Tiengen (Baden-Württemberg)

Datei:Waldshut-Tiengen in WT.svg Waldshut-Tiengen ist heute eine Doppelstadt mit derzeit ca. 23.000 Einwohnern im Südwesten Baden-Württembergs unmittelbar an der Schweizer Grenze gelegen (Karte Hagar, 2010, aus: commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0).

Die Existenz von Juden in Tiengen wird erstmals Mitte des 15.Jahrhunderts urkundlich erwähnt. Der dort herrschende Fürst stellte einige wenige jüdische Familien zeitlich befristet unter seinen Schutz und garantierte ihnen (fast) freie Ausübung ihrer Wirtschaftsaktivitäten. Die Tiengener Juden trieben damals Kram- und Viehhandel und waren auch in Geldgeschäften tätig. Die kleinstädtische Bevölkerung sah die Ansässigkeit von Juden nur ungern. Mitte des 16.Jahrhunderts gab es in Tiengen eine hebräische Druckerei, die von den Gebrüdern Treves geführt, aber bald wieder aufgegeben wurde. Einer der Brüder, Elieser ben Naphtali Herz Treves (genannt Elieser von Frankfurt), übte mehr als 20 Jahre das Amt eines Rabbiners in Frankfurt/M. aus.

Nach vorübergehender Vertreibung (1675) wurden 1718 wieder zwei jüdische Familien in Tiengen ansässig; sie kamen aus dem nahen Dorfe Horheim.

Tiengen am Hochrhein nach einem Stich von J.H.Mejer, Winterthur (Abb. aus: wikipedia.org, gemeinfrei)

Unter der badischen Herrschaft wurden weitere Schritte zur wirtschaftlichen Gleichberechtigung der Juden unternommen; seit dieser Zeit wandelte sich die Wirtschaftstätigkeit der Tiengener Juden; von nun an handelten diese mit Leder, Tuch, Spezereien und vor allem mit Vieh. Es blieben aber Restriktionen in bestimmten Bereichen bestehen; so konnte weiterhin heiratswilligen Juden eine Einwilligung zur Eheschließung abgeschlagen werden, wenn nicht ein angemessenes Vermögen vorhanden war. Wurde einem Juden erlaubt, eine auswärtige Braut zu ehelichen, musste an die Kommune eine „Einkaufsgebühr” entrichtet werden.

Erst 1862 erhielten alle badischen Juden die volle Gleichberechtigung; damit begann die Abwanderung vieler jüdischer Familien in die größeren Städte. In der Kleinstadt Tiengen hielt sich zunächst die jüdische Bevölkerungszahl relativ konstant; ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung lag zwischen 12% und 15%. Doch Anfang des 20.Jahrhunderts verstärkte sich auch hier die Abwanderung von Juden.

Zur Zeit der habsburgischen Herrschaft, die unter der Regentschaft Joseph II. als „judenfreundlich“ bezeichnet werden kann, errichteten die Tiengener Juden in der heutigen Fahrgasse ihre Synagoge; diese wurde 1793 eingeweiht. Zuvor waren Gottesdienste in Privathäusern abgehalten worden; die Ausübung ihrer gottesdienstlichen Handlungen war der Judenschaft durch einen Schutzbrief des Fürst Adam von Schwarzenberg garantiert worden. Allerdings durften dafür nur straßenabgewandte Räume benutzt werden, damit kein Christ am fremden Glauben „Ärgernis nehmen“ könne.

                    Synagoge in Tiengen (Aufn. vor 1938, Hauptstaatsarchiv Stuttgart)

In den 1860er Jahren wurde die schlichte Synagoge komplett renoviert und eine Empore für Frauen eingebaut, was eine Abkehr vom orthodoxen Ritus hin zu einem religiös-liberalen Gottesdienst bedeutete. In diesem Zusammenhang wurde das bisher inmitten des Betsaals stehende Lesepult in Richtung des Thoraschreines verschoben und ein neues Gestühl angeschafft. Im November 1867 war in einem Kurzartikel der Zeitschrift "Der Israelit" darüber zu lesen:

 http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20149/Thiengen%20Israelit%2013111867.jpg aus der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13.Nov. 1867

Zur Kultusgemeinde Tiengens gehörten zeitweilig auch die Juden aus Waldshut, St. Blasien, Säckingen und Bonndorf; an jüdischen Feiertagen fanden sie sich in der Synagoge zu Tiengen ein. In einem kleinen Hause in der Zubergasse gab es vermutlich seit Ende des 18.Jahrhunderts eine Mikwe.

