Brilon (Nordrhein-Westfalen)

Datei:Brilon in HSK.svg Brilon ist eine Stadt mit derzeit ca. 25.000 Einwohnern im östlichen Sauerland - ca. 45 Kilometer südlich von Paderborn gelegen (Karte TUBS, 2008, aus: commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0).

Der erste, namentlich in einem Register aufgelistete Jude in Brilon ist 1578 erwähnt. Die im 17. und 18.Jahrhundert hier ansässigen ‚vergleiteten’ Juden besaßen in den meisten Fällen Schutzbriefe des Kölner Kurfürsten, die ihnen gestatteten, sich für jeweils zwölf Jahre in Brilon aufzuhalten. Ein Geleit erhielt nur derjenige, der mindestens 1.000 Reichstaler besaß (Anm.: Für ein Geleit auf dem Land wurde ein Nachweis von 600 Talern verlangt); das Ausstellen des Geleitbriefes durch die kurfürstliche Behörde kostete 20 Taler.

     Brilon, Stadtansicht von 1780 nach einer alten Lithographie.jpgBrilon - Lithografie von 1780 (Abb. aus: wikipedia.org, CCO)

Bis ins 19.Jahrhundert hinein wehrte sich der Stadtrat meist erfolgreich dagegen, ‚unvergleiteten’ und in der Regel armen Familien hier eine Ansiedlung zu gestatten. Im Zuge des 1847 erlassenen Emanzipationsgesetzes wurden auch den Briloner Juden Bürgerrechte gewährt, allerdings durften sie noch nicht an der Wahl der Stadtverordneten teilnehmen.

Innerhalb der Judenschaft Brilons kam es mehrfach zu Streitigkeiten, die offenbar um die Frage kreisten, in welcher Form der Gottesdienst abgehalten werden sollte. Diese Querelen zwischen einer konservativ und einer liberal eingestellten Gruppe führten fast zur Spaltung. 1854 wurde dann offiziell die Synagogengemeinde Brilon gebildet, und es dauerte weitere zwei Jahre, bis das Statut der Religionsgemeinde Brilon ausgearbeitet war. Doch auch danach gingen die religiös motivierten Auseinandersetzungen innerhalb der Gemeinde weiter.

Anm.: Zum Synagogenbezirk Brilon gehörten neben Brilon auch Hallenberg und Winterberg, die Ämter Bigge, Medebach, Liesen und Niedersfeld sowie ein Teil des Amtes Thülen.

Der Briloner Jude Joseph Abraham Friedländer wurde 1832 im Alter von 80 Jahren als Oberrabbiner der Landjudenschaft des Herzogtums Westfalen eingesetzt.

Ein Anbau an einem Wohnhaus eines Briloner Juden diente den hiesigen Juden als Betraum; er ging später ins Eigentum der jüdischen Gemeinde über. Um zum Synagogenraum zu gelangen, mussten die Gemeindemitglieder durch das Wohngebäude gehen. Bis ins Jahr 1931 wurden hier Gottesdienste abgehalten.

Nur knapp zwei Jahre vor der NS-Machtübernahme weihte die Briloner jüdische Gemeinde am 10.Mai 1931 ihre neue Synagoge in der Hubertusstraße ein. Die tatsächliche Bauausführung entsprach aber nicht der Bauzeichnung, so etwa verzichtete man auf den geplanten Turm. Um die Finanzierung zu sichern, verkaufte die Gemeinde mehrere Grundstücke und nahm zudem noch ein Darlehen auf. Das Synagogengrundstück hatte die Kommune der jüdischen Gemeinde unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

                  Die „Sauerländische Zeitung” berichtete am 12.Mai 1931 über die Einweihung der Synagoge:

