Binswangen (Schwaben/Bayern)

Datei:Binswangen in DLG.svg Die schwäbische Ortschaft Binswangen ist heute Teil der Verwaltungsgemeinschaft Wertingen im Landkreis Dillingen - ca. 25 Kilometer nordwestlich von Augsburg gelegen (Karte Hagar, 2010, aus: commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0).

Die im 15.Jahrhundert verstärkt einsetzende Vertreibung von Juden aus reichs- und landesherrlichen Städten hatte zur Folge, dass sich jüdische Familien nun immer mehr auf dem Lande niederließen, bevorzugt an adeligen Herrschaftssitzen. Die Verlagerung in einen anders strukturierten Lebensraum brachte auch eine Veränderung hinsichtlich ihres Lebenserwerbs mit sich: An die Stelle von Groß- und Fernhandel trat nunmehr der Lokalhandel, vor allem die Hausiererei und der Viehhandel. Auch die Landjudenschaft Binswangens hat sich durch vertriebene „Stadtjuden“ gebildet. Eine erste Anwesenheit von Juden im Dorf Binswangen ist urkundlich ab 1525 nachgewiesen, vermutlich siedelten sich aber schon nach 1450 Juden hier an. Mit Erlaubnis der Herrschaft durften sie sich östlich des Dorfkernes an der Straße nach Wertingen ansässig machen. Doch führte die zunehmende Niederlassung von Juden zu erheblichen Spannungen mit der christlichen Einwohnerschaft, die in der Forderung an die hiesige Herrschaft gipfelten, die Juden „auß irem Dorf abzueschaffen”. Doch konnte der Antrag der Dörfler keinen Erfolg haben, denn die Herrschaft wollte auf die einträglichen Einnahmen, die ihr die Juden brachten, nicht verzichten.

Die erste „Judenschul“ soll es in Binswangen bereits vor dem Dreißigjährigen Kriege gegeben haben. Als gesichert gilt, dass vor 1750 eine Synagoge bestanden hat. Anfang der 1830er Jahre fasste die größer gewordene jüdische Gemeinde den Beschluss zu einem Synagogenneubau, in diesem hieß es: „Es solle der beengte, baufällige und beschwerliche Zustand unserer Synagoge durch Erbauung und Herstellung eines ganz neuen Gotteshauses gehoben und dieses nothwendige, seit mehreren Jahren gehegte Vorhaben innerhalb dreier Jahre längstens ausgeführt werden.

In den Jahren 1836/1837 - zu diesem Zeitpunkt bekannte sich fast die Hälfte aller Einwohner zum jüdischen Glauben - erfolgte dann der Neubau der zweiten Synagoge zwischen den beiden „Judengassen“; die Einweihung nahm der Rabbiner Isaak Hirsch Gunzenhauser vor. Mit seinen neomaurischen Stilelementen ist es heute der älteste noch vorhandene Bau dieser Art in Deutschland. Als Vorbild diente dem Architekten Friedrich von Gärtner das jüdische Gotteshaus in Ingenheim. Während das Portal als Eingang für die Männer diente, betraten die Frauen durch die linke Tür die auf die Empore führende Treppe. In Anlehnung an die Zeile „Aus der Tiefe rufe ich zu Dir” des Psalms 130, lag der Synagogenraum unter Straßenniveau.

   

Synagoge und -innenraum (kolorierte Postkarte, Sammlg. Frantisek Bányai und hist. Aufn., um 1910, aus: Gedenkschrift)

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20126/Binswangen%20AZJ%2018111837s.jpgaus: "Allgemeine Zeitung" des Judentums" vom 18.11.1837

Bis 1881 besaß Binswangen einen Rabbiner; der letzte Amtsinhaber war Isaak Hirsch Gunzenhauser, der fast 60 Jahre die Geschicke der Gemeinde geleitet hatte; neben seiner Frömmigkeit zeichnete ihn eine äußerst reiche Talmudkenntnis aus. Seine allgemein anerkannte Persönlichkeit wurde noch zuletzt bei seinem Begräbnis mehr als deutlich, als zahlreiche Trauergäste – darunter auch die katholische Geistlichkeit und Beamte der nahen Kreisstadt - ihm die letzte Ehre erwiesen.