  

Stellenangebote des Bezirksrabbinats für eine Lehrerstelle in Tiengen von 1879 und 1889

Vor den Toren des Ortes an der Feldbergstraße war um 1760/1780 eine jüdische Begräbnisstätte angelegt worden, die bis in die NS-Zeit als solche genutzt wurde. 

Die Tiengener Kultusgemeinde war dem Rabbinatsbezirk Gailingen zugehörig.

Juden in Tiengen:

         --- 1544 .............................   5 jüdische Familien,

    --- 1650 .............................   8     “       “    ,

    --- 1750 .............................   9     “       “    ,

    --- um 1785 ..........................  11     “       “    ,

    --- 1810 .............................  15     “       “    ,

    --- 1825 ............................. 114 Juden (ca. 12% d. Bevölk.),

    --- 1835 ............................. 215   “

    --- 1849 ............................. 206   “   (ca. 15% d. Bevölk.),

    --- 1871 ............................. 197   “   (ca. 20% d. Bevölk.),

    --- 1885 ............................. 232   “  ,

    --- 1900 ............................. 106   “  ,

    --- 1910 .............................  87   “   (3,5% d. Bevölk.),

    --- 1925 .............................  44   “  ,

    --- 1933 .............................  46   “  ,

    --- 1939 (Dez.) ......................   4   “  ,

    --- 1940 (Nov.) ......................   keine.

Angaben aus: Dieter Petri, Die Tiengener Juden

Die Tiengener Juden lebten zu Beginn des 20.Jahrhunderts fast ausnahmslos vom Handel; ihre Einzelhandelsgeschäfte lagen meist in der Hauptstraße; außerdem waren im Ort drei Viehhändler ansässig.

Nach der NS-Machtübernahme 1933 wurde auch in Tiengen der reichsweit verordnete Boykott jüdischer Geschäfte durchgeführt und von der hiesigen Bevölkerung weitgehend befolgt; die Angst, beim Betreten jüdischer Geschäfte von SA-Posten notiert zu werden, hielt viele vor Einkäufen ab. Einer der fanatischen NSDAP-Anhänger in Tiengen war der aus Villingen stammende Ortsbürgermeister; zusammen mit den Gemeinderäten hatte er 1935 eine Ortssatzung ausarbeiten lassen, die noch weit über das hinausging, was die reichsweite Gesetzgebung gegen Juden bereits angeordnet hatte. Der Bürgermeister begründete die geplante Satzung damit, dass Tiengen als „Judennest” verschrieen sei und hier „besondere Maßnahmen“ von Nöten wären. Das zuständige Bezirksamt verweigerte dem Antrag allerdings seine Zustimmung, mit der Begründung, dass die „Bestimmungen in Rechte der Juden eingreifen würde, die zu regeln Sache des Reiches” wäre.

Eine "Hinweistafel", angebracht 1935

1935 wurde die Judengasse in Turmgasse umbenannt. Im Herbst des gleichen Jahres erhielt das Bürgermeisteramt die Anweisung, eine „Judenkartei“ anzulegen und diese an die Gestapo Waldshut zu übersenden.

Nach einem nachmittäglichen Treffen der lokalen SA-Angehörigen in den Novembertagen des Jahres 1938 begann auch in Tiengen die „Aktion“ gegen die jüdischen Einwohner. Während des Pogroms wurde die Synagoge von SA-Angehörigen total verwüstet; alle Kultgegenstände wurden geschändet und zerstört; anschließend schleppte man Holzbänke und Bücher aus der Synagoge auf einen freien Platz und verbrannte diese dort. 

 

Zerstörte Inneneinrichtung und Verbrennung des Synagogeninventars, 10. Nov. 1938 (Aufn. Hauptstaatsarchiv Stuttgart)

Alle jüdischen Bewohner Tiengens, die aus ihren Wohnungen herausgezerrt wurden, verbrachte man ins Gefängnis nach Waldshut; die Frauen ließ man am folgenden Tage wieder frei, während die Männer ins KZ Dachau abtransportiert wurden. Während ihrer Abwesenheit gingen die Plünderungen in Tiengen weiter; geraubtes Gut wurde Tage später zu Gunsten des Winterhilfswerks verkauft. 