Einweihung der Synagoge - Am Sonntag nachmittag fand die Einweihung der von der Synagogen-Gemeinde Brilon neu erbauten Synagoge statt. Zu der Feier hatten sich außer den Angehörigen der hiesigen jüdischen Gemeinde und vielen jüdischen Glaubensgenossen aus den Nachbarorten die eingeladenen Vertreter der verschiedenen Behörden und Körperschaften und zahlreiche Gäste eingefunden. Die Einweihung nahm Herr Lehrer Meyerhoff aus Niedermarsberg vor. In seiner Ansprachedankte er allen, die an dem Zustandekommen des Baues mitgewirkthaben. Sein besonderer Dank galt dem Baumeister, der es verstanden habe, mit den vorhandenen einfachen Mitteln das schlicht-schöne, würdige Bauwerk zu errichten. Ferner dankte er der Stadt Brilon, die durch Schenkung des Platzes den Bau der Synagoge wesentlich erleichtert habe, und den Behörden für die wohlwollende Förderung des Werkes. Es sei hoch anzuerkennen, daß eine kleine Religionsgemeinschaft, wie die Briloner Synagogengemeinde es sei, sich zum Bau dieses Gotteshauses entschlossen und ihn in schwerer Notzeit opferfreudig durchgeführt habe. ... Anschließend an dem offiziellen Teil fand eine Feier im Vereinshaus statt, wo die jüdischen Mitbürger mit ihren auswärtigen Gästen einige anregende und gemütliche Stunden verlebten.

 

Bauskizzen der Synagoge (Abb. aus: wikipedia.org, CCO)

In Brilon existierte mit Unterbrechungen eine jüdische Religionsschule, die von der Synagogengemeinde finanziert wurde. Ihr Antrag an die Stadt, sich durch einen Zuschuss an den Kosten für den Lehrer zu beteiligen, scheiterte mehrfach. Aus einem Schreiben des Bürgermeisters an den Landrat vom 16.12.1920: „ ... Der Magistrat hat sich gegen den Antrag ausgesprochen. Er ist der Ansicht, daß die jüdische Gemeinde, die fast ausschließlich aus wohlhabenden Kaufleuten und Viehhändlern besteht, die gerade während des Krieges viel Geld verdient haben, selbst sehr wohl in der Lage ist, die Kosten für ihre Privatschule zu bestreiten.” Die jüdische Schule in Brilon wurde am 1.4.1934 offiziell aufgelöst, und alle Kinder besuchten dann bis 1938 die öffentliche Schule in Brilon.

Der jüdische Friedhof am Derkerborn (Döselberg) wurde gegen Ende der 1820er Jahre angelegt. Zudem gilt als wahrscheinlich, dass bereits vor 1800 ein Bestattungsgelände für die Briloner Juden existiert hat. Auf dem neuen Friedhof fanden auch Verstorbene aus anderen Orten ihre letzte Ruhe.

Juden in Brilon:

    --- 1631 ............................   4 jüdische Familien,

    --- 1672 ............................   6     “       “    ,

    --- um 1695 .........................  10     “       “    ,

    --- 1738 ............................  66 Juden (in 11 Familien),

    --- um 1770 .........................  12 jüdische Familien,

    --- 1818 ............................ 125 Juden,

    --- 1837 ............................  84   “  ,

    --- 1843 ............................  87   "  ,

    --- 1852 ............................ 115   “  ,

    --- 1864 ............................ 131   “  ,

    --- 1871 ............................ 108   "  ,

    --- 1890 ............................  95   “  ,

    --- 1900 ............................  75   “  ,

    --- 1925 ............................  90   “  ,

    --- 1933 ............................  75   “  ,

    --- 1938 ............................  79   “  ,

    --- 1940 ............................  25   "  ,

    --- 1944 ............................   2   “  .

Angaben aus: Ursula Hesse, Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, ..., S. 92

und                Alfred Bruns (Bearb.), Brilon, in: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe, S. 239

In den 1920er Jahren setzte sich die jüdische Minderheit Brilons vornehmlich aus Kaufleuten und Händlern zusammen.