Nach der Auflösung des Bezirksrabbinats gehörte Binswangen zu dem von Augsburg.

Seit 1829 gab es in Binswangen auch eine Religionsschule; der Unterricht wurde zumeist im Wohnhaus des Religionslehrers abgehalten. Weitere gemeindliche Einrichtungen waren ein Armenhaus und eine Mikwe, hier „Tunk“ genannt.

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Ausschreibung der freien Lehrerstelle in Verbindung mit der des Vorsängers u. Schächters, Juni 1873

                 aus der Zeitschrift „Der Israelit“ vom 22.April 1920

Als eine der ersten Gemeindeeinrichtungen war um 1665 unweit des Dorfes auf der "Schwärz", nördlich der Straße nach Wertingen, eine jüdische Begräbnisstätte angelegt worden, die in der Folgezeit mehrfach erweitert (1690, 1730 und 1761) und mit einer Mauer umgeben wurde. Zuvor hatte man Verstorbene aus Binswangen auf dem jüdischen Friedhof in Burgau begraben. Mit dem Ankauf eines Areals von der Markgrafschaft Burgau verfügte die jüdische Gemeinde nun über einen eigenen Begräbnisplatz, dessen Nutzung aber trotzdem noch eine jährliche Gebühr sowie Abgaben für jede einzelne Bestattung forderte. Unter der Überschrift „Jüdische Friedhöfe in Schwaben“ schrieb Dr. Ludwig Mayer in einem Artikel der „Jüdischen Rundschau“ Nr. 97/1935 vom 3.12.1935 wie folgt: „ ... Der jüdische Friedhof in Binswangen (der Platz Schwärz genannt, diente früher als Richtstätte) verdient allein schon wegen seiner einzigartigen Lage Erwähnung. Er liegt auf einem Höhenzug zwischen Donau und Zusam, von ihm aus schweift der Blick über das weite Donautal bis zum "schwäbischen Rom", der alten Stadt Dilligen a.d. Donau. Dieser Höhenfriedhof ist aber auch ein Waldfriedhof. Uralter Baumbestand und wildes Gestrüpp verleihen den teilweise Jahrhunderte alten Grabsteinen einen wildromantischen Charakter. Er ist der typische alte Judenfriedhof! In früheren Zeiten war er nicht allein für die jüdische Gemeinde Binswangen, die eine sehr schöne Synagoge besitzt, bestimmt, sondern diente gleichzeitig als Zentralfriedhof der kleinen Judenquartiere der dortigen Gegend (Emmersacker, Lauterbrunn). Wenn auch die Grabsteine dieses Friedhofes nicht das hohe künstlerische Niveau der des Friedhofs in Kriegshaber erreichen, so wird der Besucher aber durch die unvergleichbar erhabene Lage dieses Friedhofes reichlich entschädigt. ...“

Juden in Binswangen:

        --- um 1610 ..........................  27 steuernzahlende Familien,

    --- 1800 ............................. 270 Juden (ca. 33% d. Bevölk.),

    --- 1823 ............................. 327   “  ,

    --- um 1835 ...................... ca. 400   “   (in 68 Familien),

    --- 1848 ............................. 415   “   (ca. 39% d. Bevölk.),

    --- 1858 ............................. 422   “  ,

    --- 1864 ............................. 412   “   (ca. 38% d. Bevölk.),

    --- 1875 ............................. 193   “  ,

    --- 1892 ............................. 156   “  ,

    --- 1900 ............................. 109   “  ,

    --- 1910 .............................  74   “  ,

    --- 1925 .............................  49   “   (ca. 5% d. Bevölk.),

    --- 1933 .............................  36   “   (ca. 4% d. Bevölk.),

    --- 1939 .............................  15   “  ,

    --- 1942 (Jan.) ......................   7   “  ,

    --- 1942 (Aug.) ......................   keine.