Auch der jüdische Friedhof wurde schwer geschändet; so soll ein hiesiger Landwirt mit seinem Pferdegespann fast alle Grabsteine umgelegt haben, die dann von dort entfernt und teilweise für den Bau einer Stützmauer am Seilerbergweg verwendet wurden.

Einigen Tienger Juden gelang es noch, in die Schweiz bzw. nach Frankreich zu flüchten. Die letzten vier in Tiengen verbliebenen Jüdinnen wurden im Oktober 1940 nach Gurs deportiert; hier verlieren sich ihre Spuren (vermutlich danach Abtransport nach Auschwitz).

Nach Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland 1933 - 1945" sind 23 gebürtige Tienger Juden/Jüdinnen Opfer der Shoa geworden.

 

Die Bausubstanz des ehemaligen Synagogengebäudes ist zwar bis heute erhalten geblieben, doch umfangreiche Umbauten haben das Gebäude in seinem Aussehen völlig verändert; nur ein kleines Hinweisschild informiert über dessen einstige Nutzung.

       Eine Jugendgruppe der Evang. Gemeinde Tiengen hat im Rahmen des Mahnmal-Projektes in Erinnerung an die deportierten Juden Badens einen Memorialstein gestaltet, der bei der zentralen Gedenkstätte in Neckarzimmern aufgestellt ist (Abb. aus: mahnmal-neckarzimmern.de).

An die Tienger und Waldshuter Juden erinnern heute noch die spärliche Überreste ihres gemeinsamen Begräbnisplatzes an der Feldbergstraße; inzwischen ist das zeitweise als Sportplatz genutzte Gelände als eine kleine Gedenkstätte hergerichtet worden; Grabsteinfragmente wurden zu einem auffälligen Mahnmal zusammengefügt (2000).

       Lud.fried.tiengen.jpg Jüdisches Friedhofsgelände (Aufn. A., 2019, aus: commons.wikimedia.org, CC BY-SA 4.0)

           beide Aufn. J. Hahn, 2004

Zudem weist ein Gedenkblock mit der Inschrift "Hier ist die Ruhestätte der einstigen Juden von Tiengen, Waldshut und St. Blasien" auf die hier bestatteten Juden der Region hin.

An der Außenmauer des jüdischen Friedhofs an der Feldbergstraße ist seit dem Jahre 2000 eine Tafel mit folgender Inschrift angebracht:

ISRAELITISCHER FRIEDHOF

der ehemaligen Israelitischen Gemeinde Tiengen seit 1780.

1938 Schändung und Zerstörung nach der Kristallnacht.

Neugestaltung 1945.

MÖGEN IHRE SEELEN EINGEBUNDEN SEIN IN DEN BUND DES LEBENS.

Im Jahre 2008 wurde im Rahmen der 1150-Jahr-Feier im Heimatmuseum im Schloss die Dauerausstellung „Fünf Jahrhunderte jüdisches Leben in Tiengen“ eröffnet; Initiator der Dokumentation war der „Freundeskreis Jüdisches Leben in Tiengen“. 

2012 sind die ersten sog. „Stolpersteine“ in der Altstadt Tiengens verlegt worden; inzwischen sind es im Landkreis mehr als 40 Steine (Stand 2020).

  Titelbild der Broschüre (hrg. vom Freundeskreis Jüdisches Leben in Tiengen)

                          Stolperstein Julius Guggenheim.jpgStolperstein Telly Guggenheim.jpgStolperstein Ida Guggenheim.jpgStolperstein Sofie Schwartz.jpg Aufn. I., 2019, aus: wikipedia.org, CC BY-SA 4.0

Ein Jahr später wurde das Projekt „Altstadtsanierung Tiengen“ mit der Informationstafel an der ehemaligen Synagoge und dem Synagogenplatz abgeschlossen. Hier endet seit 2014 auch der in der Schweiz (von Endingen und Lengnau) beginnende sog. „Kulturweg“, der Orte ehemaligen jüdischen Lebens miteinander verbindet. Die Initiatoren des Jüdischen Freundeskreises streben an, den „Kulturweg“ später auch in Richtung Bodensee und bis nach Hohenems weiterzuführen; damit würde erstmalig ein grenzüberschreitender, schweizerisch-deutscher-französischer-österreichischer jüdischer Kulturweg realisiert werden.

 

Im benachbarten Waldshut hatten sich wenige jüdische Bewohner erst wieder um 1870 niedergelassen. Bereits im späten Mittelalter wohnten hier Juden, die 1517 von hier vertrieben worden waren. Um 1925 lebten in der Stadt etwa 30 Bewohner mosaischen Glaubens, die zur Tienger Kultusgemeinde gehörten.