Bereits 1937/1938 musste die jüdische Gemeinde Störungen ihres Gottesdienstes hinnehmen, auch die Fenster der Synagoge wurden mehrfach eingeworfen. Am späten Abend des 9.November 1938 brachen SA- und SS-Angehörige die Eingangstür zur Synagoge auf und setzten mit Hilfe von mitgebrachten Benzinkanistern den Innenraum in Brand. Die herbeigeeilte Feuerwehr soll wenig getan haben, um das Synagogengebäude zu retten - es brannte nieder; die Ruine wurde im Frühjahr 1939 abgetragen.

                  Am 11.11.1938 berichtete die „Briloner Zeitung” über den Brand:

FEUER. In der Nacht zum Donnerstag brach in der hiesigen Synagoge durch unbekannte Ursache Feuer aus. Die alarmierte Briloner Wehr war sofort zur Stelle, doch hatte der Brand bereits einen solchen Umfang angenommen, daß nichts mehr gerettet werden konnte. Die Inneneinrichtung und der Dachstuhl fielen dem Brand zum Opfer.

Während des Pogroms wurden auch jüdische Wohnhäuser demoliert und geplündert, und auch der jüdische Friedhof blieb nicht verschont. Im Gefolge der „Reichskristallnacht“ wurden elf Juden aus Brilon über Dortmund einem Sammeltransport ins KZ Sachsenhausen eingegliedert. Vor ihrer Deportation „in den Osten“ wurden die in Brilon verbliebenen Juden in einem Haus in der Königsstraße zusammengefasst. Die letzte Deportation fand Mitte Mai 1943 statt. Nur zwei Jüdinnen konnten die NS-Zeit in Brilon überleben.

 

Seit 1988 steht ein Findling an die Stelle, an der sich die Synagoge von Brilon befunden hat. Eine Metalltafel trägt die folgende Inschrift:

Der Ort, an dem Du stehst, ist heiliger Boden.

Ex. 3,5

Hier stand seit 1929 die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Brilon.

Sie wurde in der Pogromnacht am 9.November 1938 von Nationalsozialisten zerstört.

neues Mahnmal in Brilon (Aufn. Steve K., 2010, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)

Der versteckt in einer Parkanlage an der Kreuziger Mauer stehende Gedenkstein wurde anlässlich des 71.Jahrestages der Reichspogromnacht durch einen neuen ersetzt, nämlich durch einen großen, hellen Kubus - mittendurch verläuft ein Riss, der das jähe Ende des jüdischen Lebens in Brilon symbolisiert. Auf einer Metallplatte sind die Namen und Geburtsdaten der 103 Briloner Juden zu finden, die Opfer des NS-Regimes wurden. Der weiße Steinblock trägt die Inschrift:

Der Ort auf dem Du stehst ist heiliger Boden EX 3.5

Hier stand seit 1929 die Synagoge der jüdischen Gemeinde Brilon.

Sie wurde in der Pogromnacht am 9. November 1938 von Nationalsozialisten zerstört.

Künftig soll das Gelände neugestaltet und der Grundriss der ehemaligen Synagoge „nachgearbeitet“ werden.

Teilansicht des jüdischen Friedhofs (Aufn. 2011, aus: wikipedia.org, CCO)

Im Frühjahr 2015 wurden in Brilon die ersten sog. „Stolpersteine“ verlegt; sie erinnern an die Familie Goldberg, die ihren ehemaligen Wohnsitz in der Gartenstraße hatte. Die Verlegung zahlreicher weiterer Steine erfolgte dann 2016. An einem Standort in der Schulstraße liegen allein zwölf „Stolpersteine“ (Fam. Mansberg/Kahlenberg/Goldmann).

Aufn. Marienschule - Realschule Brilon

Ende 2019 setzte das Jugendparlament die Verlegung von „Stolpersteinen“ in Brilon fort; danach wurden an vier Standorten insgesamt 16 Steine in die Gehwegpflasterung eingelassen, die an Angehörige der jüdischen Familien Eichengrün, Grüneberg, Pollak und Rotschild erinnern. Für die Kernstadt ist die Verlegung von insgesamt ca. 120 Steinen vorgesehen.