Angaben aus: Alte Synagoge Binswangen - Eine Gedenkschrift, S. 17

Die meisten der Binswanger Juden betrieben Handel: Zumeist zogen sie als Hausier- und Viehhändler durch die Dörfer der Region und boten dort ihre Waren an.

Aus einem Bericht des ausgehenden 19.Jahrhunderts, vermutlich von Hirsch Fürth (Sohn des Biswangener Rabbiners): „ ... In Schwaben finden wir die Eigentümlichkeit, daß dort die Israeliten nicht wie in Franken oder in der Rheingegend in kleinen Verbänden oder gar vereinzelt wohnen, sondern daß sie stärkere Gemeinschaften bilden, die alle kulturellen Gemeindeeinrichtungen mit den nötigen Kultusbeamten besitzen. Da sind jüdische Gemeinden mit hundert bis zweihundert Familien nichts Seltenes, ... Die Hebräer, wie der Schwabe die Israeliten zu nennen pflegt, sind sporadisch in voneinander entfernten Gemeinden stark vertreten, und der Schwabe betrachtet sie nicht im Gegensatze zu seinem feststehenden Glauben, sondern ist sie gewohnt als Handelsleute, als Vermittler in Geschäften und wohl auch bei den Heiraten, weil sie jeden Bauern und Söldner, sogar Gütler in allen Orten und den zahlreichen Einzelhöfen kennen. Sodann sind sie die unvermeidlichen Käufer seines Viehes und aller sonstigen Produkte. In Schwaben ist die jüdische Bevölkerung auf dem Lande mehr vertreten, als in den Städten. Daher diese auffallende Erscheinung, daß die zwischen Hunderten von Bauernhöfen, die fast wie ein Ei dem anderen gleichen, höchstens durch einen besonderen Kirchturm, zuweilen durch einen Schloßbau mit Park sich unterscheiden, ein Ort erscheint, von dem dir nicht ganz klar wird, ob du ihn für eine Stadt oder einen Flecken ansehen sollst. In seiner Mitte ragt noch ein eigentümliches Gebäude hervor, dem man wohl den öffentlichen Charakter ansieht, das aber gleichwohl des Turmes entbehrt, der es zu einer Kirche stempeln könnte. Es ist dieses aber die Synagoge, für welche bisher kein bestimmter Baustil gefunden ist, und die sich daher überall anders präsentiert. So überragt in Binswangen ... ein mit Doppelreihen von Bogenfenstern übereinander versehener, auf den Giebeln mit eheren Schlangen geschmückter Bau alle übrigen Häuser des Ortes, und wie ein Fragezeichen steht dieser Tempel an der frequenten Straße, die sonst meistens durch Bauernhöfe führt. ...” (aus: Monika Richarz (Hrg.), Jüdisches Leben in Deutschland. Selbstzeugnisse zur Sozialgeschichte 1780 - 1871, S. 361 f.)

In der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts und besonders in den 1860/1870er Jahren erfolgte eine starke Ab- bzw. Auswanderung; Emigrationsziel waren zumeist die USA. Die stete Abwanderung führte schließlich dazu, dass im Jahre 1933 nur noch sehr wenige Juden in Binswangen lebten. Die verbliebenen jüdischen Bewohner waren weitestgehend assimiliert und bei der übrigen Bevölkerung akzeptiert.

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20187/Binswangen%20Dok%20135.jpg Obere Wirthstraße - heute Hauptstr. (hist. Aufn., um 1910, Quelle unbekannt)

Erste antisemitische „Vorkommnisse“ ereigneten sich in Binswangen bereits 1924, als „Jungnazis“ auf dem jüdischen Friedhof Grabsteine umwarfen und mit Hakenkreuzen beschmierten. Zudem versuchten sie, in von Juden bewohnte Häuser einzudringen. Die Ortspolizei fasste aber die jugendlichen Täter, und ein Gericht verurteilte sie. Im Jahre 1937 beging die jüdische Gemeinde das 100jährige Jubiläums ihrer Synagoge. In der „Bayrischen Israelitischen Gemeindezeitung“ vom 1.9.1937 hieß es dazu:

