; ein Gedenkstein erinnert an die Opfer der faschistischen Gewaltherrschaft.

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20290/Arnstadt%20Friedhof%20121.jpg (Aufn. J. Kaps, 2011)

Daran angrenzend liegt ein Gräberfeld für verstorbene russische Kriegsgefangene sowie für Zwangsarbeiter/innen aus verschiedenen Nationen sowie deren Kinder, die hier bis 1945 beigesetzt wurden.

Mittlerweile erinnern im Stadtgebiet ca. 160 sog. „Stolpersteine“ an Opfer der NS-Herrschaft (Stand 2019).

         Stolperstein Arnstadt Karl-Marien-Straße 17-Max Samuel.JPG Stolperstein Arnstadt Karl-Marien-Straße 17-Rosa Samuel.JPG Stolperstein Arnstadt Karl-Marien-Straße 11-Dagobert David Katz.JPG Stolperstein Arnstadt Karl-Marien-Straße 11-Rosa Katz.JPG Stolperstein Arnstadt Karl-Marien-Straße 11-Susmann Siegmund Katz.JPG

fünf "Stolpersteine - verlegt in der Marienstraße (Aufn. Aschroet, 2014, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 4.0)

 

Aufn. H.-P. Stadermann, 2012 und Jörg Kaps (aus: juden-in-thueringen.de)

 

In Plaue - nur wenige Kilometer südlich von Arnstadt - sind wenige jüdische Bewohner erstmals im 15.Jahrhundert genannt, die den Grafen von Schwarzburg unterstanden. Vermutlich seit 1830 gab es hier eine israelitische Gemeinde, die aber stets nur wenige, meist mittellose Familien umfasste; neben zwei Viehhändlern verdienten sechs Familien ihren Lebensunterhalt mit Schnittwarenhandel. In einem Privathaus war ein Betraum eingerichtet; auch gab es eine Mikwe. Seit den 1820er Jahren verfügte man unterhalb der Ehrenburg am Schlossberg über einen Beerdigungsplatz, auf dem seit ca. 1860 auch verstorbene Juden aus Arnstadt begraben wurden. Mit der Abwanderung der jüdischen Familien nach Arnstadt löste sich nach 1875 die kleine Gemeinde auf. Der letzte jüdische Einwohner Plaues verstarb 1914. 

Heute steht der Plauer Friedhof unter der Burgruine Ehrenburg mit seinen ca. 25 stark verwitterten Grabsteinen bzw. -relikten, der während der NS-Zeit eingeebnet werden sollte, unter Denkmalschutz.

Plaue-jundefriedhof-2013-c.jpg Plaue-jundefriedhof-2013-g.jpg

Jüdischer Friedhof von Plaue (Aufn. P. Schmelzle, 2013, in: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)

 

In Stadtilm, ca. 20 Kilometer südlich Erfurts gelegen, waren im Spätmittelalter wenige Juden ansässig, die von Pogromen 1338 und 1349 betroffen waren; sie wurden vertrieben. Nach der Verfolgung ist jüdisches Leben in Stadtilm erstmals wieder 1428 urkundlich nachweisbar. Die verwaiste Synagoge wurde später auf Anweisung des Landesherrschaft, der Grafen von Schwarzburg, in eine christliche Kapelle umgewandelt. Spätestens 1496 waren alle Juden aus den Schwarzburgischen Territorien vertrieben.

Weitere Informationen:

Germania Judaica, Band II/1, Tübingen 1968, S. 21 – 23, Band III/1, Tübingen 1987, S. 27 – 29 und Band III/2, Tübingen 1995, S. 1403/1404 (Stadtilm)

P.Unger/A.Ziegenhardt, Kleine Chronik zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Arnstadt (1273 - 1944), in: Beiträge zur Heimatgeschichte Stadt und Kreis Arnstadt, Heft 10/1988, S. 11 - 27

Helmut Eschwege, Geschichte der Juden im Territorium der ehemaligen DDR, Dresden 1990, Band II, S. 813 f.

Winfried Bollmann, Jüdische Einwohner in Plaue. Aus der Vergangenheit von Arnstadt und Umgebung, Bd. 3 (1993), S. 91 - 93 

M.Brocke/E.Ruthenberg/K.U.Schulenburg, Stein und Name. Die jüdischen Friedhöfe in Ostdeutschland (Neue Bundesländer/DDR und Berlin,) in: Veröffentlichungen aus dem Institut Kirche und Judentum, Hrg. Peter v.d.Osten-Sacken, Band 22, Berlin 1994, S. 234/235 und S. 551

Wolfgang Tittelbach-Helmrich, Arnstadts jüdische Mitbürger, Arnstadt 1995

Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus - Eine Dokumentation II, Hrg. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1999, S. 791 ff.