File:Stolperstein Brilon Gartenstraße 13 Fanny Goldberg.JPGFile:Stolperstein Brilon Gartenstraße 13 Dagobert Goldberg.JPGFile:Stolperstein Brilon Gartenstraße 13 Leopold Goldberg.JPGFile:Stolperstein Brilon Gartenstraße 13 Lore Goldberg.JPG

verlegt für Angehörige der Fam Goldberg in der Gartenstraße (Abb. aus: commons.wikimedia.org, CCO)

  Im Jahre 1832 wurde Joseph Abraham Friedländer (geb. 1753 in Kolin/Böhmen) in Brilon bei Anwesenheit unter anderem des Bürgermeisters und des Landrates sowie zahlreicher auswärtiger Rabbiner als Landrabbiner eingeführt. Zuvor hatte er verschiedene Tätigkeiten ausgeübt, so als Lehrer und Amtsschreiber. Unter Rabbiner Hirsch Cohen (Brilon) hatte er bereits als Vizerabbiner gearbeitet. Friedländer, der engagierter Anhänger des Reformjudentums war, gelang es, sich gegen sein konservatives Umfeld durchzusetzen. So hatte er die Gottesdienstformen stark verändert; nun spielte die deutsche Sprache gegenüber dem Hebräischen eine vorrangige Rolle, zudem wurden Orgelspiel und deutschsprachiger Chorgesang Teil des Gottesdienstes. Im Alter von fast 100 Jahren verstarb er in Brilon.

 

In den heute zu Brilon gehörenden Ortsteilen Alme und Madfeld existierten ab dem 18.Jahrhundert kleine jüdische Gemeinden, die auch über eigene Synagogen verfügten. Während in Alme bereits vor dem Ersten Weltkrieg kaum mehr jüdische Bewohner lebten - das Synagogengebäude wurde 1915 abgerissen -, konnte sich die jüdische Gemeinde in Madfeld noch einige Jahre halten.

[vgl.  Alme (Nordrhein-Westfalen)]

[vgl.  Madfeld (Nordrhein-Westfalen)]

 

Zur Briloner Synagogengemeinde gehörten offiziell auch die Juden aus Medebach. 

[vgl. Medebach (Nordrhein-Westfalen)]

 

Im Dörfchen Bigge - heute ein Ortsteil der Stadt Olsberg - lebten seit Beginn des 18.Jahrhunderts ebenfalls einzelne jüdische Familien. Seit 1808 hatten die Juden Bigges eine eigene Synagoge an der Ecke Schulstraße/Bruchstraße; neben dem Bethaus wurde 1901 ein Schulgebäude errichtet. Gegen Ende des 19.Jahrhunderts erwarben die jüdischen Familien ein kleines Stück Land und legten einen eigenen Friedhof an; bis zu diesem Zeitpunkt wurden Verstorbene in Brilon beerdigt.

Juden in Bigge:

--- 1705 ............................  2 jüdische Familien,

--- 1843 ............................ 27 Juden,

--- 1858 ............................ 31   “  ,

--- 1871 ............................ 29   “  ,

--- 1895 ............................ 40   “  ,

--- 1925 ............................ 41   “  ,

--- 1933 ............................ 35   “  ,

         ........................ ca. 80   “  ,*    * im Amtsbezirk Bigge

Angaben aus: Susanne Freund (Bearb.), Olsberg-Bigge, in: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe, S. 663

Ihren Höchststand erreichte die kleine Gemeinde um 1910 mit ca. 80 Mitgliedern (Angabe aus dem gesamten Amtsbezirk), die als Viehhändler, Metzger und Kleinkaufleute ihren Lebenserwerb bestritten.

Schon in den ersten Jahren der NS-Herrschaft hatten die hiesigen Juden mit Diffamierungen/Repressalien zu tun; eine Folge davon war die alsbaldige Abwanderung. 1935 wohnten in Bigge noch drei jüdische Familien (Frankenberg, Löwenstein und Weinberg) und einige Einzelpersonen.