Binswangen. Eine erhebende Gedenkfeier beging die hiesige israelitische Gemeinde am 15. Elul dieses d. J. (= Sonntag, 22. August 1937). An diesem Tage waren es 100 Jahre, da unser Gotteshaus von dem damaligen Rabbiner der Gemeinde, Isak Hirsch Gunzenhauser, eingeweiht wurde. Der Ernst der Gegenwart gestattete nur eine religiöse Feier, welche am Sonntag, den 22. August, unter Teilnahme der hiesigen sowie der Nachbargemeinde Buttenwiesen stattfand. Den Mittelpunkt der Feier bildeten die Reden des Herrn Bezirksrabbiners Dr. Jacob (Augsburg) und des Herrn Lehrers M. Neuburger. Beide Redner schilderten das Gotteshaus als den Mittelpunkt des religiösen Lebens und knüpften daran die Mahnung, das heilige Gut trotz aller Zeitenstürme den nachkommen zu erhalten. Herr Lehrer Neuburger gab die Eindrücke, welcher er in frühester Jugend hier empfing, wieder, er sprach über die Geschichte der Gemeinde, insbesondere den Lebenslauf des seligen letzten Rabbiners I. H. Gunzenhauser. - Umrahmt waren die Ansprachen von den Gesängen des Kultusvorstandes und ehrenamtlichen Vorbeters Herrn Gradmann und von Psalmen-Vorträgen. Nach der Feier im Gotteshause begab sich die Gemeinde auf den Friedhof, um den Danke jener Generation darzubringen, welche in ihrem tiefen religiösen Sinn mit größter Opferfreudigkeit das hl. Werk, die Errichtung dies schonen Gottestempels, vollbrachte. Möge dasselbe noch lange Zeit seinem heiligen Zwecke dienen !

Während des Novemberpogroms wurde die Synagoge von einem aus Augsburg angereisten SA-Trupp demoliert, wobei die gesamte Inneneinrichtung einschließlich der Ritualgegenstände vernichtet wurde. Eine Brandlegung an dem Gebäude unterblieb nur wegen seiner Nähe zu den angrenzenden Gebäuden. Fensterscheiben von Läden und Wohnhäusern von Binswangener Juden wurden zertrümmert. Der jüdische Friedhof war bereits im Juli 1938 abermals geschändet worden; zwei Jahre später wurde er dann vollkommen verwüstet. Während des Krieges diente die Synagoge zuerst als Lagerhaus für Getreide, später als Heereslager.

Am 1. April 1942 wurden 41 Binswanger und Buttenwiesener Juden zum Bahnhof geführt und in das Zwangsghetto Piaski in Polen (bei Lublin) deportiert. Die verschleppten Juden aus Binswangen und Buttenwiesen lebten nur wenige Monate in Piaski; dann wurden sie in den Gaskammern der benachbarten Vernichtungslager ermordet. Ende Juli 1942 wurden die drei letzten Binswangener Juden ins Ghetto Theresienstadt deportiert.

Nach Angaben der Gedenkstätte Yad Vashem/Jerusalem und des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden ..." sind nachweislich 38 gebürtige bzw. länger in Binswangen ansässig gewesene jüdische Bewohner Opfer der „Endlösung“ geworden (namentliche Nennung der betreffenden Personen siehe: alemannia-judaica.de/binswangen_synagoge.htm).

 

Das ehemalige Synagogengebäude in der Judengasse, das jahrzehntelang als Lagerraum gedient hatte, wurde 1987 vom Landkreis Dillingen erworben, der den Bau nach einer umfassenden und sehr kostenintensiven Restaurierung als Begegnungsstätte „Alte Synagoge” im Herbst 1996 der Öffentlichkeit zur Verfügung stellte; seitdem ist das Haus Ort von zahlreichen kulturellen Veranstaltungen.