Auf der Gemarkung Waldshut befand sich eine kleine Insel, „Judenäule“ genannt, auf der zwischen 1603 und 1750 die Toten der schweizerischen Gemeinden Lengnau und Endingen beerdigt wurden. Ein Teil der von der deutschen Stadt Waldshut angepachteten kleinen Rheininsel nutzten die Surbtaler Juden für ihre Verstorbenen als Begräbnisplatz, da ihnen Bestattungen in der Eidgenossenschaft damals verwehrt waren. Der erste erhaltene Pachtbrief datiert von 1689, wobei „die gemeinen Juden zuo Lenglaw unnd andere ... dene grebtnuss unden am spitz in gemeltem Kessel Eüwlin“ eine jährliche Pacht von vier Gulden zu entrichten hatten.

Judenäule und Nachbarinsel Grien (Mühlegrien) mit Blick auf Koblenz (um 1750).Die Pfeile markieren das Fahrwasser für die Weidlinge(Generallandesarchiv Karlsruhe)Norden ist unten Abb. um 1750, rechts Dorf Koblenz (Landesarchiv Karlsruhe, aus: wikipedia.org) 

Als dann nach 1750 die Anlage eines Friedhofs zwischen Lengnau und Endingen erlaubt worden war, wurde die „Judenäule“ kaum noch als Begräbnisgelände genutzt.

In den 1950er Jahren wurden wegen eines Kraftwerkneubaus Gebeine und noch vorhandene Grabsteine von der inzwischen verlandeten Insel auf den Lengnauer Friedhof überführt.

[vgl. Endingen (Schweiz) und Lengnau (Schweiz)]

 

In der zum Landkreis Waldshut zählenden Ortschaft Stühlingen - unmittelbar an der Schweizer Grenze gelegen - bestand eine jüdische Gemeinde bis 1743. Einen ersten Schutzbrief stellte Erbmarschall Maximilian von Pappenheim 1615 aus; dieser gestattete den hier lebenden acht Familien, die nächsten 14 Jahre in der Landgrafschaft Stühlingen zu leben. - Die von den Grafen von Lupfen bzw. den Fürsten zu Fürstenberg mit zeitlich befristeten Schutzbriefen ausgestatteten jüdischen Familien - 1671 waren es 13 Haushalte - lebten in der „Judengasse“, der heutigen Gerberstraße. Um 1700 waren im Ort ca. 25 jüdische Familien ansässig. Ihr erster Betraum befand sich außerhalb der Stadtmauer; um 1720 ließ der Rabbiner Moses Meir Weil auf eigene Kosten eine neue Synagoge einrichten. Unterhalb des Gewanns „Schinderwald“ jenseits der Wutach befand sich der jüdische Friedhof. Aus der einstigen jüdischen Stühlinger Gemeinde ging Nathanael Weil, der von 1687 bis 1769 lebte, hervor; er war Oberrabbiner der Badischen Juden.

Als der Landesfürst Joseph Wilhelm Ernst zu Fürstenberg seinen erteilten Schutzbrief nicht verlängerte, mussten die jüdischen Familien Anfang der 1740er Jahre Stühlingen verlassen; sie siedelten sich in der weiteren Region - so in Gailingen, Randegg, Emmendingen, Eichstetten und Ihringen, auch in der Schweiz - wieder an. Nach ihrer Vertreibung wurde das Synagogengebäude als Scheune benutzt und später zu einem Wohnhaus umgebaut.

Im Stühlinger „Judenwinkel“ erinnern zwei Informationstafeln und das Fragment eines jüdischen Grabsteines an das einstige Ghetto, das den Stühlinger Juden zugewiesen war. Am ehemaligen Rabbinerhaus hängt eine Tafel mit folgender Inschrift:

Hier stand früher das Wohnhaus der Rabbiner in einer der bedeutendsten jüdischen Gemeinden in Südbaden.

Moses Meir baute um 1680 dahinter eine Synagoge an.

Sein Enkel, Natanael Weil (geb. 1687 in Stühlingen, gest. 1769 in Rastatt) war später berühmter Oberrabbiner der badischen Juden.

1743 Ausweisung aller Juden durch den Landesfürsten.

Im 19./20.Jahrhundert kam es in Stühlingen nur zu vereinzelten Ansiedlungen jüdischer Familien.