Das Synagogengebäude wurde während des Pogroms von 1938 geplündert und der Innenraum verwüstet; eine Inbrandssetzung konnten Nachbarn verhindern.

Namentlich sind 24 Gemeindemitglieder bekannt, die Opfer des Holocaust geworden sind.

Das Synagogengebäude ist heute nicht mehr erhalten, es wurde vermutlich bereits 1939 abgerissen. Ein Gedenkstein erinnert seit 1995 noch an das einstige jüdische Gotteshaus. Die Inschriftentafel in der Bruchstraße informiert wir folgt:

Hier standen seit 1809 die Synagoge und seit 1901 die Schule der jüdischen Gemeinde des früheren Amtes Bigge. Die Synagoge wurde in der Nacht vom 9. auf den 10.November 1938 von der Nationalsozialisten zerstört und geschändet. Die jüdische Schule wurde 1972 abgerissen.

Zum Andenken an unsere jüdischen Bürgerinnen und Bürger, die in den Jahren 1933 bis 1945 gedemütigt, vertrieben und ermordet wurden.

„Ihr alle, die ihr vorübergeht, kommt und seht, ob ein Schmerz sei wie mein Schmerz, den man mir angetan.“

Datei:Judenfriedhof 1996 - HMK a.jpgJüdischer Friedhof in Bigge (Aufn. H.M.Köster, 1996, aus: olsbergwiki.de)

Auf dem Bigger Friedhof wurden im Jahr 1995 fünf Gedenkplatten verlegt, die an die 38 Angehörigen der Synagogengemeinde Bigge erinnern, die während der NS-Zeit verschleppt und ermordet wurden.

   

zwei von fünf Gedenkplatten, die anderen drei (ohne Abbildung) tragen ebenfalls Namen (Aufn. Fischer, 2014)

Sog. „Stolpersteine“ sollen künftig die Erinnerung an die vertriebenen und ermordeten jüdischen Bürger wach halten. Auf dem Gebiet der heutigen Stadt Olsberg sind mehr als 50 „Stolpersteine“ verlegt worden, die meisten davon in Bigge.

Stolperstein Olsberg Bigge Bruchstraße 1 Selma ter Berg.JPGStolperstein Olsberg Bigge Bruchstraße 1 Simon Semmi ter Berg.JPGStolperstein Olsberg Bigge Bruchstraße 1 Senta ter Berg.JPG Stolperstein Olsberg Bigge Hauptstraße 33 Artur Weinberg.JPGStolperstein Olsberg Bigge Hauptstraße 33 Elfriede Weinberg geb Levi.JPGStolperstein Olsberg Bigge Hauptstraße 33 Doris Fanny Weinberg.JPG "Stolpersteine" in der Bruchstraße und Hauptstraße (Abb. Gmbo, 2016, aus: wikipedia.org, CCO)

 

Weitere Informationen:

Harald Kindl, Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde (Brilon), in: 750 Jahre Stadt Brilon - 1220 bis 1970, Hrg. Stadt Brilon 1970, S. 131/132

Elisabeth Deimel, Das Schicksal der Juden in Brilon in der Zeit des Dritten Reiches, Examensarbeit von 1976 (in Kopie im Stadtarchiv Brilon)

Wolfgang Arnolds, Die “Reichskristallnacht” in Brilon, in: Die “Kristallnacht” im Sauerland, Selbstverlag Wolfgang Arnolds, Brilon 1988, S. 51 - 57

S.Blömeke/H.G.Bracht/G.Kemper, Juden in Brilon zur Zeit des Nationalsozialismus. Dokumente - Familienschicksale - Zeugenaussagen, Hrg. Demokratische Initiative, Brilon 1988

Ursula Hesse, Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen. Von den Anfängen bis zur Gegenwart - Zur Erinnerung, Hrg. Stadt Brilon, Brilon 1991, S. 72 - 144

Norbert Föckeler, Juden aus dem Hochsauerland als Opfer der Verfolgung unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933 - 1945, in: Jüdisches Leben im Hochsauerland, Hrg. Hochsauerlandkreis, Grobbel Verlag, Schmallenberg 1994, S. 256 f.