   Binswangen Synagoge Westfassade193.JPG

Westfassade der Synagoge vor und nach der Restaurierung (hist. Aufn. und Aufn. GFreihalter, 2010, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)

   Binswangen Synagoge Tür197.JPG

Seitenansicht u. seitliche Eingangspforte der Synagoge Binswangen (Aufn. GFreihalter, 2010, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0

Anmerkung:

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20386/Binswangen%20Wappen.png Das 1966/1967 geschaffene Wappen der Kommune zeigt im unteren Bereich einen Treppengiebel, der an die Synagoge Binswangens bzw. an dessen jüdische Geschichte erinnern soll.

Zu den Relikten der ehemaligen jüdischen Gemeinde Binswangen gehören zum einen der um 1665 angelegte Friedhof (mit nur noch wenigen Grabsteinen) und zum anderen zahlreiche Häuser, in denen jüdische Familien über Generationen hinweg gelebt haben.

Binswangen jüdischer Friedhof208.JPG

Jüdischer Friedhof in Binswangen (Aufn. J. Hahn, 2004) - drei Grabsteine (Aufn. GFreihalter, 2010, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20126/Binswangen%20Synagoge%20352.jpg http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20126/Binswangen%20Synagoge%20351.jpg Am Binswangener Dorfbrunnen erinnert ein Relief auch an die jüdische Ortsgeschichte (Aufn. J. Hahn, 2007)

Als Sohn eines Lehrers wurde Benjamin Hochstätter 1811 in Binswangen geboren. Nach seiner Ausbildung war er als Religionslehrer und Prediger in Hürben, Heddernheim und Nassau tätig. Nach seiner Promotion an der Universität Jena wurde Hochstätter vorübergehend zum Bezirksrabbiner von Wiesbaden ernannt, wenig später wurde er Lehrer und Rabbinatsverweser in BadSchwalbach und Jahre später dessen Bezirksrabbiner. Mit der Verlegung des Rabbinats nach Bad Ems amtierte er hier bis Anfang der 1880er Jahre. Benjamin Hochstätter starb 1888 in Frankfurt/M.

Ein weiterer bekannter Sohn der Binswangener Gemeinde war Samson Gunzenhauer (geb. 1830), Sohn des dortigen Rabbiners Isak Hirsch Gunzenhauer. Nach Talmudunterricht in Aschaffenburg und Würzburg absolvierte Samson G. ein Studium in Würzburg und München, wo er 1853 ordiniert wurde. Von 1855 war er Distriktrabbiner in Reckendorf, ab 1860 Bezirksrabbiner in Buttenhausen. Sieben Jahre später trat er die Stelle des Bezirksrabbiners in Bad Mergentheim an, die er bis zu seinem Tode (1893) inne hatte.

 

Weitere Informationen:

Louis Lamm, Die jüdischen Friedhöfe in Kriegshaber, Buttenwiesen und Binswangen. Ein Beitrag zur Geschichte der Juden in der ehemaligen Markgrafschaft Burgau, Berlin 1912, S. 16 f.

Ludwig Reissler, Geschichte und Schicksal der Juden in Binswangen, einem Dorf in der ehemaligen österreichischen Markgrafschaft Burgau im heutigen Bayrisch-Schwaben - ein Beitrag zum Problem ethnisch-religiöser Minderheiten, Hochschulschrift TU München, 1982

Karl Öhlschläger, Binswangen - lebendiges Zeugnis reicher Vergangenheit, Hrg. Gemeinde Binswangen, Binswangen 1982, S. 183 - 202

Reinhard H. Seitz, Jüdische Gemeinden im Landkreis, in: Der Landkreis Dillingen an der Donau Ehedem und Heute (Kreisheimatbuch), Dillingen 1982, S. 139 - 142

Gernot Römer, Schwäbische Juden. Leben und Leistungen aus zwei Jahrhunderten in Selbstzeugnissen, Berichten und Bildern, Presse-Druck u. Verlags-GmbH Augsburg, 1990, S. 27 - 31

Israel Schwierz, Steinerne Zeugen jüdischen Lebens in Bayern - Eine Dokumentation, Hrg. Bayrische Landeszentrale für politische Bildung, München 1992, S. 251/253

Michael Trüger, Der jüdische Friedhof in Binswangen/Schwaben, in: "Der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern", 9.Jg. No. 63/1994, S. 25 f.