 

In Bonndorf (Schwarzwald) – ca. 30 Kilometer nördlich von Waldshut-Tiengen – hat es zu keiner Zeit eine jüdische Gemeinde gegeben. Vermutlich unterhielten die nur sehr wenigen jüdischen Einwohner (sie wurden erstmals nach 1870 erwähnt und gehörten offiziell der Gemeinde Tiengen an) eine Betstube, die sich in einem Gebäude im Süßwinkel (Schlossstraße) befunden hat.

 

Weitere Informationen:

Hans Brandeck, Geschichte der Stadt Tiengen, o.O. 1936

Florence Guggenheim-Grünberg, Der Friedhof auf der Judeninsel im Rhein bei Koblenz, in: Beiträge zur Geschichte und Volkskunde der Juden in der Schweiz, Heft 5, Zürich 1956

Gustav Häusler, Stühlingen, Vergangenheit und Gegenwart, o.O. 1966, S. 152 - 160

F.Hundsnurscher/G.Taddey, Die jüdischen Gemeinden in Baden - Denkmale, Geschichte, Schicksale, Hrg. Archivdirektion Stuttgart, Band 19, Kohlhammer Verlag, Stuttgart 1968, S. 272 – 276

K. Sutter, Der Judenfriedhof bei Waldshut, in: Badische Heimat 3 (1982) S. 439 - 443 

Dieter Petri, Die Tiengener Juden und die Waldshuter Juden, in: Schriften des Arbeitskreises für Regionalgeschichte e.V., Heft 4, 2. Aufl., Konstanz 1984

Gerhard Wilhelm Daniel Mühlinghaus, Der Synagogenbau des 17. u. 18.Jahrhunderts im aschkenasischen Raum, Dissertation, Philosophische Fakultät Marburg/Lahn, 1986, Band 2, S. 325

Joachim Hahn, Synagogen in Baden-Württemberg, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1987, S. 49

Joachim Hahn, Erinnerungen und Zeugnisse jüdischer Geschichte in Baden-Württemberg, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1988, S. 557 - 560

Monika Preuß (Bearb.), Jüdischer Friedhof Waldshut-Tiengen, Unveröffentlichte Grunddokumentation des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg, 1994

Peter Stein, Die Juden zu Stühlingen und ihre Nachkommen, in: Maajan - Die Quelle, hrg. von der schweizerischen Vereinigung für jüdische Genealogie, Heft 53/1999, S. 1507 - 1514 u. Heft 54/2000, S. 1555 - 1562

Ulrich Baumann, Zerstörte Nachbarschaften. Christen und Juden in badischen Landgemeinden 1862 - 1940, in: Studien zur jüdischen Geschichte, Band 7, Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2001

Tiengen/Waldshut, in: alemannia-judaica.de (mit diversen Dokumenten zur jüdischen Ortshistorie)

Stühlingen, in: alemannia-judaica.de

Joachim Hahn/Jürgen Krüger, “Hier ist nichts anderes als Gottes Haus ...” Synagogen in Baden-Württemberg, Teilband 2: Orte und Einrichtungen, Konrad Theiss Verlag GmbH, Stuttgart 2007, S. 456 – 458 u. S. 493 – 495

N.N. (Red.), Gedenken: „Stolpersteine“ werden im September verlegt, in: „Badische Zeitung“ vom 8.8.2012

Freundeskreis Jüdisches Leben in Tiengen (Hrg.), Gegen das Vergessen. Stolpersteine in Tiengen und Waldshut für die Opfer des Nationalsozialismus 1933-1945, 2. erw Aufl., 2013

Uthe Martin (Red.), Erinnerung an Tiengener Mitbürger, in: „Südkurier“ vom 22.8.2016

Auflistung der In Tiengen verlegten Stolpersteine, online abrufbar unter: wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_im_Landkreis_Waldshut

Juliane Kühnemund (Red.), Doku breitet ein dramatisches Schicksal aus, in: „Badische Zeitung“ vom 11.4.2019  (betr. Bonndorf)

Ulrich Werner Schulze, Früheres jüdisches Leben in Bonndorf, 2019

Stefan Lutz (Red.), Jeder Stolperstein ein Schicksal: Am 5.März werden Stolpersteine in Waldshut-Tiengen, Albbruck-Unteralpfen und Laufenburg verlegt, in: „Südkurier“ vom 3.3.2020