Katrin Frenzel, Jüdische Kindheit im Altkreis Brilon zur Zeit des Nationalsozialismus, in: Jüdisches Leben im Hochsauerland, Hrg. Hochsauerlandkreis, Grobbel Verlag, Schmallenberg 1994

G. Birkmann/H. Stratmann, Bedenke vor wem du stehst - 300 Synagogen und ihre Geschichte in Westfalen u. Lippe, Klartext Verlag, Essen 1998, S. 82 - 85

Michael Brocke (Hrg.), Feuer an dein Heiligtum gelegt - Zerstörte Synagogen 1938 in Nordrhein-Westfalen, Ludwig Steinheim-Institut, Kamp Verlag, Bochum 1999, S. 46/47 und S. 81/82

The Encyclopedia of Jewish Life before and during the Holocaust (Vol. 1), New York University Press, Washington Square, New York 2001, S. 148

Elfi Pracht-Jörns, Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen - Regierungsbezirk Arnsberg, J.P.Bachem Verlag, Köln 2005, S. 292 – 298 und S. 343 – 345

Erika Richter, Die Friedländers. Eine bedeutende Judenfamilie im Sauerland, in: "Jahrbuch Hochsauerlandkreis 2008", S. 101 - 106

Stolpersteine in Brilon erinnern an Familie Goldberg: „Vergessen darf man nie“, in: „Sauerland-Kurier“ vom 17.3.2015

Lena Blome (Red.), Gunter Demnig setzt weitere 26 Stolpersteine in Brilon, in „Sauerland-Kurier“ vom 11.12.2015

Alfred Bruns (Bearb.), Brilon, in: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe – Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg, Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Ardey-Verlag Münster 2016, S. 233 - 246

Susanne Freund (Bearb.), Olsberg-Bigge, in: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe – Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg, Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Ardey-Verlag Münster 2016, S. 658 - 667

Zwölf weitere Stolpersteine erinnern an jüdische Schicksale in Bigge, in: bigge-online.de vom 1.4.2016

Sebastian Hahn (Red.), Knapp 40 neue Stolpersteine in Brilon und Olsberg verlegt, in: "WAZ - Westdeutsche Allgemeine Zeitung" vom 15.12.2016

Jürgen Hendrichs (Red.), Grundriss der ehemaligen Synagoge in Brilon sichtbar machen, in: „Westfalenpost“ vom 21.5.2017

Schüler/innen des Gymnasiums Petrinum (Bearb.), Unvergessenes Volk. Juden in Brilon zur Zeit des Nationalsozialismus (Broschüre), Brilon 2017

Jutta Klute (Red.), Stolpersteine erinnern an jüdische Familien in Brilon, in: „Westfalenpost“ vom 24.5.2017

Jugendparlament Brilon verlegt Stolpersteine, in: wdr.de vom 22.5.2018

Marienschule – Realschule (Bearb.), Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 auf den Spuren von Briloner Auschwitzopfern (vom 3.7.2018)

Stadt Brilon (Red.), Gegen das Vergessen – Jugendparlament verlegt weitere 16 Stolpersteine in Brilon, in: „Sauerland-Kurier“ vom 10.12.2019

Jürgen Hendrichs (Red.), Brilon nicht mehr weit von den 123 Stolpersteinen entfernt, in: „WP – Westfalenpost“ vom 12.12.2019

N.N. (Red), Jugendparlament verlegt weitere vier „Stolpersteine“ in Brilon, in: „Sauerland-Kurier“ vom 9.7.2020

Jürgen Hendrichs (Red.), Brilon: Entsteht eine neue Synagoge an der Kreuziger Mauer?, in: „WP – Westfalenpost“ vom 2.2.2021