Bernd Vollmar, Dorfsynagogen im neomaurischen Stil am Beispiel Binswangen (Landkreis Dillingen) und Hainsfarth (Landkreis Donau-Ries), in: "Denkmäler jüdischer Kultur in Bayern. Arbeitshefte des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege", No. 43, München 1994, S. 91 ff.

Ein fast normales Leben - Erinnerungen an die jüdischen Gemeinden Schwabens. Ausstellungskatalog der Stiftung Jüdisches Kulturmuseum Augsburg- Schwaben, Augsburg 1995

Rolf Kießling, Zwischen Vertreibung und Emanzipation - Judendörfer in Ostschwaben während der Frühen Neuzeit, in: R.Kießling (Hrg.), Judengemeinden in Schwaben im Kontext des Alten Reiches, Colloquia Augustana, Band 2, Institut für Europäische Kulturgeschichte d. Universität Augsburg, Berlin 1995, S. 154 - 180

Alte Synagoge Binswangen - Eine Gedenkschrift, Hrg. Landkreis Dillingen/Donau, Dillingen 1996

Der Rabbi aus Schwaben - Eine wahre Geschichte aus dem Leben eines Binswanger Rabbiners, in: Alte Synagoge Binswangen - Eine Gedenkschrift, Hrg. Landkreis Dillingen/Donau, 1996, S. 37 - 49

Sabine Ullmann, Juden und Christen in den Dörfern der Markgrafschaft Burgau 1650 bis 1750: Binswangen, Buttenwiesen, Kriegshaber und Pfersee, Dissertation, Universität Augsburg 1997 (veröffentlicht unter: Sabine Ullmann, Nachbarschaft und Konkurrenz - Juden und Christen in Dörfern der Markgrafschaft Burgau 1650 - 1750, Göttingen 1999)

Theodor Harburger, Die Inventarisation jüdischer Kunst- und Kulturdenkmäler in Bayern, Band 2: Adelsdorf - Leutershausen, Hrg. Jüdisches Museum Franken - Fürth & Schnaittach, Fürth 1998, S. 112 - 116

Binswangen, in: alemannia-judaica.de (mit Text- und zahlreichen Bildbeiträgen zur jüdischen Ortsgeschichte)

Ingrid Scheurmann/Katja Hoffmann, Sakralbauten - Kulturerbe bewahren, Förderprojekte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Bonn 2001, S. 56

Angaben aus der Landkreisverwaltung in Dillingen, in: www.landkreis.dillingen.de/sehenswert/synagoge_binswangen.htm)

Förderverein Synagoge Binswangen e.V., Die Shul bewahren ... - Die Geschichte der Juden in Schwaben und Binswangen und der Synagoge Binswangen, Dokumentarfilm von Christoph Gött (Augsburg), 2003

A. Hager/F. Purrmann,, Binswangen, in: Mehr als Steine ... Synagogengedenkband Bayern, Band 1, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg/Allgäu 2007, S. 414 – 422

Benigna Schönhagen (Bearb.), "Ma Tovu...". "Wie schön sind deine Zelte, Jakob..." Synagogen in Schwaben. Mit Beiträgen von Henry G. Brandt, Rolf Kießling, Ulrich Knufinke und Otto Lohr, hrg. vom Jüdischen Kulturmuseum Augsburg-Schwaben 2014 

Johannes Mordstein, Schwäbische Juden – jüdische Schwaben. Binswangen und Buttenwiesen: zwei Dörfer in Bayerisch-Schwaben mit jüdischer Geschichte, in: „Schönere Heimat. Bewahren und gestalten“, hrg. vom Bayrischen Landesverein für Heimatpflege e.V., Bd. 106 (2017), 2, S. 117 - 126