Bettina Bärninghausen, Die Geschichte der jüdischen Gemeinden von Sondershausen, Sondershausen 2000

Andrea Ziegenhardt, Zur Genealogie jüdischer Einwohner in Arnstadt, in: Aus der Vergangenheit von Arnstadt und Umgebung 11/2001, S. 79 - 93

Andrea Kirchschlager, Die jüdischen Gemeinden in Arnstadt und Plaue, in: Beiträge zur Geschichte der Juden Schwarzburgs - Juden in Schwarzburg Band 1, Festschrift zu Ehren Prof. Philipp Heidenheims (1814 - 1906) - Rabbiner in Sondershausen - anlässlich seines 100.Todestages, Sondershausen 2006, S. 19 - 34

Andrea Kirchschlager, Die jüdische Gemeinde in Plaue (Geschichte und Genealogie), in: Aus der Vergangenheit von Arnstadt und Umgebung: ein heimatkundliches Lesebuch, Band 15/2006, S. 116 - 131

Israel Schwierz, Zeugnisse jüdischer Vergangenheit in Thüringen. Eine Dokumentation, hrg. von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Sömmerda 2007, S. 45 – 49 und S. 204 – 206

Arnstadt (Thüringen), in: alemannia-judaica.de (mit diversen Dokumenten zur jüdischen Gemeindehistorie und dem aktuellen "Umgang" mit den jüdischen NS-Opfern)

Plaue, in: alemannia-judaica.de

N.N. (Red.), Arnstadt verlegt weiter Stolpersteine für jüdische Mitbürger, in: „Thüringer Allgemeine“ vom 11.4.2012

Andrea Kirchschlager, Vor 100 Jahren: Die Einweihung der Arnstädter Synagoge 1913, in: Aus der Vergangenheit von Arnstadt und Umgebung. Ein heimatkundliches Lesebuch, hrg. vom Thüringer Geschichtsverein Arnstadt e.V., Band 22/2013, S. 106 – 110

Stolpersteine Arnstadt, in: Netzwerk für jüdisches Leben in Thüringen, online abrufbar unter: juden-in-thueringen.de

Auflistung der Stolpersteine in Arnstadt, online abrufbar unter. wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_Arnstadt (mit Abb.)

Britt Mandler (Red.), Arnstadt: Geschichte in Familiengeschichten, in: „Thüringer Allgemeine“ vom 7.3.2015 (betr. "Projekt Stolpersteine")

Esther Goldberg (Red.), „Aus dem Vergessen gerettet“ - Jörg Kaps führt ehemalige jüdische Familien wieder zusammen, aus: „Jüdische Allgemeine“ vom 2.4.2015

Britt Mandler (Red.), Stolpersteine geben Opfern ihre Namen zurück, in: "Thüringer Allgemeine“ vom 28.5.2015

Antje Köhler (Red.), Acht neue Stolpersteine für die jüdischen Famlien Lindemann und Pillwinsky, in: „Thüringer Allgemeine“ vom 10.8.2016

Wolf-Dieter Bose (Red.), Auf den Spuren jüdischer Familien in Arnstadt, in: „Thüringer Allgemeine“ vom 7.11.2016

Ulrich Lappe (Red.), Zur Geschichte der Judenschule in Arnstadt, in: Aus der Vergangenheit von Arnstadt und Umgebung - ein heimatkundliches Lesebuch, hrg. vom Thüringer Geschichtsverein Arnstadt e.V., Band 26/2017, S. 40 f.

Patrick Krug (Red.), Leben in Arnstadt zwischen Hoffnung und Niedertracht, in: „Thüringer Allgemeine“ vom 28.9.2018

Andrea Kirchschlager (Red.), Vor 80 Jahren: Brand der Arnstädter Synagoge in der Pogromnacht am 9./10.November 1938, in: Aus Vergangenheit von Arnstadt und Umgebung - ein heimatliches Lesebuch, Band 27/2018, S. 113 - 118

Britt Mandler (Red.), Jüdischer Friedhof in Plaue wird im kommenden Jahr saniert, in: „Thüringer Allgemeine“ vom 16.8.2019

Britt Mandler (Red.), Arnstadt. Weitere Stolpersteine erinnern, in: „Thüringer Allgemeine“ vom 22.8.2019

Jörg Kaps bereitet eine Publikation zur jüdischen Geschichte Arnstadts vor.